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Schermbeck | Sechs neue Ratsmitglieder vereidigt und Rückblick des Bürgermeisters

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Der neue Rat der Gemeinde Schermbeck mit Bürgermeister Mike Rexforth sowie den wiedergewählten ehrenamtlichen Stellvertretenden Ulrich Stiemer und Hildegard Franke.. Foto: Petra Bosse

Bei der konstituierenden Sitzung des Schermbecker Gemeinderates sind sechs neue Ratsmitglieder verpflichtet worden. Zugleich wurden die ehrenamtlichen Bürgermeister Ulrich Stiemer und Hildegard Franke einstimmig für weitere fünf Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Sechs neue Ratsmitglieder wurden bei der ersten konstituierenden Sitzung der Gemeinde Schermbeck durch den dienstältesten Fraktionsvorsitzenden Rainer Gardemann (CDU) vereidigt. Gardemann gehört seit 36 Jahren dem Rat an. In seiner kurzen Ansprache appellierte er an einen respektvollen Umgang und gemeinsame Lösungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. „Demokratie fängt vor allem in den Kommunen an“, sagte Gardemann.

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Die neuen Ratsmitglieder der Gemeinde Schermbeck
Die neuen Ratsmitglieder der Gemeinde Schermbeck. Foto: Petra Bosse

Die neuen Ratsmitglieder sind Marc Lindemann (CDU), Sebastian Püthe (CDU), Caeseryn Overkämping (Die Partei), Manuel Schmidt (Die Partei), Timo Görlitz (SPD) und Stefan Dürrbaum (BfB).

Eine erneute Vereidigung für Bürgermeister Mike Rexforth war nicht erforderlich, da er nach seiner Wiederwahl sein Amt ab 1. November 2025 nahtlos fortsetzt. Der Rat setzt sich nun aus 26 Mitgliedern zuzüglich des Bürgermeisters als Ratsvorsitzendem mit Stimmrecht zusammen. Die CDU bleibt weiterhin stärkste Fraktion im Schermbecker Gemeinderat.

Ebenfalls einstimmig für die nächsten fünf Jahre wiedergewählt wurden Ulrich Stiemer als erster stellvertretender Bürgermeister und Hildegard Franke (beide CDU) als zweite stellvertretende Bürgermeisterin.

Stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister Gemeinde Schermbeck 2025
Foto: Petra Bosse

Rückblick auf mehr als elf Jahre im Amt

Mit klaren Worten wandte sich Bürgermeister Mike Rexforth bei der konstituierenden Sitzung des Schermbecker Rates an die neuen und bisherigen Ratsmitglieder. In seiner Ansprache zog er eine persönliche Bilanz seiner bisherigen Amtszeit, sprach über Verantwortung, Herausforderungen und die Bedeutung von Zusammenarbeit und Vertrauen in der Kommunalpolitik.

Risiko und Verantwortung

Rexforth erinnerte daran, dass er mit seinem Amtsantritt vor elf Jahren ein sicheres Beamtenverhältnis aufgegeben habe. „Damals war es so, dass ich mit der Wahl meinen Status auf Lebenszeit verloren habe. Damit bin ich ein gewisses Risiko eingegangen, was die Zukunft angeht. Für fünf Jahre war klar, aber was danach kommt, weiß keiner.“

Kommunalwahlen seien, so Rexforth, immer Momentaufnahmen. „Vielleicht wird die Arbeit, die man investiert, am Ende nicht gewertschätzt. Es muss nicht viel passieren, ein kleiner Funke genügt, um ein Feuer zu entfachen.“ In Nordrhein-Westfalen habe man oft erlebt, dass sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister plötzlich großer Kritik gegenübersahen.

Glückwünsche für Mike Rexforth-Schermbeck-zur Wiederwahl 2025
Blumen und Glückwünsche zur Wiederwahl als Bürgermeister überreichte Gerd Abelt (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters). Foto: Petra Bosse

Herausforderungen der vergangenen Jahre

„Wenn ich auf die elf Jahre zurückblicke, die ich bislang als Bürgermeister hinter mir habe, dann gab es genügend Momente, die hätten reichen können, um bei einer Kommunalwahl Schiffbruch zu erleiden“, sagte Rexforth weiter. Die Zeit sei geprägt gewesen von großen Herausforderungen. „Corona, Flüchtlingskrise, Energiekrise, all das mussten wir gemeinsam bewältigen. Jede Bürgermeisterin und jeder Bürgermeister trägt in solchen Zeiten Verantwortung.“

Finanzielle Entscheidungen und Transparenz

Gleichzeitig habe Schermbeck eigene Themen gehabt, die die Gemeinde besonders gefordert hätten. „Die Diskussion über die Steuererhöhung war eine davon“, erinnerte sich Rexforth. „Wir mussten den Bürgerinnen und Bürgern erklären, warum wir diesen Schritt gehen. Obwohl wir viele Jahre durch schwere Zeiten gekommen sind, ohne an dieser Stellschraube zu drehen, war es irgendwann unausweichlich.“ Wichtig sei gewesen, die Hintergründe offen zu erklären und den Kurs beizubehalten. „Ich glaube, wir haben es geschafft, das den Bürgerinnen und Bürgern verständlich zu machen. Und vor allem muss man auch einmal das Visier hochklappen und vorangehen, wenn man weiß, dass es keine Entscheidung ist, die aus einem selbst verursachten Problem entsteht.“

Engagement für die Gemeinde

„Wir versuchen immer, das Bestmögliche für unsere Bürgerinnen und Bürger zu erreichen“, fuhr Rexforth fort. Elf Jahre intensiver Arbeit hätten ihn gelehrt, dass der richtige Zeitpunkt für eine Bilanz nicht kurz vor einer Wahl sei. „Bürgerinnen und Bürger merken sehr schnell, wie ein Mensch wirklich ist.“ Er habe in den vergangenen Jahren in allen Ortsteilen Präsenz gezeigt und den Dialog gesucht. „Mir waren die Sorgen, Ängste und Nöte der Menschen immer wichtig. Ich hatte stets ein offenes Ohr und habe versucht, Interessen abzuwägen und gute Lösungen zu finden.“

Wertschätzung für das Ehrenamt

Ein besonderer Dank galt dem Ehrenamt. „Es gehört dazu, den kleinsten Vereinen zuzuhören und den Ehrenamtlichen zuzuhören. Denn sie sind es, die einen großen Teil der Arbeit leisten, die unsere Gemeinde lebenswert macht.“ Diese Menschen seien es, so Rexforth, die dafür sorgten, dass Schermbeck so besonders sei. Er sei überzeugt, dass dieses Engagement von den Bürgerinnen und Bürgern erkannt und bei der Wahl honoriert worden sei. „Auch wenn ich drei Gegenkandidaten hatte, ist das Ergebnis von knapp 60 Prozent für mich ein herausragendes Zeichen des Vertrauens.“

Zusammenarbeit im Rat

Zur Zusammenarbeit im Rat erklärte Rexforth: „Es gab für mich keinen fühlenden Wahlkampf, weil die Kandidatinnen und Kandidaten, die angetreten sind, in erster Linie Partner waren.“ Die vergangenen Jahre seien von gemeinsamer Arbeit geprägt gewesen. „Wir haben die großen Themen besprochen, unangenehme Entscheidungen getroffen und sie den Bürgern erklärt.“

Politische Konkurrenz habe es zwar gegeben, aber kein Gegeneinander. „Wir haben nicht miteinander gekämpft, sondern miteinander gearbeitet“, sagte Rexforth. „Am Ende sitzen wir hier alle gemeinsam, in unterschiedlichen Funktionen, aber mit dem gleichen Ziel: uns für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen und das Beste zu erreichen.“

Blick in die Zukunft

Zum Abschluss richtete der Bürgermeister den Blick nach vorn. „Ihr müsst nicht meinen, dass ich müde bin und meine Zeit absitze“, sagte Rexforth. „Ich werde auch in den kommenden fünf Jahren mit ganzer Kraft für die Belange der Gemeinde eintreten und hoffe, dabei gesund zu bleiben.“ Er habe weiterhin Freude an der Aufgabe und sehe seine Verantwortung klar. „Ich freue mich darauf, die nächsten fünf Jahre genauso engagiert und fokussiert für das Wohl der Gemeinschaft zu arbeiten wie in den vergangenen elf Jahren.“

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