Benzinmangel durch Niedrigwasser macht sich nun in der Region bemerkbar.

Am Wochenende waren in Raesfeld an der PM-Tankstelle einige Zapfsäulen mit Normal- und Superbenzin außer Betrieb, sprich: Die Tanks sind leer.

Den Tankstellen geht das Benzin aus
Foto: Pixabay

Während es der Tankstelle in Raesfeld an Super- und Normalbenzin mangelt, ist bei der PN – Tankstelle in Schermbeck der Diesel ausgegangen, berichtet Nico Grünmann. Er hofft, dass diese Woche noch der Dieseltank wieder gefüllt erden kann.

Keinen Benzinmangel gibt es aktuell an der Tankstelle Freudenberg. Hier seien alle Sorten erhältlich, bestätigte heute der Tankwart.

Niedrigwasser im Rhein

Schuld an der Benzinknappheit ist das Niedrigwasser im Rhein. Die Schiffe können nicht mehr so viel Ladung transportieren.
Bereits Mitte Oktober erreichte der Rhein seinen niedrigsten Wasserstand. Aktuell liegt der Wasserpegel in Wesel bei 126 (30.10. lag der Pegel bei 94).
Bedingt durch den niedrigen Wasserstand können die Schiffe nur noch mit gut einem Drittel der üblichen Ladung fahren.

Preise steigen kräftig an

Darüber hinaus kennen die Preise an den Zapfsäulen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Super E10 verteuerte sich nach Angaben des ADAC im Vergleich zur Vorwoche um mehr als 2,7 Cent auf 1,541 Euro pro Liter.

Für Diesel müssen Autofahrer sogar 4,0 Cent mehr bezahlen. Ein Liter kostet nun 1,438 Euro. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen beiden Wochen, summiert sich der Preissprung im Bundesdurchschnitt auf 4,7 Cent bei Super E10 und 7,0 Cent bei Diesel.
Diesem kräftigen Anstieg stehen deutlich gesunkene Preise am Rohölmarkt gegenüber, die auch durch einen gegenüber dem Euro leicht gestiegenen Dollarkurs nicht ausgeglichen wurden.

Preise übertrieben

Selbst angesichts des Niedrigwassers an Rhein und Main, das zu punktuellen Lieferschwierigkeiten führt, ist der enorme bundesweite Preissprung übertrieben.
Eine weitere Entwicklung setzt sich fort: Die Preisspanne zwischen Super E10 und Diesel verringert sich rasant. Sie beträgt jetzt nur noch 10,3 Cent pro Liter. Dem steht eine steuerliche Differenz von 21,9 Cent je Liter gegenüber.

Der ADAC empfiehlt Autoreisenden, die regelmäßigen Schwankungen der Spritpreise im Tagesverlauf zu beachten. Laut Auswertung des Clubs liegen die besten Zeiten zum Tanken zwischen 15 und 17 Uhr sowie 19 und 22 Uhr. Unterstützung bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here