„Zurück zu den Wurzeln, wo vor zehn Jahren alles begann“. Schermbecker Allstars gaben Jubiläumskonzert im Saal von Ramirez.

SCHERMBECK. Sie hätten mehr Besucher verdient, die „Schermbecker Allstars“ am Samstagabend bei ihrem Konzert anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Ramirez.

Schermbecker Allstars Jubiläum Konzert

Dennoch war die Laune der Musiker gut. „Wir freuen uns über alle, die heute hier sind und mitmachen“, so Peter Apfelbeck. Sein breites Lachen konnte dennoch nicht völlig die Enttäuschung aus seinem Gesicht wegwischen. Apfelbeck und seine Frau Gabi leben heute in Köln. „Wir sind schon etwas verwöhnt, denn, wenn wir in Köln einen Auftritt haben, egal wo wir spielen, dann ist die Bude immer rappelvoll“.

Schermbecker Allstars Jubiläum Konzert
Let`s rock mit Peter Apfelbeck li. und Hans-Jürgen Schröer

Unter den Gästen mischte sich Norbert Hohmann, Schulleiter der Gesamtschule Schermbeck. In gemütlicher Runde genoss er, so wie er sagte, fast jeden gespielten Song, denn das sei von A bis Z voll „seine Musik“. Auch er war leicht enttäuscht darüber, dass nur wenige Schermbecker den Weg an diesem Abend zum Konzert fanden.

Wenig Besucher auch bei Lehrer-Big-Band-NRW

„Bereits am Freitagabend, als die Lehrer Big- Band – NRW bei uns in der Schule auftraten, war die Aula bedauerlicherweise nur halb voll. Beide Bands haben wirklich mehr Zuhörer verdient, denn ihre Musik ist hörenswert und sehr gut. Wenn ich an die letzten Apfelrockkonzerte denke, wo es immer brechend voll war, habe ich stark vermutet, dass von den Zuschauern ein großer Teil auch heute Abend hier anwesend ist“.

Schermbecker Allstars Jubiläum Konzert

Warum nur so wenige Schermbecker sich an diesem Abend sehen ließen, darüber könne er, so Hohmann, nur spekulieren. „An der Musik kann es nicht liegen“, findet Hohmann, denn die sei einfach super und für jeden Geschmack und Alter sei wirklich alles dabei.

Insgesamt 26 Musikstücke, ohne Zugabe, bekamen die Zuschauer zu hören. Angefangen von den Beatles, klassische Rocksongs der 60ziger bis hin zu Pink Floyd, BAP und Joe Cocker. „Wir spielen alles, was uns gefällt“, heißt das Motto der Allstars. Dazu gehören unter anderem „Superjeile Zick“ von den Brings, „Sexy“ von Marius Müller-Westernhagens oder „Keep on running“ der Spencer Davis Group.

„Es gibt mittlerweile ein Top Kulturangebot in der Gemeinde und ich denke, dass viele leute einfach nicht überall hingehen können oder wollen. Das kann vielleicht auch ein Grund sein“, füge Hohmann hinzu.

Große Konkurrenz könnte an diesem Abend aber auch das EM Qualifikationsspiel Deutschland-Weißrussland an diesem Abend gewesen sein.

Schermbecker Allstars Jubiläum Konzert
Berthold Enning

Die Musik traf jedenfalls auch genau den Nerv von Ulrich Stiemer. „Klasse, was die so drauf haben. Es macht mir richtig großen Spaß, denen zuzuhören“.

Das mangelnde Interesse vonseiten Bevölkerung allerdings an die ehemalige Schulband konnte Stiemer nicht ganz nachvollziehen. „Wenn so ein Ereignis hier in Schermbeck stattfindet, finde ich es enttäuschend, dass nicht mehr Schermbecker da sind“.

Die Allstars gründeten sich vor zehn Jahren. Die Initiatoren waren der damalige Pflegschaftsvorsitzende Dr. Markus Valk und der ehemalige Musiklehrer Peter Apfelbeck. Der erste Auftritt der „Allstars“ fand im Rahmen des damaligen Jubiläums im Saal Ramirez statt.

Schermbecker Allstars Jubiläum Konzert

Nach den erfolgreichen ersten Auftritten beschlossen die Musiker, weiter gemeinsam zu musizieren. Es folgten Auftritte bei der Kulturstiftung, bei der Volksbank und beim SV Schermbeck.

Mit Musik der letzten 40 Jahre rockten Diane Wirtz (Gesang und Saxofon), Frank Habicht (E-Gitarre), Hans-Jürgen Schröer (Gitarre), Hennes Wegner (Gesang und Bass), Berthold Enning (Gesang und Schlagzeug) sowie Peter und Gabi Apfelbeck (Gesang, E-Piano und Gitarre, den Saal und sorgten für mächtig Stimmung.

Schermbecker Allstars
Kleine Pause für Gabi Apfelbeck

Hermann Göbel, Vorsitzender vom Turmverein Damm, überreichte am Ende jedem Bandmitglied als Dankeschön eins der beliebten Schermbecker Wimmel-Poster.

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