Drei Welten treffen aufeinander – Schermbeck, Kolumbien und China.

Bürgermeister Mike Rexforth und Ulrich Stiemer, Chef der CDU, begrüßten am Mittwoch die Austauschschüler Yue (17 J.) aus China und Maria (17. J.) aus Kolumbien mit ihren Gastfamilien Andrea und Frank Große Brinkhaus sowie Familie Estorff, mit Britt, Gregor und Gastschwester Frieda im Rathaus.

ASF Austauschschüler in Schermbeck

Mit dem Schüleraustausch sei ein weiterer Baustein getreu dem Motto „Schermbeck ist bunt“ in diese Richtung gelegt, findet Bürgermeister Mike Rexforth.

Botschafter

Seit einigen Jahren unterstützt die Gemeinde Schermbeck den Schüleraustausch weltweit „Wir sind froh, dass auch in diesem Jahr sich wieder Gastfamilien aus Schermbeck gefunden haben, die Jugendliche für einige Monate bei sich beherbergen“, so Mike Rexforth. „Die Schüler sind die Botschafter, die später in die Welt hinausgehen und Schermbeck mit in ihrem Herzen tragen“.

Gleichzeitig sind Yue und Maria auch Botschafter für ihr Land in Schermbeck. Sie berichten über ihre Heimat, die Lebensgewohnheiten und Kultur.

Das Schermbecker Ehepaar Große Brinkhaus aus Schermbeck vermittelt seit mehreren Jahren Schüler aus aller Welt über den internationalen Schüleraustausch ASF. Sowohl für die Jugendlichen, aber auch für die Gasteltern ist dies immer eine völlig neue Erfahrung, die beide Seiten meistern müssen.

ASF Austauschschüler in Schermbeck
Andrea Große Brinkhaus, Hosting Koordinator, mit ihrer Austauschschülerin MariMaria aus Kolumbien und Yue aus China

Beide Ausstauschüler besuchen die Gesamtschule Schermbeck. Für Yue sei das Leben hier in Schermbeck „wunderbar“ und vor allem „sehr entspannt“.

Wunderbar und entspannt

Das Wort „wunderbar“ stamme, wie er schmunzelnd erklärt, von seinem Gastvater Frank. Es umschreibe genau die Gefühle, die derzeit der 17-Jährige in Schermbeck habe.

Yue komme eigentlich aus einer Kleinstadt, so wie Schermbeck, wie er sagt. Gemeint damit ist aber eine Stadt mit rund 2,5 Mio. Einwohner. Dort lebe er mit seiner Familie in einem Appartement. Ein Grund, dass Yue verrückt nach gegrilltem Fleisch sei.

„Grillen in China gibt es so nicht. Höchstens in Restaurants, aber dafür haben wir keine Zeit“, erzählt Yue.

Sechs Tage Schule

Schuld daran sei das straffe Programm in der Schule: Sechs Tage die Woche, immer von sieben Uhr morgens bis 22 Uhr abends findet dort der Unterricht statt. „Wenn ich dann nach Hause komme, muss ich meine Hausaufgaben machen. Damit bin ich dann meistens erst nachts zwischen zwei und drei Uhr fertig. Den Rest erledige ich dann sonntags. Da habe ich schulfrei“.

Kein Wunder also, dass Yue das Leben in Schermbeck als „entspannt“ ansieht. Mittlerweile hat Yue mehr 100 Freunden in seiner Kontaktliste. Das seien doppelt so viele, wie in seiner Heimat. „Für chatten und telefonieren fehlt mir in China einfach die Zeit. Hier ist das anders“.

Langeweile hat der junge Mann jedoch nicht. Er spielt im Blasorchester der Gesamtschule und ist aktiv bei den Pfadfindern. Was er später gerne beruflich machen möchte, weiß Yue noch nicht genau.  Entweder etwas mit Maschinenbau oder Musiker.

Nette Menschen

Marie kommt aus der Hauptstadt Bogota. „Aus einer Hauptstadt direkt aufs platte Land“, wie sie sagt. Die Kolumbianerin mag aber nicht nur das Essen, sondern auch die Menschen. In den rund sechs Monaten habe sie schon viele neue Freunde gefunden.

„Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn sich viele Leute aus Schermbeck mit Andrea Große Brinkhaus in Verbindung setzen und sich ebenfalls als Gastfamilie dazu bereit erklären, Austauschschüler aufzunehmen“, so Bürgermeister Rexforth.

Kontakt:

AFS-Interkulturelle Begegnungen e. V.
Andrea Große Brinkhaus, Tel.: 0178 168 59 79 oder Email: [email protected]

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