Tag der offenen Tür an der Schermbecker Gesamtschule war gut besucht

Das breite Spektrum schulischer Darbietungen der einzelnen Klassen und Fachschaften konnte im Rahmen eines Tages der offenen Tür am Samstag in der Gesamtschule besichtigt werden.

Mit einem musikalischen Ständchen der Bläserklasse 6b wurden die Besucher in der Aula begrüßt, bevor Schulleiter Norbert Hohmann zu einem Rundgang durch die Schulgebäude einlud.

Der Tag der öffnen Tür begann in der Aula mit einer musikalischen Begrüßung durch die Bläserklasse 6b. Foto: Helmut Scheffler

Die Gesamtschule demonstrierte in eindrucksvoller Weise eine ihrer originären Aufgaben, nämlich Bildungsinhalte schülergemäß zu erarbeiten und für jedermann verständlich zu präsentieren. Das war wieder ein Tag, in dessen Verlauf es der 28-jährigen Gesamtschule überzeugend gelang zu zeigen, dass an der Schlossstraße engagierte Lehrer mit einer guten fachlichen Ausstattung methodenreich unterrichten.

Leibliche Wohl

Alle Schüler waren im Verlauf des Vormittags zumindest eine Zeitlang beteiligt. Für das leibliche Wohl sorgten die Schülervertretung und das Mensa-Team. Das Hauswirtschaftsteam verwöhnte in der Weihnachtsbäckerei die Besucher mit Vanille-Kipferln und präsentierte Unterrichtsmaterialien für alle Bereiche der Ernährung zur Verfügung.

In allen Gebäuden konnte man sich über Unterrichtsinhalte informieren. Wegen der großen Fülle der Darbietungen konzentrieren wir uns in diesem Jahr auf die Naturwissenschaftler, die mit ihren Experimenten viele Besucher anzogen.

Physik-Fachschaft

Vier Lehrer der Physik-Fachschaft hatten Stationen aufgebaut zu den Themenbereichen Elektrik, Optik, Mechanik und Astronomie. An der Gesamtschule wird Physikunterricht in den Klassen 5, 7, 9 und in der Oberstufe erteilt.

Im Informatikraum wurden programmierte Lego-Roboter gezeigt, die selbstständig Aufgaben lösen können. Foto: Helmut Scheffler

Lehrerin Bianca Sadowski informierte über das Projekt „Jugend forscht“, an dem sich die Gesamtschule bereits siebenmal erfolgreich beteiligte. Auch gegenwärtig bereiten sich Neunt- und Zehntklässler mit ihren Lehrerinnen Stephanie Herbstritt und Bianca Sadowski auf den nächsten Wettbewerb vor. Jedes Team muss in Marl sein Projekt etwa zehn Minuten lang vorstellen und den fachlich versierten Juroren Rede und Antwort stehen.

Zu den naturwissenschaftlichen Experimenten im Fach Biologie, die von den Jahrgängen 9 und 10 unter Anleitung von Marian Depker und Lisa Nordmann präsentiert wurden, gehörten die Herstellung von Brausepulver und die Erklärung des Rückstoßprinzips bei Kraken, Quallen und Garnelen.

Innere einer Zelle

Schüler der EF 2 begeisterten unter Leitung von Claudia Brandt und Sven Merkelbach jüngere Schüler für das Fach Biologie. Mit Mikroskopen ermöglichten sie Blicke auf das Leben in einem Wassertropfen und ins Innere einer Zelle des menschlichen Körpers. Wie vielfältig die Themen im Fach Biologie in der Oberstufe sind, demonstrierten die Lehrerinnen Rita Kersting und Katja Vollmark mit Schülern der EF und Q2. Im Rahmen des Biologie-Unterrichtes sollen auch die Umfrage-Ergebnisse ausgewertet werden, welche die Jungen und Mädchen der Klasse 6e zum Thema „Rauchen“ starteten.

Lehrerin Bianca Sadowski (r.) informierte die Besucher über das Projekt „Jugend forscht“. Foto: Helmut Scheffler

Der Chemie-Kurs der EF-Stufe bewies mit seinem Lehrer Torsten Ahr, dass man Schiffe mit einem Natrium-Stückchen versenken kann. Schüler der SEK 1 luden mit ihrem Lehrer Markus Weiße zu Versuchen zum Mitmachen ein. Sie bewiesen experimentell, dass die Bezeichnungen Rotkohl und Blaukraut für dasselbe Produkt durchaus richtig sind.

Einblick in das Fach Technik

Zehntklässler gewährten unter Leitung ihrer Lehrer Andreas Wirtz, Christian Rohmert und Henning Henze einen Einblick in das Fach Technik. Zum praktischen Teil gehörte der Bau von Würfeln aus Holz. Eine Ausstellung zeigte die Lerninhalte des Faches Technik in den Jahrgängen 5, 7 und 10.

Mit ihren Lehrern Robert Klemm und Stefan Thein zeigten Schüler im Informatikraum programmierte Lego-Roboter, die selbstständig Aufgaben lösen können.

„Café de Paris“

Im Rahmen von Führungen, welche von den Lehrern Heike Ahr, Sabina Wichmann, Felix Weber und Peter Grotendorst geleitet wurden, lernten die Besucher auch die vielfältigen Angebote der geisteswissenschaftlichen Fächer kennen. Das reichte von der Erstellung eins lyrischen Kalenders im Fach Deutsch und einem Wahlstudio im Fach Politik über das „Café de Paris“ im Fach Französisch bis hin zur Herstellung von Christmas cards im Fach Englisch und zur Präsentation von Arbeitsergebnissen in den Fächern Geschichte und Niederländisch.

Inklusion im Schulbereich

Über den Unterricht in einzelnen Fächern hinaus hat die Gesamtschule viel zu bieten. Q1-Schüler Ruben Schmidt informierte über den fairen Handel von Produkten, die in Familienbetrieben in der Dritten Welt hergestellt werden. Von den Klassen 9a und 9b erfuhren die Besucher, was Inklusion im Schulbereich bedeutet. Der Schulsanitätsdienst zeigte unter anderem Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Streitschlichter stellten ihre Arbeit vor. In der Bibliothek wurde über das Konzept zur Berufswahlvorbereitung und über den Ganztag informiert.

Ein Gang zur benachbarten Dreifachturnhalle lohnte sich. Auf dem Weg dorthin konnte man die Baustelle zur Umgestaltung des Schulhofes besichtigen. In der Turnhalle lud der Jahrgang sieben zu einer Akrobatik-Show und zu einem Fußballturnier ein.

Faltblätter informierten über die Anmeldetermine in der Zeit vom 3. bis 7. Februar 2018. H.Scheffler

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Heimatreporter

Unter der Artikel-Kennzeichnung „Heimatreporter“ postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck.
Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks „Radio Kreis Wesel“, darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des „Schermbecker Schaufenster“. Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den „Rheinland-Taler“ des Landschaftsverbandes Rheinland.

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