24 Bürgergruppen beteiligen sich an der fünften Pflanzaktion

„Es ist schon enorm, was in vier Jahren aus der ersten Pflanzaktion im Umfeld des Rathauses geworden ist“, freute sich Bürgermeister Mike Rexforth über die große Resonanz, als er auf dem gemeindlichen Bauhof Vertreter mehrerer Schermbecker Gruppen begrüßen konnte, die gekommen waren, um Blumenzwiebeln für eine Pflanzaktion abzuholen.

Die erste Pflanzaktion fand am 4. Dezember 2014 statt. Damals beteiligten sich etwa 30 Bedienstete des Rathauses an einer Pflanzaktion im Umfeld des Rathauses. Als im nächsten Frühjahr 12 500 kleine Farbtupfer den westlichen Ortseingang und das gesamte Rathaus- und Mühlenteichumfeld zu einem optischen Blickfang werden ließen, da gab es in der Bevölkerung nicht nur eine breite Zustimmung, sondern auch mehrere Interessenten für ähnliche Pflanzaktionen.

Von den Bauhofmitarbeitern Klaus Thesing , Werner Schäfer und Dustin Fengels wurden am Donnerstag 30 000 Blumenzwiebeln an 24 Gruppen abgegeben: 23 650 Narzissen, 4 550 Tulpen und 2000 Krokusse.

30 000 Blumen verschönern im Frühjahr die Straßen
Am gemeindlichen Bauhof übernahmen am Donnerstag Vertreter von 24 Gruppen rund 30 000 Blumenzwiebeln, um sie in den nächsten Wochen an verschiedenen Stellen des Gemeindegebietes zu pflanzen. Foto: Helmut Scheffler

Während sich die ersten Pflanzaktionen weitgehend auf den Ortskern konzentrierten, waren diesmal Interessenten aus fast allen Ortsteilen zum Bauhof gekommen, um das bestellte Blumenzwiebel-Kontingent abzuholen. Bernarda und Daniela Heidermann beteiligten sich in diesem Jahr erstmals. Sie möchten die Overbecker Straße „Zur Waldheide“ bis zur Raesfelder Grenze erblühen lassen.

500 Narzissen wollen Lothar Kleinsteinberg und seine Nachbarin Heike Hüttermann bei ihrer ersten Pflanzaktion im Bereich „Hoher Berg“ in Besten ins Erdreich stecken.

Der Heimatverein Weselerwald und Umgebung orderte ebenso 3000 Narzissen wie der Schützenverein Bricht. Obwohl die Dammer Nachbarschaft Malberg bei der letztjährigen Pflanzaktion vom Dauerregen begleitet wurde, haben die Nachbarn für die diesjährige Pflanzaktion wieder 3000 Narzissen bestellt.

Hanni Heiermann und Hermann Nelskamp übernahmen 2000 Narzissen für die Verschönerung des Waldweges. Für die Nachbarschaft an der Overbecker Straße ist die Teilnahme an der Pflanzaktion schon zur Routine geworden. 2000 Narzissen werden dort in den nächsten Wochen ergänzt.

Die Nachbarschaft Lönsweg übernahm 3000 Narzisssen und Tulpen. Der Gahlener Heimatverein will die in Empfang genommenen 2500 Narzissen und 500 Tulpen diesmal an der oberen Kirchstraße in Richtung Bestener Straße und Museumsscheune „Olle Schuer“ pflanzen. Chantal Graf übernahm 1000 Blumenzwiebeln, um damit die Marienthaler Straße im Umfeld der Stiftung Lühlerheim zu verschönern. Für den Kindergarten Stenkampshof übernahm Leiterin Renate Ahlmer 1500 Blumenzwiebeln.

Weitere Chargen gingen zum Wendehammer an der Rüster Straße „Im Hagelhorst“, zum Kapellenweg, an den Drievweg in der Widau, zum Schützenverein Damm, der das Umfeld seines Schützenhauses und des Kinderspielplatzes am Elsenberg verschönern möchte, zum Kneipp-Becken im Gahlener Aap und zur Freudenbergstraße. 1000 Narzissenzwiebeln blieben am Bauhof; dort sollen sie den Grünstreifen vor dem Zaun mit Farbtupfern versehen.

Für Bürgermeister Mike Rexforth, der sich beim Bauhofteam ebenso bedankte wie bei den eifrigen Pflanzern, hat die Pflanzaktion noch eine weitere wichtige Bedeutung. Bereits in den letzten Jahren habe er beobachten können, wie das Wir-Gefühl in einzelnen Nachbarschaften gewachsen sei. „Wenn wir das erreichen“, so Rexforth, „dann haben wir schon viel bewirkt.“

Für dieses Jahr wird es keine weiteren Blumenzwiebeln mehr seitens des Bauhofes geben. Aber im kommenden Jahr soll die Pflanzaktion wiederholt werden. Dazu können sich ab sofort das ganze Jahr über Gruppen melden, um der Gemeinde mitzuteilen, wie viele Blumenzwiebeln sie von welcher Sorte Frühlingsblumen haben möchten, um ihre Straßenansichten im Rahmen einer herbstlichen Pflanzaktion zu verschönern.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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