Der „Porsche Owners Club Germany (POCG)“ kam zum Lühlerheim

Schermbeck Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder des „Porsche Owners Club Germany (POCG)“ irgendwo in Deutschland, um während eines Sommerfestes die Erinnerung an den klassischen luftgekühlten Porsche 911 wachzuhalten. Diesmal kamen etwa 100 Porsche-Fans auf das Gelände der evangelischen Stiftung Lühlerheim im Schermbecker Ortsteil Weselerwald.

Gastgeber war diesmal der „Ruhrgebiets-Stammtisch“, einer der acht bundesweiten Stammtische. Die Organisatoren Andreas Riefer und Thomas Englert hatten im Rahmen einer Ausfahrt vor einigen Jahren das Lühlerheim und sein ländliches Umfeld am Rande des Ruhrgebietes kennen gelernt. „Hier konnten wir den Gästen zeigen, dass das Ruhrgebiet längst keine Landschaft der Kohle und schmutziger Luft mehr ist“, begründete Thomas Englert (im Foto rechts) die Entscheidung fürs Lühlerheim.

Porsche Owners Club

Im Lühlerheim gab es Hilfestellung für die Organisatoren des POCG-Treffens beim Aufstellen der Zelte, bei der Beschilderung, bei der Anlage von Parkplätzen und beim Catering. Unterstützung gab es auch von einigen Mitgliedern der „Oldtimerfreunde Schermbeck e.V.“, die während des Festes gleichzeitig für ihre „17. Schermbeck Classic“ warben, welche am 28. September veranstaltet wird. Außerdem stellte die von Axel Wilke geleitete Gruppe sieben ihrer eigenen Fahrzeuge vor, darunter einen „Dodge Monaco“ , der an jenen Streifenwagen erinnerte, der zur Fernseh-Serie „Ein Duke kommt selten allein“ gehörte. Allerdings handelte es sich um einen belgischen Nachbau dieses Fahrzeugs, dessen Details Jan-Simon Schlei erläuterte.

Im Mittelpunkt des Treffens standen Benzingespräche und Erinnerungen an frühere Treffen. In Kleingruppen wanderten die Besucher an den auf der großen Wiese neben dem Teich stehenden Porsche vorbei, um sich von den Fahrzeugbesitzern über die jeweiligen Besonderheiten informieren zu lassen.

Sieger eines Fahrzeug-Schönheitswettbewerbs wurde Thomas Heimberg aus Krefeld mit seinem 20 Jahre alten Fahrzeug. Foto Scheffler
Sieger eines Fahrzeug-Schönheitswettbewerbs wurde Thomas Heimberg aus Krefeld mit seinem 20 Jahre alten Fahrzeug. Foto Scheffler

Für Fragen zu technischen Problemen bewies der Dorstener Guido Schuchert offene Ohren. Er ist Inhaber der im Jahre 2006 gegründeten Firma „Kfz-Technik Schuchert“, die seit der Firmengründung für viele Porsche-Besitzer die Werkstatt ihres Vertrauens ist.

Im Rahmen des Treffens wurde das „schönste“ Fahrzeug ausgemacht. Jeder Besucher konnte nach eigenen Kriterien entscheiden. Sieger wurde Thomas Heimberg aus Krefeld. Sein 20 Jahre altes Fahrzeug hat keinen Turbo-Motor, sondern verfügt über das Serienaggregat aus dem 964 Carrera mit 250 PS. Insgesamt wurden von diesem so genannten „964 Turbo Look Coupe“ damals nur etwa 1350 Stück gebaut; daher erzielen gute Exemplare heute Spitzenpreise am Markt.

Den zweiten Platz belegte Frank Serr aus Riechweiler mit seinem Porsche 911 aus dem Jahre 1966. Thomas A. Gorman in Ohio erwarb das Fahrzeug vom Werk. Frank Serr kaufte es am 5. September 2011 und hat nach seinen eigenen Worten „seitdem jede freie Minute zur Restauration des Fahrzeugs geopfert.“

Das drittschönste Fahrzeug präsentierte der Frankfurter Bernhard Schwab. Es handelt sich um eine sportliche Version aus dem Jahre 1992. Der Porsche 964 RS N/GT wurde damals ohne Teppich und mit eingeschweißten Überrollkäfig in Wagenfarbe geliefert. Der Wagen beschleunigte in nur 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. H.Sch.

Das drittschönste Fahrzeug präsentierte der Frankfurter Bernhard Schwab
Das drittschönste Fahrzeug Porsche präsentierte der Frankfurter Bernhard Schwab

24.08.2014-166

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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