Anzeigespot_img
17 C
Schermbeck
Freitag, Juni 21, 2024
spot_img
StartTiereNaturWolfsgebiet Schermbeck: Unbekannte Wölfe nachgewiesen

Wolfsgebiet Schermbeck: Unbekannte Wölfe nachgewiesen

Veröffentlicht am

Zwei bislang unbekannte Wölfe waren Anfang Juli im Wald nahe Schermbeck unterwegs. Das bestätigen nun Analysen von Kotproben. (Symbolfoto: Pixabay)

Das Landesumweltamt (LANUV) hat zwei neue Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck nachgewiesen. Es handelt sich offenbar um einen Rüden und ein Weibchen. Ob sie nur durchgezogen sind oder sich ansiedeln, ist unklar.

Auf die Spur gekommen waren die Forscher den beiden Wölfen durch genetische Analysen von Kotproben. So gilt nun als sicher, dass sich Anfang Juli mindestens zwei bislang unbekannte Tiere im Wolfsgebiet Schermbeck aufgehalten haben. Diese waren außerhalb des Streifgebietes des bekannten Rudels unterwegs.

Anfang Juli hatten die Forscher Kotproben in einem Wald nahe Schermbeck genommen. Nach den Analysen ordnen die Fachleute diese Proben einem bislang unbekannten Rüden mit der Kennung GW2889m zu. Eine weitere Probe aus diesem Zeitraum gehört hingegen zu einem Weibchen, das nun die Kennung GW2890f erhalten hat. Es handelt sich um mitteleuropäische Wölfe, also keine Einwanderer etwa aus Ost- oder Südosteuropa. Das Herkunftsrudel ist allerdings nicht bekannt.

Wölfe gehören nicht zum Schermbecker Rudel

Die DNA-Ergebnisse konnten den Forschern aber noch mehr verraten. So stellten sie fest, dass die beiden Tiere nicht aus dem seit 2019 bekannten Schermbecker Rudel entstammen, das meist im Raum Hünxe unterwegs ist. „Ob sich die beiden neuen Wölfe in Schermbeck ansiedeln oder bereits eine Paarbildung stattgefunden hat, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden“, betont der LANUV in einer Pressemitteilung.

Förderung von Elektrozäunen

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone empfiehlt das Umweltamt, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert.

„Im Wolfsgebiet Schermbeck können gemäß Förderrichtlinien Wolf vom 3. Februar 2017, zuletzt geändert am 6. Dezember 2021, nur dann Entschädigungsleistungen für nachweislich von einem Wolf getöteten Schafe, Ziegen oder Gehegewild gewährt werden, wenn ein wolfsabweisender Grundschutz vorhanden ist“, heißt es vom Landesumweltamt.

Kontakt zur Redaktion

Haben Sie Fragen oder Anliegen? Kontaktieren Sie uns gerne E-Mail an [email protected] Unsere Redaktion freut sich auf Ihre Nachricht und ist immer interessiert an Kritik, Lob und neuen Ideen und Themen für unsere Berichterstattung.

NEUSTE ARTIKEL

Erste Königin von Altschermbeck nach dem Krieg: Elisabeth Steins unvergessliche Erinnerungen

Elisabeth Stein, die erste Altschermbecker Schützenkönigin nach dem Krieg, erzählt lebhaft von ihren Erlebnissen und ihrer überraschenden Wahl zur Königin im Jahr 1949. Trotz...

Angebliche Messerattacke auf Schermbeckerin war Selbstverletzung

Überraschende Wende im Fall der angeblichen Messerattacke auf eine Schermbeckerin: Die Frau hat nun zugegeben, sich die Verletzungen selbst zugefügt zu haben. Dank der akribischen...

Kulturprogramm: Schermbecker Landhelden stellen Events der Extraklasse vor

Von Steffi Neu bis hin zu die Tenöre4you sowie von der „Schlager Rock“-Party bis zu magischen Zaubermomenten. Events der Extraklasse kommen nach Schermbeck. Am 19....

Sommersonnenwende ohne Sommerfeeling

Dauerregen und graue Wolken: Bislang ist die Sommerlaune in Schermbeck eher getrübt. Dabei findet heute abend (20. Juni) bereits die Sommersonnenwende statt und die...

Klick mich!