Präventionsprojekt ‚Hackedicht – Schultour der Knappschaft“ in der Gesamtschule Schermbeck mit mit Eisi Gulp kam gut an

SCHERMBECK. „Männer wollen ihr ganzes Leben nur eins – imponieren! Da greift dieser dann auch schon gerne mal zu einer Kippe, wenn es mit dem Tanzen nicht so klappt“, so und ähnliche Sprüche kamen bei den Schülern der Gesamtschule am Montagmorgen während des Präventionsprojektes „Hackedicht“ gut an.

Hackedicht Präventionsprogramm Gesamtschule Schermbeck

Mit einem unterhaltsamen Bühnenprogramm sensibilisierte der Schauspieler und Kabarettist Eisi Gulp die Gesamtschüler für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol, Rauchen und sonstigen Drogen.

Festgestellt habe Gulp im Laufe der Jahre, dass der Bildungsgrad der Eltern und Schüler ausschlaggebend auf die Art der Drogen sei. „Je höher der Bildungsgrad, der meistens mit einem höheren Einkommen verbunden ist, desto höher, härter, ist die Bandbreite der Drogen.

Hackedicht Präventionsprogramm Gesamtschule Schermbeck mit Eisi Gulp

Alarmierende Zahlen

Menschen mit kleinem Geld greifen eher zu Tabak“. Gulp sieht diese Art von Präventionen als eine sinnvolle Art und Weise, die Jugendlichen mit diesem Thema vertraut zu machen. „In der Zeitung steht zwar, dass es wieder 950 bis 1000 Drogentote gab. Gemeint sind die harten Drogen. Es wird aber nicht geschrieben, dass sich rund 75.000 Menschen zu Tode gesoffen haben, oder das 25 Frauen und Männer täglich durch Nikon sterben“, so Gulp.

Hackedicht Präventionsprogramm Gesamtschule Schermbeck mit Eisi Gulp

Alleine 3.698 betrunkene Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren mussten 2016 in Nordrhein-Westfalen, laut der Knappschaft, wegen der Folgen übermäßigen Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt werden. „Die Zahlen sind alarmierend und jeder Fall ist zu viel“, so Sandra Piehl von der KNAPPSCHAFT. Dies sei auch in Zukunft der Grund, mit dem Deutschen Kinderschutzbund das Präventionsprojekt fortsetzen.

Hackedicht Präventionsprogramm Gesamtschule Schermbeck mit Eisi Gulp

Schulleiter Klaus Hohmann war begeistert: „Besonders im Jugendalter ist es relevant und wichtig auf die Gefahren von Alkohol- und Drogenmissbrauch hinzuweisen und vorzubeugen. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir für diesen Bereich unseres Schulprogramms als eine der Präventionsmaßnahmen die ‚Hackedicht – Schultour der Knappschaft‘ gewinnen konnten.“

Warum?

Im Wechsel mit seinen witzigen Tanzeinlagen, dann zwischen dem Publikum hindurchtorkelnd und provokante Fragen stellen wie, „Warum trinkt der Mensch Alkohol? Oder „Was gibt es Dümmeres als Rauchen? Es Geld kostet viel Geld und stinkt und anschließend knutscht man einen Aschenbecher“, damit konnte der 61-Jährige von Beginn an die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich ziehen.

Hackedicht Präventionsprogramm Gesamtschule Schermbeck mit Eisi Gulp

Rauchen sei nicht toll und die Jugendlichen sollen nicht die Fehler der älteren Generation wiederholen sowie ihren Umgang mit Alkohol und Drogen aktiv überdenken, so Gulp. „Ihr seid die junge Generation, lasst euch nicht verarschen. Hört nicht auf die Werbung. Sie ist nur eine einzige große Geldmacherei“ forderte Eisi Gulp die Schülerinnen und Schüler auf.

Hackedicht Präventionsprogramm Gesamtschule Schermbeck mit Eisi Gulp

Die Resonanz der Gesamtschüler auf die Präventionsveranstaltung war positiv. „Es ist gut, dass es hier in der Schule angeboten wird. Alkohol und Rauchen sind Schwachsinn. Ich finde es selber nicht gut und vielleicht können einige hier durch das Programm dazu bewegt werden, damit aufzuhören“, sagte Julian Mehr (15).

„Ich finde solche Informationen wichtig, da viele Jugendliche die Auswirkungen von Drogen nicht kennen“, so Mattis Leisten (15). Darüber hinaus ist er der Meinung, dass viel zu viele jungen Mensschen rauchen und dafür auch noch Geld ausgeben.

Die 14-jährige Leonie Klümper fand es interessant, da es hier Informationen darüber gab, welche Gefahren Drogen mit sich bringen. Petra Bosse

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