Servicepunkt der Firma „Deutsche Glasfaser“ wurde am Samstag eröffnet
Schermbeck Am Eröffnungstag des Servicepunktes der Firma „Deutsche Glasfaser“ (DG) herrschte in der Mittelstraße 47 gegenüber der Volksbank Hochbetrieb. Projektleiter (Betrieb) René Fuchs und die beiden Shopleiterinnen Venja Bartsch und Andrea Nehling mussten jede Menge Fragen beantworten und zwischendurch Verträge mit den von der Glasfasertechnik beeindruckten Kunden ausfüllen.
Zu zwei Themenkomplexen wurden besonders viele Fragen gestellt. Da man annehmen darf, dass in der breiten Leserschaft dieselben Fragen als wichtig erscheinen, haben wir René Fuchs gebeten, die Antworten zu den beiden Themenkomplexen zu bündeln.

Erster Themenkomplex:

Unter welchen Bedingungen kommt das Glasfasersignal von der Straße ins Haus und dort in die Nähe jenes Gerätes, das den Datentransport per Internet benötigt? Sobald der Glasfaserstrang in einer Straße verlegt worden ist, kann mit den Hausanschlüssen begonnen werden. Der Hausabzweig wird unterirdisch mit Hilfe eines Bohrspülverfahrens vom Bürgersteig bis zu jener Seite des Hauses geführt, die der Straße zugewandt ist. Durch die Hauswand wird ein fingerdickes Loch gebohrt, durch welches das Kabel geführt wird. Es endet jenseits der Wand im Keller oder in einem Versorgungsraum im Erdgeschoss an dem so genannten Hausübergabepunkt (HÜP). Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle ist ein DG-Techniker im Rahmen einer Hausbegehung behilflich.
Bis zu dieser Stelle entstehen für den Kunden keinerlei Kosten. Auch bei der Weiterführung des Kabels innerhalb des Hauses entstehen keine Kosten, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt werden. Der so genannte Net-Terminal (NT) darf nicht weiter als 20 Meter vom HÜP entfernt sein und es muss ein benutzbarer Leitungsweg vorhanden sein. Muss ein solcher Leitungsweg hergerichtet werden, übernimmt der Kunde die Kosten.
Es ist aber nicht unbedingt erforderlich, dass eine Glasfaserverbindung zwischen HÜP und NT erstellt wird. „Vorhandene Techniken können genutzt werden“, versichert René Fuchs und verweist auf die Möglichkeit, eine Standard-LAN-Verkabelung (größer als CAT 5) benutzen zu können. Auch die Nutzung eines D-LAN ist möglich, wobei das Signal über die Stromleitung gesendet wird. Nutzbar ist auch eine bereits vorhandene Koaxialverkabelung.

Am Samstag kamen sehr viele Schermbecker zum Servicepunkt der DG in der Mittelstraße 47, um sich bezüglich einer Anbindung ihrer Immobilie an das geplante Glasfasernetz beraten zu lassen. Foto: Helmut Scheffler
Am Samstag kamen sehr viele Schermbecker zum Servicepunkt der DG in der Mittelstraße 47, um sich bezüglich einer Anbindung ihrer Immobilie an das geplante Glasfasernetz beraten zu lassen. Foto: Helmut Scheffler

Vom NT zum Router wird ein LAN-Kabel verwendet. „Deshalb ist es sinnvoll, den NT in der Nähe des Routers zu platzieren“, empfiehlt René Fuchs. Vom Router aus in Richtung Endgerät können herkömmliche Verkabelungswege und/oder W-LAN-Anbindungen genutzt werden. Wer einen aktuellen Router besitzt, kann diesen weiterhin nutzen. Wenn sich die Umsetzung einer technischen Planung im Rahmen einer Hausbegehung als zu kostspielig erweist, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten.

Glasfaser Schermbeck

2. Themenkomplex:
Was ändert sich bei einem Mieter gegenüber dem Eigentümer eines Einfamilienhauses? Vertragspartner ist für die DG grundsätzlich der Mieter. Dieser muss aber beim Eigentümer/Vermieter die Genehmigung einholen. In aller Regel wird er die Genehmigung bekommen, weil sich durch die Anbindung an das Glasfasernetz eine Wertsteigerung der Immobilie ergibt. In einem Mehrfamilienhaus reicht der Vertrag eines einzigen Mieters, damit die DG das Projekt umsetzt. Der HÜP wird dann im Haus installiert, aber nur der eine Mieter bekommt die Anbindung zum NT in seiner Wohnung.

Sollte kein einziger Mieter einen Vertrag abschließen, dann kann der Eigentümer darüber nachdenken, ob er einem Mieter einen Teil der Vertragskosten erstattet, damit es einen (bis zum Bündelungsstichtag 18. April) kostenlosen HÜP im Haus geben kann. Die Kosten für einen nachträglich anzulegenden HÜP betragen derzeit etwa 700 Euro.
Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Servicepunktes zu folgenden Zeiten zur Verfügung: Mo., Di., Mi. + Fr.: 14:00-19:00 Uhr; Do.: 09:30-19:00 Uhr; Sa.: 09:30-15:00 Uhr. Samstags zwischen 10 und 15 Uhr kann auch das Servicemobil bei REWE Conrad besucht werden. H.Scheffler

Informationen über Glasfaser

5. Februar 2016: Mehrkosten durch Deutsche Glasfaser? – Router/Endgeräte

4. Februar 2016: Fragen der BfB zur Glasfaserversorgung

1. Februar 2016: Alles Wissenswertes rund um die Glasfaser

5. Februar 2016: Glasfaserverlegung in Raesfeld und Erle hat gegonnen

26. Januar 2016: Straßen in der Übersicht

15. Januar 2016:  Schermbeck geht Glasfaser – Service Punkt wird eröffnet

19. November 2015: Glasfaser soll bis ins jedes Haus kommen

19. November 2015: Glasfaserverträge in trockenen Tüchern

27. Juni 2015: Schnelle Glasfaseranschlüsse auch für Schermbeck?

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Heimatreporter

Unter der Artikel-Kennzeichnung „Heimatreporter“ postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck.
Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks „Radio Kreis Wesel“, darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des „Schermbecker Schaufenster“. Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den „Rheinland-Taler“ des Landschaftsverbandes Rheinland.

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