Renate Wirth und Thomas Hesse lesen im Café Lühlerheide aus ihren Krimis vor

Schermbeck Das Café Lühlerheide auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim im Schermbecker Ortsteil Weselerwald hat sich inzwischen zu einem Geheimtipp für Kunstausstellungen und Literaturlesungen entwickelt.

Für die nächste Veranstaltung hat Leiterin Ingrid Marten zwei bekannte Autoren der niederrheinischen Krimi-Szene gewinnen können. Renate Wirth und Thomas Hesse. Hesse, Jahrgang 1953, Germanist und Kommunikationswissenschaftler, ist Lokalchef der „Rheinischen Post“  in Wesel. Er hat 1997/98 die ersten Wesel-Krimis „Der Esel“ und „Der Rabe“ mitgeschrieben sowie regionale Buchbeiträge. Er hat zehn Kriminalromane im Kölner Emons-Verlag veröffentlicht. Renate Wirth, Jahrgang 1957, lebt in Xanten, arbeitet als Gestalttherapeutin und Heilpädagogin.

Die Lesung der beiden findet am 5. Februar ab 19.30 Uhr im Café Lühlerheide (Marienthaler Straße 10) statt. Eintrittskarten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse zum Preis von 4,50 Euro erhältlich.

Renate Wirth und Thomas Hesse lesen am 5. Februar im Café Lühlerheide aus zwei ihrer Kriminalromane. Archivfoto Scheffler
Renate Wirth und Thomas Hesse lesen am 5. Februar im Café Lühlerheide aus zwei ihrer Kriminalromane. Archivfoto Scheffler

Renate Wirths und Thomas Hesse lesen nicht nur aus ihrem neusten Roman „Die Spinne“ vor, sondern auch aus dem bereits früher erschienenen Krimi „Eulenblues“, weil dessen Handlung sich in unmittelbarer Nähe des Lühlerheims abspielt. Vielleicht wäre Schermbeck auch nicht im „Eulenblues“ verewigt worden, wenn nicht der Roman-Kommissar Gero von Aha wegen permanenten Mobbings im Weseler Kommissariat eine Auszeit im Landhotel Voshövel genommen und bei einer seiner Entspannungswanderungen in einem Waldstück nahe des ehemaligen und inzwischen verfallenen Forsthauses (in dem einst auch Schermbecks Amtsdirektor Werner Kiel eine Zeitlang wohnte) nahe dem Gehöft Schlabes ein abgenagtes Skelett in zwölf Metern Höhe an einer Buche entdeckt hätte.

Niederrheinisches Kolorit durchschimmern zu lassen, ist zentrales Anliegen der Autoren, die seit 2005 zusammenarbeiten, auch im Krimi „Die Spinne“. Zum Inhalt: Ein Haus im Hinterland brennt lichterloh, Kinder sind bedroht. Die erleichterte Kommissarin Karin Krafft findet sie, von unbekannter Frauenhand eingemummelt, vor dem Brandort. Doch im Haus hat ein Mörder ganze Arbeit geleistet. In „Die Spinne“ entwickelt sich schnell eine aufregende Geschichte um einen Täter, der ein tödliches Netz für scheinbar unbescholtene Niederrheiner spinnt. Sie haben alle in ihrer Jugend Schuld auf sich geladen und zappeln bald an filigran ausgelegten, klebrigen Spinnenfäden. Kaum hat eine Falle zugeschnappt, tut sich die nächste auf, so dass der gerne widerständige, eigensinnige Kommissar Gero von Aha bei den Ermittlungen in höchste Nöte gerät. Es geht um gefälschte Medikamente, über Jahre aufgestauten Hass zwischen „Freunden“, der lange unter dem Mantel vermeintlich harmonischer Nähe verborgen lag. Eine knifflige, hintergründige Geschichte mit überraschenden Wendungen.

Zwischen einzelnen Passagen ihrer Lesung sprechen die Autoren über die Entstehung eines Romans, über Erlebnisse, über die Zu-Zweit-Arbeit und die Technik und laden auch zu konkreten Fragen ein. Wirth und Hesse, die sich selbst als „widersprüchliche Typen“ bezeichnen und das auch beim Lesen unter Beweis stellen, nutzen im Produktionsprozess die ihnen eigentümlichen Kompetenzen zu einem gefälligen literarischen Ganzen. Wer aus erster Hand erfahren möchte, wie man einen unterhaltsamen Roman schreibt, kann sich auf den Abend im Café Lühlerheide am 5. Februar freuen. H.Sch.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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