Ortsverband und Fraktion von B´90/Die GRÜNEN in Schermbeck gratulieren der CDU und ihrer Kandidatin Charlotte Quik zum Wahlerfolg.

Die Schermbecker, die für die CDU gestimmt haben, haben aber nicht nur die Kandidatin, sondern auch die Partei und deren Wahlprogramm gewählt. Im Landeswahlprogramm der CDU liest man unter anderem: „Wir werden die Bibliotheksförderung unter Einschluss der kirchlichen und freien Büchereien insbesondere im ländlichen Raum massiv aufstocken und den Ausbau von Büchereien und anderen Kulturinstituten zu „dritten Orten“ fördern.

Wahlversprechen umsetzen

Ebenso wie auf örtlicher Ebene (Schermbecker CDUWahlprogramm2014-2020: „Die CDU strebt die Beibehaltung eines Büchereiangebotes an und wird sich dafür einsetzen“) hat man hier den Bürgern Versprechungen gemacht und wurde gewählt, um diese umzusetzen.

Die CDU in Schermbeck ist schlecht beraten, wenn sie die Schließung der Gemeindebücherei zum Ende des Jahres vollziehen lässt, ohne dem zukünftigem Ministerpräsidenten Laschet und seiner Mannschaft Gelegenheit zu geben, die Wahlversprechen in die Tat umzusetzen.

 

 

2 KOMMENTARE

  1. Gemeindebücherei und CDU-NRW Wahlprogramm 2017, Seite 101

    Es ist doch allgemein bekannt, dass oftmals Versprechungen vor einer Wahl nach der Wahl nicht eingehalten werden. Wir erinnern nochmals an die Aussage von Herrn Rexforth vor den Bürgermeister-Wahlen in 2014: „Ich habe weder die Absicht die Reformierte Kirche zu verkaufen, noch will ich das Büchereiangebot in Schermbeck aufgeben.“

    Den interessierten Schermbecker Bürger wundert es schon sehr, wieso die CDU-Schermbeck und ihr Bürgermeister das NRW-Regierungsprogramm 2017 ihrer eigenen Partei nicht kennen. Sie sollten, wie Frau Trick von der Fraktion B 90/Die Grünen es dankenswerterweise getan hat, mindestens einmal und äußerst aufmerksam dieses Programm lesen und dann ihren eigenen negativen Beschluss zur Schermbecker Bücherei überdenken bzw. diesen baldmöglichst wieder aufheben.

    Aber auch in Form eines gemeinnützigen Vereins „Förderverein Gemeindebücherei Schermbeck“ ließe sich die Schermbecker Bücherei kostengünstig betreiben. Ich verweise auf den „Musik- und Literaturkreis einschließlich Büchereiwesen Alpen“. Mit über 20 ehrenamtlichen Kräften wurde dort die aus finanziellen Gründen zur Schließung anstehende Gemeindebücherei übernommen. In Alpen (12.798 Einwohner Ende 2015, Schermbeck 13.635 Einwohner) weist der Haushaltsplan 2017 für die gemeindliche Bücherei Aufwendungen von 9.431 € (Personalkosten = 0) aus. Zur Erinnerung: Die Schermbecker Verwaltung hat für den Weiterbetrieb der Bücherei 173.200 € Ausgaben, davon alleine 148.400 € Personalkosten geplant. Das man als Gemeindeverwaltung mit den anvertrauten Steuermitteln auch anders umgehen kann, beweist nicht nur das zitierte Beispiel aus der Nachbargemeinde Alpen.

    Die Unterschriftenaktion einiger engagierter Schermbecker Bürgerinnen in den letzten Wochen hat nach Presseberichten ergeben, dass zwischen 10 bis 20 Personen zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereit wären. Die Öffnungszeiten sollten zunächst auf 7,5 Std./Woche (Donnerstag und Freitag jeweils von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr und am Samstagmorgen ebenfalls 2,5 Std.) reduziert werden.

    Rund 1.000 Bürger haben sich für den Erhalt der Bücherei ausgesprochen. Bei 500 Mitgliedern und einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 12,00 € könnte der Verein zur Bestreitung von Ausgaben jährlich 6.000 € vereinnahmen. Darüber hinaus kann ein gemeinnütziger Verein Spendenbescheinigungen für Sponsorengelder und auch für die Mitgliederbeiträge ausstellen.
    Was Alpen und andere Kommunen geschafft haben, sollte auch in Schermbeck mit engagierten ehrenamtlichen Bürgern bei einem überschaubaren Aufwand mit Unterstützung eines gemeinnützigen Vereins möglich sein.

    Ich bin gerne bereit, eine Satzung zu erstellen und biete Herrn Rexforth – falls von ihm gewünscht – Unterstützung bei der Gründung eines Fördervereins an.

    Aus Sicht der Fraktion „Bürger für Bürger“ ist eine Wiederaufnahme der politischen Diskussion in den zuständigen Gremien (KSSSA und RAT) absolut unverzichtbar. Insbesondere damit die aus CDU und SPD bestehende Koalition der bisherigen NEIN-Sager zur Schermbecker Gemeindebücherei nicht völlig das Gesicht gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern droht zu verlieren.

  2. Ich würde mir wünschen das eine politische Diskussion zu dem Thema Schließung der Gemeindebücherei angeschoben wird.
    Und jetzt stellt die CDU ja den Ministerpräsidenten. Da werden sicherlich genügend Mittel durch das Land bereitgestellt.

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