Raesfeld. Nach einem festlichen ökumenischen Gottesdienst trafen sich die 70 Entlassschüler der Alexanderschule mit ihren Lehrern und Verwandten in der schuleigenen Turnhalle zur feierlichen Verabschiedung mit anschließender Verleihung der Zeugnisse. Als Moderatorin führte Birthe Hiltenkamp durch das Programm.

Mit ihrem Sketch „Wie an der Alexanderschule“, begrüßte die Theater-AG der neuen Gesamtschule Borken-Raesfeld die Besucher. Mit Lehrerin Dorothea Höll hatten die acht Fünftklässler eine Szene einstudiert, die Schule als einen äußerst langweiligen Ort charakterisierte. Für flotte Rhythmen sorgte das von Tim Baumeister und Miriam Tubes geleitete Schulorchester. Für die musikalische Untermalung der Feierstunde sorgte auch ein von Uli Cluse geleiteter Chor mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“.

Der Gesang Klassen 6 und 7 wurde vom Gitarrenspieler Michael Kruse begleitet. Viel Applaus gab es für das Schulorchester, das mit dem Vortrag von „Pachelbels Canon“ an das wohl populärste Werk des Barockkomponisten Johann Pachelbel erinnerte. Mit einem ABBA-Medley der Raesfelder Tanzteufel und mit einem Auftritt der von Romina Pilz geleiteten Tanzmariechen wurde das Programm abgerundet.

In der schuleigenen Turnhalle wurden am Freitagnachmittag die Entlassschüler der Raesfelder Alexanderschule verabschiedet. RN-Foto: Helmut Scheffler

Die Klassenlehrer Judith Dahlhaus, Nina Boermann und Tim Bittorf dankten allen, die dazu beitrugen, eine würdige Abschlussfeier zu gestalten. Ein besonderer Dank galt den Lehrern Birthe Hiltenkamp, Angelika Gudel und Marcus Selke, die als Klassenlehrer der jetzigen neunten Klassen die Organisation übernahmen.

Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Dieter Strothmann verband seine Grüße der Gemeinde Raesfeld und des Bürgermeisters Andreas Grotendorst mit einem Glückwunsch an die Entlassschüler und mit einem Ausblick auf deren weiteren Lebensweg, der für jeden einzelnen Schüler anders aussehen könne. „Nutzen Sie Ihr Wissen und Können, um Ihren weiteren Weg zu gestalten!“, empfahl Strothmann den Schülern, denen er deutlich machte, dass wegen der hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung und des demografischen Wandels gute Zukunftsaussichten bestünden. Die müssten jedoch mit persönlichem Engagement gepaart werden. Alles Gute für den künftigen Lebensweg wünschte auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Volker van Wasen.

„Rückwirkend werden uns vor allem unsere Freundschaften, Ausflüge und Klassenfahrten in Erinnerungen bleiben“, stellte Schülervertreterin Lea Gierig in ihrer Rede fest, nachdem sie sich bei den Lehrern und Eltern bedankt hatte. „Unsere Chemie- und Physikexperimente sind nicht immer planmäßig verlaufen“, fügte sie hinzu, während sich Lachen in der Halle breitmachte. „Wir sind stolz“, so Lea Gierig, „auf unsere Auszeichnung ´Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage`, die wir erhalten haben, weil sich 99,8 % von uns gegen jede Form von Gewalt und Diskriminierung einsetzen wollen.“

In seiner Rede verband Schulleiter Matthias Stroetmann seinen Dank an die Eltern, Lehrer und Mitwirkenden an der Abschlussfeier mit einem Dank an den syrischen Flüchtling Ahmad Ali für seine Vorbildfunktion.

Im Rahmen seiner schulstatistischen Angaben teilte Stroetmann mit, dass 38 Schüler weiterhin ein Schule besuchen möchten. 30 Schüler beginnen eine Berufsausbildung, zwei Schüler berufsvorbereitende Maßnahmen. Von den 70 Zehntklässlern erhielten 53 einen mittleren Schulabschluss. 25 von ihnen können sogar die gymnasiale Oberstufe besuchen.

Elf Schüler erhielten einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Für fünf Schüler gibt es Sonderformen des Abschlusses.

Nach der Übergabe der Zeugnisse wurden die Gäste zu einem Sektempfang eingeladen. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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