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BUND NRW fordert konsequenten Schutz für Wölfin Gloria

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Ein Abschuss der Wölfin Gloria von Wesel sei sinnfrei, sagt der BUND NRW

In einer Pressemitteilung zu Weihnachten fordert der Bund NRW auf seiner Internetseite erneut den konsequenten Schutz für Wölfin Gloria und das gesamte Wolfsrudel im Kreis Wesel.

„Wer den Abschuss von Gloria fordert, ignoriert die Rechtsgrundlage und die wissenschaftliche Faktenlage, ist insofern rein populistisch unterwegs“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht.

Bereits im Januar 20202 sprach sich der BUND NRW anlässlich eines Antrags eines Schäfers auf Abschuss der Wölfin GW954f, gegen die Erteilung einer Abschussgenehmigung und für Alternativen aus. „Die Umsetzung von Alternativen ist rechtlich bindend. Eine mögliche Alternative ist die Vergrämung des Wolfes“, sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND seinerzeit.

Keine Ausnahmesituation

Und auch diesmal gäbe es tatsächlich bislang keine Nachweise dafür, dass ein Wolf wiederholt die erforderlichen Herdenschutzeinrichtungen überwunden hätte, heißt es am 25.12.2020 vonseiten Bund NRW. Außerdem fehle die gesetzlich erforderliche Alternativen Prüfung, zu welcher beispielsweise der Einsatz von Herdenschutzhunden zähle. Daher gelte keine Ausnahmesituation vom strengen Schutz gemäß Bundesnaturschutzgesetz.

Laut BUND liege die Ursache der Konflikte in der Region in der mangelnden Bereitschaft, die kostenfreien Herdenschutzmaßnahmen des Landes in Anspruch zu nehmen.

Keine ausreichenden Herdenschutzmaßnahmen

Der BUND stellt fest, dass anhand einer Aufstellung des Landesumweltamts (LANUV NRW) vom 2. Oktober gezeigt habe, dass in neun von zehn Fällen aus August 2020, bei welchen die Wölfin Gloria als Verursacherin identifiziert werden konnte, keine ausreichenden Herdenschutzmaßnahmen vorlagen. Herdenschutzhunde seien in keinem der Fälle eingesetzt worden, bemängelt der BUND weiter.

„Solange zu wenige und nicht umfassende Herdenschutzmaßnahmen umgesetzt werden, werden sich die Übergriffe auf Weidetiere dauerhaft wiederholen, egal von welchem Wolf“, sagte Sticht. Daher sei ein Abschuss von Gloria sinnfrei.

Der BUND NRW verweist darauf, dass mit 1,20 m hohen Elektrozäunen und Herdenschutzhunden, die über die Förderrichtlinie Wolf des Landes kostenfrei in Anspruch genommen werden können, Übergriffe dauerhaft vermieden und Konflikte zwischen Weidetierhaltern und Wolf gelöst werden können.

Nach dieser Mitteilung kündigten die langjährigen Gründungsmitglieder der Ortsgruppe Schermbeck Margret und Christoph Dorr ihre Mitgliedschaft im BUND NRW mit sofortiger Wirkung (wir berichteten).

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