In Schermbeck wurden im Jahr 2024 insgesamt 20 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger eingebürgert – so viele wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Auch auf Landesebene verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 68.703 Einbürgerungen einen neuen Höchststand seit dem Jahr 2000. Der landesweite Anstieg um 34,2 Prozent im Vergleich zu 2023 steht im Zusammenhang mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts.
Entwicklung der Einbürgerungen in Schermbeck
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 18 Personen eingebürgert wurden, ist die Zahl in Schermbeck leicht gestiegen. In den Jahren davor bewegte sich die Zahl der Einbürgerungen meist im einstelligen Bereich – durchschnittlich zwischen fünf und sieben Personen pro Jahr. Eine ähnliche Größenordnung wie 2024 wurde zuletzt 2003 und 2004 mit jeweils 18 Einbürgerungen erreicht.
Gesetzesänderung vereinfacht Einbürgerung
Der Anstieg der Einbürgerungszahlen ist nicht nur in Schermbeck zu beobachten, sondern landesweit ein Effekt der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, die am 27. Juni 2024 in Kraft trat. Seitdem kann eine Einbürgerung bereits nach drei Jahren Aufenthalt erfolgen. Zudem ist nun die doppelte Staatsangehörigkeit möglich. Diese Änderungen erleichtern vielen Menschen den Zugang zur deutschen Staatsbürgerschaft – auch in kleineren Kommunen wie Schermbeck.
Herkunftsländer: Syrerinnen und Syrer an der Spitze
Landesweit standen auch 2024 Syrerinnen und Syrer an der Spitze der eingebürgerten Staatsangehörigen. Bemerkenswert ist zudem, dass Personen aus der Russischen Föderation erstmals seit 2012 wieder unter den zehn häufigsten Herkunftsländern vertreten sind.
NRW mit Rekordwert seit 2000
Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT:NRW) wurden im Jahr 2024 landesweit 68.703 Personen eingebürgert – das entspricht einem Anstieg um 34,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist der höchste Wert seit Einführung der statistischen Erfassung im Jahr 2000.























