Mit Regen begann in Schermbeck der 26. Niederrheinische Radwandertag
Schermbeck Zu den Veranstaltungsorten auf 88 Fahrtrouten des 26. Niederrheinischen Radwandertages gehörte am Sonntag auch die Gemeinde Schermbeck. Die Tour 61 führte die Radler auf einer Gesamtlänge von 36,3 Kilometern durch eine abwechslungsreiche Landschaft.

Regenbekleidung
Die von August Krayenbrink und Ingrid Mügge geleiteten Nachwuchsbläser der Blaskapelle hatten schon auf dem Rathausplatz ihre Sitzplätze eingenommen und die Regenbekleidung der Radler steckte noch in den Satteltaschen, als die Verwaltungsmitarbeiter Berthold Große-Homann, Birgit Lensing und Regina Vahnenbruck den ankommenden Fahrtteilnehmern an offenen Tischen das Informationsmaterial für die Strecke Schermbeck – Haus Esselt – Hamminkeln – Schermbeck übergaben. Doch dann öffnete Petrus die Schleusen, sodass die ersten Radler einen nassen Start erlebten. Erst am frühen Nachmittag konnten die Regenjacken wieder verstaut werden.

81-jähriger Dammer Dieter Burre
Bis zum Mittag starteten am Schermbecker Rathaus etwa 50 Radler. Zu ihnen gehörte der 81-jähriger Dammer Dieter Burre, der sich vorgenommen hatte, sogar die Gesamtstrecke mit einer Länge von 63,4 Kilometer zurückzulegen. Mit derselben Absicht radelte der Schermbecker Peter Bena los.
Helmut und Anita Strenger, die erstmals an einem Radwandertag teilnahmen, entschieden sich für die kürzere Schermbeck-Strecke. Rolf und Almut Becker aus Bentheim wurden im Internet auf den Niederrheinischen Radwandertag aufmerksam und entdeckten, dass Schermbeck für sie am nächsten lag.

Berthold Große-Homann hatte in diesem Jahr eine neue Streckenführung ausgearbeitet und durch mehr als 200 Schilder markiert. Die früher übliche Markierung durch weiße Pfeile auf der Fahrbahn hatte die Kreispolizeibehörde verboten.
Naturschutzgebiet Lippeaue
Große-Homann hatte die Strecke so gelegt, dass im ersten Teil das Naturschutzgebiet Lippeaue berührt wurde und dass die Radler unterwegs dem Strommuseum in Damm und dem Privatmuseum „Das Alte erhalte“ der Familie Sondermann an der Marienthaler Straße einen Besuch abstatten konnten. Wer nur die kürzere Schermbeck-Route befuhr, konnte bei Pannebäcker, im Café Lühlerheide oder in der Dammer Gaststätte „Zum Fuchsbau“ eine Rast einlegen.

Richtung Südrand des Dämmerwaldes
Wer die Gesamtstrecke zurücklegte, kam am Otto-Pankok-Museum vorbei, fuhr westlich an Brünen und östlich an Ringenberg vorbei bis zur Ortsmitte von Dingden, bevor es über Nordbrock und durchs Venn an Gertendorf vorbei in Richtung Südrand des Dämmerwaldes zurückging. Über den Brüner Weg gelangten die Radler zum Schermbecker Rathaus zurück.

Eine weitere Neuerung gab es in diesem Jahr. Große-Homann, der selbst begeisterter Radrennfahrer ist, hatte in einigen Bereichen die Normalstrecke um eine mit „RR“ gekennzeichnete Strecke ergänzt. Das waren vor allem solche Strecken, die sich wegen des schlechteren Wegezustandes nicht für schnell fahrende Radler eignen.

31 Preise
Wer unterwegs zwei Stempel auf seiner Startkarte gesammelt hatte, konnte an einer Verlosung teilnehmen. 31 Preise um Gesamtwert von etwa 850 Euro warteten auf die Gewinner. Für die musikalische Untermalung sorgten die Jagdhornbläser. Die Kinder konnten auf einer Hüpfburg herumtoben.
Ein Grillwagen und die Schermbecker Zuckerbäckerin sorgten für das leibliche Wohl. Die abendliche Abschlussfeier nutzten Birgit Lensing und Regina Vahnenbruck, um an einem großen Stand die Gäste über die Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten im Schermbecker Raum zu informieren. Dazu gab es Karten und Tourismusbroschüren mit Informationen zu Schermbeck und seiner niederrheinisch-westfälischen Umgebung. H.Scheffler














































