Auszeit am Kreisverkehr im Herzen von Altschermbeck – Kreisverkehr und Bildstock wird von der Kiliangilde Altschermbeck neu gestaltet

Bei Kiliangilde Altschermbeck geht es in letzter Zeit nicht nur darum, Unkraut zu zupfen, den Kilian-Bildstock auf Hochglanz zu bringen, oder den Festplatz vom Unrat zu befreien. Ihre Aktion ist weit mehr und hoch ambitioniert: Sie möchten ein eigenes Bewässerungssystem, Elektrizität am Kreisverkehr, sowie Sitzmöglichkeiten am Bildstock schaffen. Und auch sonst steht noch einiges an Arbeiten an.

Am Samstag war wieder Arbeitseinsatz am Bildstock angesagt. Hier ging es erneut wieder so richtig „zur Sache“, mit Bagger und Schaufel.

Kiliangilde Altschermbeck
Eine kleine Pause legten der Vorstand und Offiziere der Kiliangilde Altschermbeck am Samstagnachmittag vor dem Bildstock am Kreisverkehr ein. Foto: Petra Bosse

Ärger mit dem Kreisverkehr

Seit Wochen sind die Vorstandsmitglieder, Offiziere und Thron am Kreisverkehr an der Freudenberger Straße im Einsatz. Der Kreisverkehr sorgte regelmäßig, was das Aussehen anbelangte, für Ärger. Das gefiel den Schützen gar nicht. Deshalb hatten die Altschermbecker Schützen sich seiner angenommen und ihn in jüngster Vergangenheit regelmäßig gepflegt. Nun gehen sie sogar noch einen Schritt weiter.

Als sie auf das LEADER-Programm Lippe-Issel-Niederrhein für Strukturentwicklung ländlichen Raum erfuhren stand für den Vorstand fest: Da machen wir mit. Das Förderprogramm unterstützt Kleinprojekte im ländlichen Raum. Der Altschermbecker Schützenverein erhielt den Zuschlag in Höhe von rund 12.000 Euro, um hier das Projekt „Auszeit am Kreisverkehr im Herzen von Altschermbeck“ in eigener Regie umzusetzen.  

Kreisverkehr Freudenberger Straße
Die Wasser- und Stromleitung wurde vor einer Woche zum Kreisverkehr verlegt.

Wasser- und Stromleitungen

Die zwingende Bedingung der Förderung sei laut Präsident Gregor Zens, dass von der Infrastruktur Wasser- und Stromleitungen sowohl am Kreisverkehr als auch am Bildstock gelegt werde, um damit den Kreisverkehr zu beleuchten und die Pflanzen gegossen und gepflegt werden können.

Seit gut einer Woche haben die Schützen auch die entsprechenden Leitungen verlegt. Vom Konzept her soll eine Vorrichtung im Kreisverkehr geschaffen werden, dass dort später Kilian Fahne zum Schützenfest aufgestellt werden kann. Aber auch einen Weihnachtsbaum, der beleuchtet oder einen Maikranz, je nachdem was die Gemeinde vorhat hat, soll dann dort installiert werden. Das alles soll auf einer leichten Erhöhung stehen, mit verschieden Pflanzarten sowie drei Sumpfeichen als kleine schöne Baumarkten, eingerahmt werden.

Bänke und Tisch am Bildstock

Das gleiche Bild spiegelt sich dann auch am Bildstock wider. Hinzukommen sollen dort, neben Bänke und Tisch, eine Info-Tafel mit Informationen über Altschermbeck, der Altschermbecker Schützengilde sowie zum heiligen St. Kilian. Als Blickfang wird ein großer Granit-Marmor-Betonblock mit dem Wort, groß und sehr prägnant, „Altschermbeck“ noch sichtbar aufgestellt. Alles soll entsprechend, inklusiv der Bäume, beleuchtet werden. Ein zentraler Punkt, wo hier zukünftig auch eine kleine Pause von Radfahrern und Wanderern, die an dem Kreisverkehr vorbeikommen, eingelegt werden kann.

Vorstand-Kilian-Schützengilde-Altschermbeck
Wer will fleißige Handwerker sehen? Die Arbeiten am Bildstock schreiten zügig voran.

9000 Fahrzeuge täglich

Das gute Aussehen des Kreisverkehrs ist den Schützen wichtig. Allein schon vor dem Hintergrund, dass dieser ein ‚Hinkucker‘ im Eingangsbereich des Ortes ist, da laut der kürzlich Erhebung der Verkehrssituation festgestellt wurde, dass rund 9000 Fahrzeuge aus Dorsten Richtung Schermbeck kommend am Kreisverkehr Freudenberger Straße vorbeikommen. Das sei laut Aehling innerörtlich die meistfrequentierte Stelle von Fahrzeugen, außer der B58 außerörtlich, in Schermbeck. „Deshalb muss es auch hier ordentlich aussehen“, so Jürgen Aehling.

Da alles mittlerweile so gut und zügig gelaufen ist, gehen die Schützen davon aus, dass die Arbeiten bis November abgeschlossen sind. Das muss es auch allein der Fördermittel wegen, denn diese laufen Ende November aus.

Nicht ohne Stolz berichtet Aehling, dass die komplette Planung allein aus der Feder der Altschermbecker Schützen, mit Unterstützung von Bekannten und Freunden, stamme. „Wir sind da sehr breit aufgestellt“, fügt Aehling hinzu.