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45.000 Euro Spende für die Krankenstation GAGURO in Sierra Leone

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Die Reise nach Sierre Leone ist längst zur liebgewordenen Tradition geworden. Seit 2020 gehört auch Stephan Proff vom Rotary Club Lippe-Issel zu der kleinen Reisegesellschaft. Foto: Petra Bosse

GAGU Zwergenhilfe lud zum Pressegespräch ein – Statt Geschenke: 45.000 Euro Spende für GAGURO

Am 23. Februar hatte die GAGU Zwergenhilfe eingeladen, um Aktuelles rund um ihr anspruchsvolles Projekt „Home of Hope“ in Sierra Leone zu berichten. Ab dem 23. Januar hatten Gudrun Gerwien, Martin Schmitt und Johannes Nover vor Ort Gelegenheit, sich über den Stand der Dinge zu informieren. Die Reise nach Sierre Leone im Januar ist längst zur liebgewordenen Tradition geworden. Seit 2020 gehört auch Stephan Proff vom Rotary Club Lippe-Issel zu der kleinen Reisegesellschaft. Bereits 2016 hatten erste Gespräche über mögliche Formen der Unterstützung durch die Rotarier stattgefunden. Das Ergebnis ist die Krankenstation GAGURO.

Foto: Privat

Kaum Ärzte in Sierra Leone

Errichtet wurde sie mit Mitteln, die von den Rotariern bereitgestellt wurden. Die Ausstattung wurde mit Containern in das westafrikanische Land gebracht. Auf 180 qm leisten hier ein Arzt, zwei Oberschwestern und zwei Krankenschwestern von montags bis samstags wertvolle medizinische Hilfe, in einem Land, in dem Ärzte Mangelware sind. Auf rund 8 Millionen Menschen kommen lediglich wenige hundert Mediziner. Dazu gibt es 12 Zahnärzte und 1 Augenklinik. Es gibt also einiges zu tun für das GAGURO-Team.

Foto: Privat

350 bis 500 Patienten

Jede Woche finden rund 350 bis 500 Patienten den Weg dorthin. Viele von ihnen leiden an Malaria. Für sie steht ein Raum mit sechs Betten bereit, wo sie über einen Tropf mit den nötigen Medikamenten versorgt werden können. Auf 2.000 Euro belaufen sich die monatlichen Kosten für die Unterhaltung der Krankenstation, inklusive der Gehälter für das Team. Zu diesem gehören auch ein Fahrer und ein Sicherheitsmann, deren Kosten sich die GAGU-Zwergenhilfe und die Rotarier teilen.

Foto: Privat

Immer neue Herausforderungen

Auch, wenn die Abläufe mittlerweile gut eingespielt sind, stehen doch immer wieder neue Herausforderungen ins Haus. Das wurde auch bei dem letzten Besuch in Sierra Leone wieder deutlich. So haben sich die Spritpreise in kurzer Zeit verdreifacht. Daher wird jetzt über den Bau einer Photovoltaik-Anlage nachgedacht, um die Energiekosten zu senken. Zudem müssen das Dach und der Brunnen erneuert werden und auch die Einfahrt müsste regentauglich hergerichtet werden.

60. Geburtstag von Stephan Proff

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war der 60. Geburtstag von Stephan Proff. Den feierte er zusammen mit dem 25. Jubiläum seiner Kanzlei und zahlreichen Gästen im Ramirez. Statt Geschenken hatte er um Spenden für GAGURO gebeten. Am Ende kamen auf diesem Weg unglaubliche 45.000 Euro zusammen. Geld, dass jetzt u.a. für eine zuverlässige Stromversorgung in der Krankenstation genutzt werden soll. Nur allzu gut erinnerte sich Stephan Proff noch an seine erste Begegnung mit dem Leben in Sierra Leone: „Es eröffnet neue Horizonte, wenn man sieht, was passiert, wenn man auf der falschen Seite der Erde geboren wird.“

Gudrun Gerwien in Home of Hope
Gudrun Gerwien mit den Kindern von Home of Hope. Foto: Privat

Jede Form der Unterstützung ist willkommen

Doch GAGURO ist nur ein Teil der Arbeit, die in Sierra Leone auf die Unterstützung aus Deutschland wartet. Das Land braucht händeringend gut ausgebildete Arbeitskräfte. Auch den Aspekt hat die GAGU Zwergenhilfe im Blick. So wird die erste Generation, die im „Home of Hope“ ein zu Hause gefunden hatte, auf dem Weg in ein selbständiges Leben auch bei der Ausbildung oder dem Studium unterstützt. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, haben sich kleine Wohngemeinschaften gebildet. Dennoch geht auch das ins Geld. Etwa 150 Euro monatlich fallen im Mittel während dieser Zeit pro Person an. Um zumindest einen Teil davon aufzufangen, bietet die GAGU Zwergenhilfe für die Phase neben den herkömmlichen 35-Euro-Patenschaften monatlich auch spezielle Patenschaften während der Ausbildung für 60 Euro monatlich an.

Stephan-Proff-Gaguru
Stephan Proff ist ist offizieller Paramount Chief Komrabai

Paramount Chief des Distriks – Große Anerkennung von offizieller Stelle

Für den unermüdlichen Einsatz hat das Team aus Schermbeck jetzt eine ganz besondere Ehre erfahren. Der Paramount Chief des Distriks, Bai Shebora Sheba Gbereh III, ernannte sie als höchste politische Instanz offiziell zum Chief. Eine mehr als ungewöhnliche Auszeichnung, denn der Titel wird normalerweise vererbt. Dass es sich dabei um mehr als eine Urkunde handelt, zeigte sich bereits beim Rückflug der Reisegruppe in die Heimat, als sie am Flughafen wie Diplomaten behandelt wurden.

Spende-für-Gagu-Zwergenhilfe-und-Gaguro
Gudrun Gerwien, Dieter Schmitt und Stephan Proff erhielten eine Auszeichnung. Foto: Petra Bosse

All das sind Lichtblicke in einem schier endlosen Bemühen. Nach jeder bewältigten Hürde tauchen sofort die nächsten auf. Daher ist jede Form der Unterstützung willkommen, ob als Einmalspende oder in Form einer Partnerschaft.

Dafür hat die GAGU Zwergenhilfe e. V. mehrere Konten eingerichtet:
Volksbank Schermbeck

IBAN: DE55400693630777777900
BIC: GENODEM1SMB
Kontonummer: 777 777 900 Bankleitzahl: 400 693 63

Für die Ausbildungspatenschaft:
IBAN: DE60400693630777777907
Verbandssparkasse Schermbeck

IBAN DE67356500000000254854 BIC WELADED1WES
Kontonummer: 254 854 Bankleitzahl: 356 500 00

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