Zwar trat Friedhelm Koch diesmal als Vorstandsmitglied der Kulturstiftung vor die 200 Zuhörer in der Aula der Gesamtschule. Aber auch in seiner beruflichen Funktion als gemeindlicher Wirtschaftsförderer konnte er mit dem neuen Schermbeck-Lied zufrieden sein.

Die musikalische Aufforderung des Gesamtschulchores „Komm nach Schermbeck“ ist Tourismusförderung pur. Gesamtschullehrer Peter Apfelbeck hat den Text kreiert und dazu auch die passende Melodie geschrieben. „Da haben wir 1214 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung Schermbecks warten müssen, bis endlich jemand kam, der so einen Song schuf“, schwärmte der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski und toppte das Lob für Apfelbeck noch mit dem Zugeständnis, „ich kenne keine vergleichbare Schule.“

Der 80-köpfige Schulchor stellte in der Aula der Gesamtschule auch das Schermbeck-Lied „Komm nach Schermbeck“ vor. Foto Scheffler
Der 80-köpfige Schulchor stellte in der Aula der Gesamtschule auch das Schermbeck-Lied „Komm nach Schermbeck“ vor. Foto Scheffler

Gleich zweimal wurde das Schermbeck-Lied am Freitagabend von dem 80-köpfigen Schulchor gesungen. Während die Kinder die vielen Erholungsmöglichkeiten im ländlichen Schermbeck besangen, lief Berthold Ennings Video mit Illustrationen der in den einzelnen Zeilen besungenen Schönheiten ab. Das Lied, in dem Lea Gertig, Sophia Lastowka, Lisa Wallat und Katharina Schriefers als Solistinnen auftraten, gipfelte in dem musikalischen Bekenntnis: „Wir sind gern in Schermbeck – Schermbeck, du bist ein Gefühl!“

Fünf Euro kostet die CD, deren ansprechendes Cover der Schermbecker Designer Oliver Wirtz für die Schule erstellte. Vorerst kann die CD nur im Sekretariat der Schule erworben werden. „Demnächst wird es sie auch in einigen Schermbecker Geschäften geben“, kündigte Apfelbeck an.

Klara Kästner rief das von Norman Gimbel und Richard Fox vor mehr als vier Jahrzehnten geschriebene Lied „Killing me softly“ in Erinnerung.
Klara Kästner rief das von Norman Gimbel und Richard Fox vor mehr als vier Jahrzehnten geschriebene Lied „Killing me softly“ in Erinnerung.

Die Vorstellung des Schermbeck-Liedes verband die Gesamtschule mit einem bunten Programm, an dessen Gestaltung sich mehrere schulische Gruppen beteiligten. Den musikalischen Reigen eröffnete der Schulchor mit Peter Maffays „Bienensong“. Danach gab der Chor die Bühne frei für Soloauftritte. Klara Kästner rief das von Norman Gimbel und Richard Fox vor mehr als vier Jahrzehnten geschriebene Lied „Killing me softly“ in Erinnerung. Im Duett sangen Jäcki Schröder und Josi Timmermann „Wherever I go“. Pia und Nele König vertanzten in ihrem kurzen Ballettauftritt Tschaikowskys märchenhaftes „Panorama aus Dornröschen“.

Der stellvertretehde Bürgermeister Engelbert Bikowski zeigte sich zutiefst beeindruckt von dem musikalischen Können der Gesamtschüler. Foto Scheffler
Der stellvertretehde Bürgermeister Engelbert Bikowski zeigte sich zutiefst beeindruckt von dem musikalischen Können der Gesamtschüler. Foto Scheffler

20 Jungen und Mädchen der Klasse 5 b, die als Bläserklasse im vergangenen Jahr ihre schulische Laufbahn an der Gesamtschule begannen, konnten nach ihrem ersten Auftritt beim „Tag der offenen Tür“ diesmal vor großem Publikum beweisen, welch enorme Lernfortschritte sie unter Anleitung ihres Musik- und Klassenlehrers Eddi Möllmann gemacht haben. Für ihr Set mit acht kleinen Stücken ernteten die Kinder tosenden Applaus. In den Kanon „Zwei kleine Wölfe“, den Gabi Klammert-Apfelbeck am Klavier begleitete, wurden auch die Zuhörer mit einbezogen.

Pia und Nele König vertanzten in ihrem kurzen Ballettauftritt Tschaikowskys märchenhaftes „Panorama aus Dornröschen“. Foto Scheffler
Pia und Nele König vertanzten in ihrem kurzen Ballettauftritt Tschaikowskys märchenhaftes „Panorama aus Dornröschen“. Foto Scheffler

Nach der Pause, in der die Besucher vom Jahrgang zwölf bewirtet wurden, besang im kühlen Schermbeck der Forderkurs Musik des Jahrgangs 5 im Samba-Rhythmus „Das sonnige Land“. Leonard Cohens „Halleluja“ und Amelie Beckers beeindruckende Interpretation von Ausschnitten aus Mozarts Klavierkonzert Nummer eins ergänzte Lea Gertig um das Lied „A moment like this“ der US-amerikanischen Sängerin Kelly Clarkson. Katharina Schriefers rundete als Solistin mit „True Colors“ ein Programm mit enormer Bandbreite ab, an dessen Ende alle gemeinsam musikalisch bekannten:„We are the world.“

„Ich bin stolz auf solche Schüler“, zollte Lehrer Peter Grotendorst allen Sängern, Instrumentalisten und deren Lehrern sehr viel Lob. An Peter Apfelbeck gerichtet, ergänzte Grotendorst: „Sie haben das musikalische Profil an unserer Schule gestaltet wie kein anderer.“ H.Sch.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

1 KOMMENTAR

  1. Es war wirklich ein gelungener Abend, auch wenn man vielleicht als Vater einer Akteurin nicht ganz objektiv ist. Das Programm, die Stimmung, die Qualität und natürlich das Schermbeck Lied haben schlicht begeistert.
    Ich wünsche mir, dass alle Akteure weiter so engagiert arbeiten.
    Herzlichen Dank noch einmal!
    Ralph Brodel

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