Hochwasserschutz hört nicht an Grenzen auf. Deshalb wird der Kreis Wesel weiterhin eng mit den Niederländern zusammenarbeiten. Dies ist das Ergebnis einer Konferenz, die in dieser Woche im Weseler Kreishaus stattfand.

Neben dem Informationsaustausch und der Netzwerkarbeit standen dabei die Aspekte Effizienz, Kontinuität, regelmäßige Treffen sowie der Aufbau gemeinsamer Strukturen im Zentrum der Diskussion. Die Teilnehmer haben vereinbart, bis Ende 2013 weitere konkrete Schritte zu unternehmen, um die gemeinsame Basis auszubauen und Konzepte auch für die zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln.

Als erste Maßnahme sollen Zugänge zu den Informationssystemen der niederländischen Partner eingerichtet werden. Ein weiterer möglicher Bestandteil kann eine gemeinsame Informationsplattform für grenzüberschreitend wichtige Informationen sein. Darüber hinaus wird die gemeinsame Nutzung eines geplanten Hochwasser-Trainings- und Übungszentrums untersucht, in dem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vertieft werden kann.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten und kommende Schritte werden die niederländischen und deutschen Partner beim nächsten Treffen im Dezember 2013 in den Niederlanden erörtern.

Fast genau auf den Tag des 10-jährigen Bestehens der Niederländisch-Nordrhein- Westfälischen Zusammenarbeit im Hochwasserschutz sind über 40 Vertreter der zuständigen Behörden beiderseits der Grenze der Einladung des Kreis Wesel gefolgt und haben Erfahrungen ausgetauscht und Anforderungen an die gemeinsame grenzüberschreitende Zusammenarbeit erarbeitet. Aufbauend auf der langjährigen Kooperation wurden wichtige Impulse für die Zukunft gegeben.

„Der breite Zuspruch der Teilnehmer aus Ministerien, Bezirksregierungen und Provinzen, Sicherheitsregionen, Kreisen und natürlich der Deichverbände belegt, wie wichtig der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Hochwasserschutz ist. Die Konferenz hat uns allen wieder neue Motivation gegeben“, so Lars Rentmeister, Vorstandsmitglied des Kreises Wesel und verantwortlich für den Bereich Gefahrenabwehr. „Nicht zuletzt die aktuellen Hochwasserereignisse zeigen, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist. Denn nur gemeinsam können wir den Betroffenen die Sicherheit geben, die sie von uns erwarten.“

Jan Lourens, Direktor der niederländischen Waterschap Rijn en IJssel ergänzt: „Wir sind als erster Wasserverband nach dem Grenzübergang des Rheins unmittelbar auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit angewiesen. Die heutige Teilnahme aller wichtigen Institutionen im Grenzgebiet entlang des Rheins und die erfolgreiche gemeinsame Vorbereitung dieser Konferenz zeigen, dass wir im Hochwasserfall auch grenzüberschreitend einander zur Seite stehen werden!“

In einer Reihe von Vorträgen und gemeinsamen Arbeitsgruppen haben die Teilnehmer aktuelle Entwicklungen sowie Ansätze und Anforderungen für die Fortführung und den weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit diskutiert.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Helmut Gangelhoff, Fachdienstleiter Katastrophenschutz beim Kreis Wesel. „Aber die grenzüberschreitende Zusammenarbeit muss gepflegt und betreut werden. Sie ist nicht selbstverständlich. Netzwerke müssen lebendig bleiben, damit sich die Partner im Ernstfall schnell finden können, Informationen müssen laufend aktualisiert und aktiv miteinander geteilt werden. Wir sind dabei schon auf einem guten Weg, den wir gemeinsam fortsetzen werden.“

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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