Er ist der neue König von Üfte-Overbeck 2024: Heiner Große-Gehling sicherte sich nach einem packenden Schießwettbewerb mit dem 423. Schuss den Titel des Schützenkönigs in Üfte-Overbeck. Gemeinsam mit seiner Königin Marie-Theres Triptrap regiert er nun die Schützengemeinschaft von Üfte-Overbeck.

Am vergangenen Wochenende herrschte in der beschaulichen Bauerschaft Üfte-Overbeck einmal mehr ausgelassene Stimmung, als das traditionelle Klumpenschützenfest gefeiert wurde. Vom 7. bis 9. September 2024 stand alles im Zeichen der 295-jährigen Schützentradition. Dabei stellte sich die alles entscheidende Frage: Wer wird der neue König der Schützengemeinschaft?

Vogel fiel nach dem 423. Schuss
Mit dem abschließenden Vogelschießen am Montagmittag wurde diese Frage schließlich beantwortet. Heiner Große Gehling setzte sich auf der Tanzwiese der Familie Kalde nach einem spannenden Wettbewerb durch. Er sicherte sich mit dem 423. Schuss den heiß begehrten Titel des Schützenkönigs von Üfte-Overbeck. An seiner Seite regiert künftig seine Königin Marie-Theres Triptrap. Gemeinsam mit dem Hofstaat werden sie in den kommenden fünf Jahren die Schützengemeinschaft anführen.
Details in Kürze
- Der Vogel fiel um 14.33 Uhr mit dem 423. Schuss von der Stange
- Königin ist Marie-Theres Triptrap.
- Zur Throngemeinschaft gehören Tanja Große-Gehling, Christoph Beemelmans, Andreas Triptrap und Christa Beemelmans.
- Königsanwärter waren Andreas Triptrap, Heiner Große-Gehling und Christian Gaffke.
Insignien
- Zepter: Dominik Gromann und Christian Gaffke
- Reichsapfel: Lukas Klevermann und Alois Triptrap
- Linker Flügel: Christian Knufmann
- Rechter Flügel: Max Beemelmans
- Krone: Lukas Klevermann

Der neue Hofstaat, bestehend aus Tanja Große-Gehling, Christoph Beemelmans, Andreas Triptrap und Christa Beemelmans, wird das Königspaar bei seinen repräsentativen Aufgaben unterstützen und die Tradition in Ehren halten. Die festliche Krönung fand gegen 17 Uhr auf der Festwiese statt. Am Abend ehren die Schützen ihr neues Königspaar mit einem rauschenden Festball.

Ein Rückblick auf ein gelungenes Wochenende
Das Trachtenschützenfest 2024 war ein voller Erfolg und übertraf alle Erwartungen. Das Wochenende begann bereits am Samstagabend mit der feierlichen Eröffnungsfeier im Festzelt. Dabei sorgte die Tanzband „Herzschlag“ für ausgelassene Stimmung. Schon vor Beginn des offiziellen Programms war die Spannung in der Luft spürbar, denn alle Augen waren auf das kommende Vogelschießen und die Frage, wer das nächste Königspaar sein würde, gerichtet.

In traditioneller Tracht, mit Holzschuhen und blauen Kitteln, feierte die Schützengemeinschaft mit Freunden, Familien und Gästen von nah und fern. Besonders die einzigartige Kleidung, die nur alle fünf Jahre bei diesem besonderen Anlass getragen wird, sorgte für ein außergewöhnliches Flair. Verheiratete Männer in blauen Kitteln und Melonen, die männliche Jugend in blaugestreiften Hemden und die Frauen in prächtigen Trachtenkleidern verwandelten die gesamte Bauerschaft in eine farbenfrohe Szenerie, die an vergangene Zeiten erinnerte.


Festumzug und Parade – Ein Höhepunkt am Sonntag
Am Sonntag, den 8. September, ging es mit dem großen Festumzug weiter, der zu den traditionellen Höhepunkten des Trachtenschützenfestes gehört. Um 15 Uhr versammelten sich die Schützen, Ehrengäste und die gesamte Schützengemeinschaft auf der Festwiese. Mit viel Stolz präsentierten die Teilnehmer ihre historischen Trachten, während die Zuschauer am Straßenrand begeistert applaudierten. Die Parade führte durch die geschmückten Straßen von Üfte-Overbeck, begleitet von den „Raesfelder Burgmusikanten“, der Blaskapelle „Einklang Schermbeck“ und den „Üfter Jagdhornbläsern“, die mit ihren musikalischen Darbietungen für eine feierliche Atmosphäre sorgten.

Nach dem Festumzug und den Trachtentänzen im Festzelt folgte die traditionelle Kaffeetafel, bei der sich die Gäste bei Kaffee und Kuchen stärken konnten. Die Begeisterung und Vorfreude auf den bevorstehenden Montag waren dabei allgegenwärtig, denn alle wussten, dass das Vogelschießen nur noch einen Tag entfernt war.

Ein packendes Vogelschießen
Der Höhepunkt des Festes folgte schließlich am Montag, den 9. September, mit dem traditionellen Vogelschießen an der Vogelstange. Pünktlich um 11.30 Uhr versammelten sich die Schützen, um den neuen König zu ermitteln. Es war ein packender Wettkampf, bei dem jeder Schuss von den Zuschauern mit Spannung verfolgt wurde. Immer wieder gingen Jubelrufe und Anfeuerungen durch die Menge, während die Schützen geduldig und konzentriert den hölzernen Vogel ins Visier nahmen.

Nach einem harten, aber fairen Wettbewerb war es schließlich Heiner Große Gehling, der mit einem präzisen Schuss den entscheidenden Treffer landete und damit den Vogel von der Stange holte. Mit dem 423. Schuss sicherte er sich den Titel des Schützenkönigs von Üfte-Overbeck und wurde von den Anwesenden lautstark gefeiert. Als frisch gekröntes Königspaar strahlten er und seine Königin Marie-Theres Triptrap vor Freude, als sie die Glückwünsche der Schützengemeinschaft entgegennahmen.

Krönung und Königsball
Die festliche Krönung fand am späten Nachmittag auf der Festwiese statt. In einem feierlichen Akt erhielt der neue König seine Pfeife, das Symbol für Gemütlichkeit, und die Königin ihr Gebetbuch, das die Frömmigkeit der Gemeinschaft symbolisiert. Umrahmt wurde die Zeremonie von den traditionellen Trachtentänzen, die zu den ältesten Bräuchen des Trachtenschützenfestes zählen.

Am Abend geht das Fest dann in den großen Königsball über, der ebenfalls im Festzelt stattfindet. Die Tanzband „Borderline“ sorgt dabei für die musikalische Begleitung und lässt das Fest in ausgelassener Stimmung ausklingen. Es darf getanzt, gelacht und gefeiert werden – ein würdiger Abschluss eines gelungenen Festwochenendes.
295 Jahre Schützentradition
Das Trachtenschützenfest von Üfte-Overbeck kann auf eine fast dreihundertjährige Geschichte zurückblicken. Seit 1729 wird diese Tradition gepflegt und von Generation zu Generation weitergegeben. Das Besondere an diesem Fest ist nicht nur die historische Bedeutung, sondern auch die tiefe Verwurzelung in der Gemeinschaft. Jeder, der in Üfte-Overbeck lebt, fühlt sich dem Schützenwesen verbunden – egal ob Jung oder Alt.
In den letzten Jahrhunderten hat sich vieles verändert, doch die Grundwerte des Trachtenschützenfestes sind stets dieselben geblieben: Gemeinschaft, Tradition und Zusammenhalt. Der historische Bezug und die damit verbundene Kleidung erinnern an die Ursprünge des Festes und schaffen eine besondere Atmosphäre, die weit über die Region hinaus bekannt ist.

Ein Fest der Begegnung und der Heimat
Das Trachtenschützenfest ist mehr als nur ein Schützenfest. Es ist ein Ort der Begegnung für alle Generationen, bei dem alte Freundschaften erneuert und neue geschlossen werden. Gerade für die Bewohner von Üfte-Overbeck, die mittlerweile in andere Regionen gezogen sind, ist das Fest ein willkommener Anlass, um in die Heimat zurückzukehren und gemeinsam mit der Familie und Freunden zu feiern.

Die Teilnahmebedingungen für das Vogelschießen sind dabei klar geregelt: Wer den Titel des Schützenkönigs erringen möchte, muss mindestens 30 Jahre alt sein und seit mindestens zehn Jahren in Üfte-Overbeck leben oder gelebt haben. Diese Bedingungen stellen sicher, dass nur diejenigen die Ehre haben, die auch eine enge Verbindung zur Schützengemeinschaft und der Bauerschaft haben.
Fazit: Ein unvergessliches Fest
Das Trachtenschützenfest 2024 wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur die Wahl des neuen Königspaares, sondern auch das abwechslungsreiche Programm und die ausgelassene Stimmung trugen dazu bei, dass dieses Wochenende zu einem vollen Erfolg wurde. Die Schützengemeinschaft von Üfte-Overbeck hat einmal mehr gezeigt, dass sie es versteht, Traditionen zu bewahren und gleichzeitig ein Fest für alle Generationen zu gestalten.
Das nächste Trachtenschützenfest wird zwar erst in fünf Jahren wieder stattfinden, doch die Erinnerungen an dieses Wochenende werden noch lange in den Herzen der Üfte-Overbecker bleiben. Bis dahin wird das neue Königspaar, unterstützt von seinem Hofstaat, die Schützengemeinschaft repräsentieren und die Tradition in Ehren halten.



































