Wir fordern das Verbot des Kunstfluges am Flugplatz Schwarze Heide“ lautet die Pedition, die aktuell online läuft. Mittlerweile haben sich hier 375 Leute gegen einen Kunstflug ausgesprochen. Die Pedition startete am 27. Mai 2020.

Auch die Grünen Schermbeck fordern in einem Schreiben vom 26. Mai die Schermbecker Verwaltung auf, Gespräche mit den Verantwortlichen des Lärmbeirats zu führen (wir berichteten). Wenn es nach Dr. Stefan Steinkühler gehe, sollte wenigstens an Sonn- und Feiertagen der Kunstflug eingestellt werden.

Die Begründung von Ulrike Trick von der Grünen Fraktion Schermbeck: „Die Lärmbelästigung durch den Kunstflug am Flugplatz Schwarze Heide wird von Anwohnern auf Hünxer, Kirchhellener und Gahlener Gebiet zunehmend kritisch gesehen“.

Kunstflug Kirchhellen schwarze Heide

Bei der deutschlandweiten Online-Pedition, die nach Kreisen und in Städten aufgeteilt ist, sprechen sich aktuell 268 Bürger aus dem Kreis Wesel, 71 Prozent, gegen den Kunstflug aus. Die meisten Stimmen (133) kommen aus Hünxe, 57 aus Schermbeck, Dinslaken 46, Bottrop 32, und Dorsten 20.

Als absolutes „No go“ sieht ein Mann aus Münster den Kunstflug an: Es ist absolut inakzeptabel, dass eine einzige Person als Pilot weit über 100.000 Anwohner der Nachbargemeinden des Flugplatzes stundenlang und sieben Tage die Woche mit seinem extrem umweltschädigenden „Kunstflug“ massiv belästigt. Das ist sowohl für das Naturschutzgebiet als auch die betroffenen Menschen unzumutbar.

Aus Hamminkeln empfindet jemand, dass Lärmbelästigung durch die Hobbys vieler Menschen häufig heruntergespielt werde mit dem Hinweis auf Gefährdung von Arbeitsplätzen.

Eine Schermbeckerin empfindet es als eine absolute Frechheit, auf Kosten der Bewölkung, diese Lärmbelästigung ertragen zu müssen. Die Lebensqualität zu den Flugzeiten ist stark gemindert. Und wo sind all die Umweltschützer? Vertreibung von Wildtieren und der Vogelwelt. Das scheint niemanden zu interessieren.

Es gibt aber auch Stimmen, die sich für den Kunstflug aussprechen.

Jemand sieht durch diese Petition 150 Arbeitsplätze der Firma Walther Extra gefährdet. Nicht nur das, der gesamte Flugplatz sei gefährdet und somit ein beliebtes Ausflugsziel unserer Region. Die Argumentation des Umweltschutzes, könne man nicht so stehen lassen, denn schliesslich wird in der Region auch grossflächig Kies abgebaut, welches die Natur nachhaltig verändert. Auch wird sich Bergbaubedingt die gesamte Region vom Heidesee bis zur Bergerstrasse noch erheblich absenken.

Die Onlinepedition unter www.openpedition.de ist an die Bezirksregierung Düsseldorf gerichtet und läuft noch rund neun Wochen.

Vorheriger ArtikelSuper Wasserqualität im Auesee Wesel
Nächster ArtikelWesel – Polizei bietet wieder einen Pedelec-Termin an
celawie
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Schermbeck-Online zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion. Petra Bosse

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Bitte den vollständigen Vor- und Nachnamen eintragen