Günther und Ingeburg Heyne sind seit 50 Jahren verheiratet

Zu gerne hätten Günther und Ingeburg Heyne als tanzbegeisterte Dammer heute ihre goldene Hochzeit im Stile ihrer Silberhochzeit am Voshövel gefeiert, aber das Coronavirus zwingt zur Gratulation im kleinen Kreis.

Im ehemals selbstständigen Schermbecker Ortsteil wuchs Günther Heyne auf. Dort ging er zur Schule; im elterlichen Betrieb erlernte er den Beruf eines Karosseriebauers. Bis auf einige Jahre in Fremdbetrieben, seines Wehrdienstes in Borken und der Zeit des Besuches der Meisterschule in Kaiserslautern blieb der Jubilar seinem Heimatort bis heute treu.

Ingeburg und Günther Heyne sind seit 50 Jahren verheiratet. Foto: Helmut Scheffler
Ingeburg und Günther Heyne sind seit 50 Jahren verheiratet. Foto: Helmut Scheffler

Auf der anderen Seite der Lippe wuchs Ingeburg Diederichs im Gahlener Heisterkamp auf. Nach dem Besuch der Gahlener Volksschule im heutigen Gemeindehaus an der Kirchstraße erlernte sie den Beruf einer Einzelhandclskauffrau im Gahlener Edeka-Geschäft von Benninghoven-Strauch.

„Er stand da mit seiner ganzen Clique“, erinnert die Jubilarin an eine Fahrradtour zur Drevenacker Kirmes, ohne zu ahnen, dass der Ort jenseits der Lippe und im Nachbarkreis Rees zur Schmiede ihres weiteren Lebensglückes werden könnte. Die beiden fanden sich von Beginn an sympathisch und freuten sich deshalb umso mehr, als sie sich nach fast einem Jahr zufällig ein zweites Mal trafen.

Im Schermbecker Standesamt schlossen die Gahlenerin und der Dammer vor dem Beamten Brücker am 20. Juli 1971 den Bund fürs Leben, einen Monat nach Günther Heynes bestandener Meisterprüfung vor der Handwerkskammer der Pfalz.

Die kirchliche Trauung fand am 18. August 1971 in der Drevenacker Dorfkirche statt. Fahrnachbar Bärleken brachte das junge Paar anschließend zur damaligen Gaststätte Cappell an der Weseler Straße, wo die grüne Hochzeit gebührend gefeiert wurde. Zwei Steinwürfe entfernt lebte das Paar in einer Wohnung im Elternhaus des Bräutigams an der Rittstege 3. Mit ihren beiden Kindern Daniela und Carsten bezogen Ingeburg und Günther Heyne im Jahre 1979 das eigene Haus neben dem Elternhaus.

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Die erlebnisreichen 1970er-Jahre endeten 1979 mit der Übernahme des väterlichen Betriebes, der im Jahre 1937 von Fritz Heyne gegründet worden war. Hausbau, die Erziehung zweier Kinder und die Übernahme eines Betriebes bescherten ein Arbeitspaket, das nur bewältigt werden konnte, weil beide Jubilare die Arbeit nicht scheuten und Ingeburg Heyne auch typische Arbeiten von Unternehmerfrauen in Familienbetrieben übernahm.

Der Bootssport wurde im Jahre 1979 zum Ausgleich für den arbeitsreichen Alltag. Das blieb auch so nach der Übergabe des Betriebes „Karosserie Heyne GbR“ an Sohn Carsten zum 1. Januar 2011. Seit 1988 steht das eigene Schiff in Emmerich, von wo aus das Ehepaar regelmäßig Fahrten in die Niederlande startet.

Vor der Hochzeit nutzten Ingeburg und Günther Heyne die sportlichen Angebote ihrer Heimatgemeinden. Die Jubilarin war aktive Tischtennisspielerin und Leichtathletin beim TuS Gahlen, der Jubilar leitete die Jugendabteilung der Schießgruppe des Schützenvereins Damm und beteiligte sich an den Fahrten des Motorsportclubs Damm.

Als Ehepaar entwickelten sich die Jubilare zu Fans des Dammer Schützenvereins. Günther Heyne regierte die Dammer Schützen im Jahre 1989 mit Irma Althoff. 14 Jahre später bestieg Ingeburg Heyne mit Udo Müller den Dammer Schützenthron.

Den Glückwünschen der beiden Kinder Daniela und Carsten und des Enkels Ben schließt sich unsere Zeitung gerne an mit den besten Wünschen für den nun beginnenden gemeinsamen Weg zur diamantenen Hochzeit. Helmut Scheffler

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.