Gahlener CDU-Ortsverband befasste sich mit der Besetzung der Kommunalwahlbezirke

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Gahlen wurden am Donnerstagabend in der Gaststätte „Zur Mühle“ die Kandidaten für die beiden Kommunalwahlbezirke gewählt.

Im Rahmen der CDU-Gemeindeverbandsversammlung im Juni wird abschließend über die Kandidatur entschieden.

André Rademacher (l.) und Egon Stuhldreier (r.) kandidieren in den beiden Gahlener Kommunalwahlbezirken. Foto: Helmut Scheffler

Im Wahlbezirk 12 (Heisterkamp) kandidiert der bisherige Kandidat Wilhelm Hemmert-Pottmann nicht mehr. „Ich halte es für gut, wenn jüngere Leute antreten“, begründete er seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. 1999 kandidierte er erstmals erfolgreich im Heisterkamp und wurde Ratsmitglied der Gemeinde Schermbeck.

Seit 1999 ist Hemmert-Pottmann ununterbrochen Ratsmitglied. Derzeit ist er Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, im Wahlausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss. Der CDU gehört Hemmert-Pottmann seit 1972 an. Im Jahre 2006 übernahm er von Antonius Jansen den Vorsitz im Ortsverband Gahlen.

Im Rahmen einer geheimen Wahl wurde André Rademacher einstimmig zum Nachfolger Hemmert-Pottmanns im Wahlbezirk 12 gewählt. Der 44-jährige Kriminalbeamte ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2014 gehört er der CDU an.

2015 wurde er Beisitzer im CDU-Ortsverband Gahlen. Seit 2016 ist er Beisitzer im Gemeindeverband und seit 2017 Mitgliederbeauftragter. Zu seinen Hobbies gehört das Laufen und das Fußballspielen bei den Alten Herren des TuS Gahlen. „Ich habe in Gahlen eine gute Kinder- und Jugendzeit erlebt“, nannte Rademacher als wichtigen Motivationsgrund für seine Kandidatur und für seine Bereitschaft, sich für die künftige Gestaltung und Entwicklung des Lippedorfes einzusetzen. Zum persönlichen Vertreter des Kandidaten im Wahlbezirk 12 wurde Wilhelm Hemmert-Pottmann gewählt.

Im Wahlbezirk 13 (Besten) kandidierte erneut das Ratsmitglied Egon Stuhldreier. Der 61-jährige Leiter eines Bestener Milchviehbetriebes gehört dem Schermbecker Gemeinderat seit 2004 an. Im CDU-Ortsverband Gahlen ist er stellvertretender Vorsitzender. „Mein Herz schlägt für Gahlen und wir haben als CDU viel für Gahlen erreicht“, begründete Stuhldreier seine erneute Kandidatur. Seine Bereitschaft über Parteigrenzen hinaus mit allen Bürger gemeinsam Lösungen für Gahlener Probleme zu suchen, wird in Gahlen ebenso gewürdigt wie seine unermüdliche fehlende Scheu, Kritik an Fehlentscheidungen des Kreises Wesel und der Bezirksregierung in Münster und Düsseldorf in Sachen Ölpellets-Skandal auf dem „Mühlenberg“ der Firma Nottenkämper im Gahlener Heisterkamp zu üben. Stuhldreier gehört von Beginn an zum Gahlener BürgerForum und wird dort als jemand gewürdigt, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

Als persönlicher Vertreter Stuhldreiers im Wahlbezirk 13 wurde in Abwesenheit Frank Abelt gewählt.

Kindergarten-Situation in Gahlen

Als neuer Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion berichtete Rainer Gardemann über die Entwicklungen im Grundschulbereich und dann vor allem über die Gahlener Infrastruktur. Beratungsbedarf sieht Gardemann bezüglich der Kindergarten-Situation in Gahlen. Der einzige Gahlener Kindergarten bietet nur Betreuungen für 25 bzw. 35 Stunden pro Woche an. Das sei aber nicht mehr zeitgemäß. „Heutzutage“, so Gardemann, „sind 45 Wochenstunden stark gefragt. Ich halte es für ein Problem, wenn das nicht auch in Gahlen angeboten wird.“

Baugebiet an der Kirchstraße

Bei der Besprechung des neuen Baugebietes an der Kirchstraße gab es unterschiedliche Auffassungen. Gardemann berichtete von neun vergebenen Bauplätzen. Es gebe zwar eine Warteliste, so Ratsmitglied Heinz Hemmert, aber es seien noch keine Bauplätze vergeben. Die seit geraumer Zeit bestehende Sperrung der L 104 und der daraus entstandene Umleitungsverkehr haben nach Mitteilung Egon Stuhldreiers zu starken Schäden an den Straßen „Hoher Berg“ und Kuhweg geführt. Die Banketten seien völlig zerstört. Auf einen weiteren negativen Effekt des Radwegbaus verwies Stuhldreier. Die Baufirma habe Dränagen der nahen Felder einfach gekappt. Gardemann versprach, in der kommenden Woche mit der Gemeindeverwaltung über Lösungen der Probleme zu beraten. H.Sch.

Vorheriger ArtikelKein Zuspruch für das Logo – Grüne lehnen Entwurf ab
Nächster ArtikelKanu-Anlegestelle soll neu geplant werden
Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.