Schermbecker Gesamtschüler waren Gastgeber für polnische Schüler

Schermbeck  Zehn polnische Schüler des „Marie-Curie-Lyceum“ im polnischen Lublin genossen eine Woche lang ihren Deutschland-Besuch im niederrheinisch-westfälischen Grenzstädtchen Schermbeck.

Die Schüler und ihre Austauschpartner in der Gesamtschule wurden am Montag von Berthold Schmeing im Begegnungszentrum begrüßt und bewirtet. Im Rahmen eines Lichtbilder-Vortrags stellte Schmeing den Gästen die Sehenswürdigkeiten der rund 14 000 Einwohner zählenden landwirtschaftlich genutzten Flächengemeinde vor. Die ausgewählten Bilder ermöglichten einen guten Einblick in die gemeindliche Infrastruktur, ihre wirtschaftliche Nutzung und vielfältigen Freizeitaktivitäten.

Auch die polnischen Schüler stellten im Rahmen einer Foto-Präsentation ihre Stadt vor und gaben dabei jenen Schermbecker Gesamtschülern einen Vorgeschmack auf ihren Gegenbesuch, den sie im Jahre 2014 kurz vor Ostern antreten werden. Die Übersetzung der wechselseitigen Berichte übernahm die stellvertretende Schulleiterin Maryla Skublewska. Zum Abschied gab es vor der Fahrt zum Weezer Flughafen einen Bildband und ein paar Broschüren als Erinnerung an wunderschöne Tage in Schermbeck.

So wie bei Ula Wisniewska und Kathrin Einhaus-Bergmann (im Vordergrund) sind auch zwischen den übrigen Schülern aus Schermbeck und Lublin während der vergangenen Woche Freundschaften gewachsen. Foto Scheffler
So wie bei Ula Wisniewska und Kathrin Einhaus-Bergmann (im Vordergrund) sind auch zwischen den übrigen Schülern aus Schermbeck und Lublin während der vergangenen Woche Freundschaften gewachsen. Foto Scheffler

Einen Teil der im Bildband gezeigten Sehenswürdigkeiten kannten die polnischen Gäste schon von Spaziergängen an den ersten Tagen. Am Montag trafen die 16- bis 18-jährigen Schüler und die Lehrerinnen Maryla Skublewska, Eliza Dziuba und Barbara Sieminska in Schermbeck ein. Beim Rundgang durch das Schulgebäude am Dienstag entdeckten die Gäste auch Wandtafeln mit Fotos von früheren Begegnungen beider Schulen. Im Anschluss an eine vom Lehrer Ulrich Hülsmann geleiteten Gedenkstättenfahrt nach Maydanek entstand im Jahre 2006 die Partnerschaft. Seither gibt es jährlich ein Treffen zwischen den Schülern. In jedem zweiten Jahr kommen polnische Gäste. Von Beginn an wurden die Begegnungen vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk in Warschau finanziell unterstützt.

Zum Besuchsprogramm gehörten die Teilnahme am Unterricht und der Besuch des Jüdischen Museums in Dorsten ebenso wie Fahrten nach Münster, Köln und Essen, wo neben der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten auch Zeit zum Shopping blieb. Die Lehrer erlebten Samstagabend auf der Zeche Karl in Essen ein Konzert der Bigband der Uni Essen-Duisburg mit, in welcher der Gesamtschullehrer Eddie Möllmann auftrat. Den Sonntag verbrachten die polnischen Schüler in den Familien der Gastgeber.

„Meine Freundin Bianca hat mir viele interessante Dinge in Schermbeck gezeigt und wir haben uns gut amüsiert“, berichtete die 17-jährige Emilie. Vom Kleinstädtchen Schermbeck war sie ebenso beeindruckt wie die gleichaltrige Ewa. Beide waren sich einig, dass der Unterricht hüben und drüben ähnlich ist. Die viel gerühmte deutsche Pünktlichkeit habe man allerdings nicht feststellen können.

Schulleiter Norbert Hohmann verband seinen Dank an die Lehrer Ulrich Hülsmann und Anna Esters für die Organisation des Schüleraustausches mit der Hoffnung, dass sich die jetzt entstandenen Freundschaften in den kommenden Jahren noch vertiefen. Hohmann berichtete von bereits bestehenden langjährigen Kontakten. Die polnische Schülerin Olga, die inzwischen im vierten Studienjahr Germanistik studiert, unterhält noch heute regelmäßige freundschaftliche Kontakte zu ihrem ehemaligen Schermbecker Austauschpartner. H. Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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