Im Heimatmuseum werden Ansichtskarten gezeigt
Schermbeck Die 48. Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins Schermbeck endet am Sonntag (2.). Zwischen 10 und 13 Uhr haben die Besucher im Museum an der Steintorstraße zum letzten Male die Gelegenheit, 67 Ansichtskarten zu betrachten. Der Eintritt ist frei.
Ab der kommenden Woche werden die bislang gezeigten Ansichtskarten durch andere Exemplare ersetzt. Die neuen Ansichtskarten befassen sich auch mit anderen Themenkomplexen. So sollen diesmal Karten von Firmen und aus den Außenbereichen der Gemeinde Schermbeck gezeigt werden.
Die ältesten der gezeigten Ansichtskarten lassen ein Bild von Schermbeck entstehen, für die es keine Zeitzeugen mehr gibt. Die abgebildete Karte ist genau 100 Jahre alt und zeigt einen Blick über den unteren Mühlenteich auf den Westrand des Städtchens Schermbeck. Einen solch offenen Blick kann der Wanderer schon lange nicht mehr genießen, weil das ganze Umfeld längst zugewachsen ist. Der große Gebäudeblock in der linken Bildhälfte zeigt die Burg von der weitgehend unbekannten Westseite.
Im klevischen Urbar von 1318/1319 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Der verstorbene Brichter Heimatforscher Dr. Dr. Arnold Maas geht davon aus, dass die Schermbecker Burg mit der Machtverlagerung Kleves nach Osten an die Stelle der Burg Dravewinkel getreten ist. Von etwa 1350 bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Schermbecker Burg Amtssitz der Drosten und Amtmänner gewesen, auch in jenen Jahren, als das Amt Schermbeck ganz im Amt bzw. Land Dinslaken unterging. Schon frühzeitig verfügte die Burg über nicht unbedeutenden Grundbesitz. H.Sch.