Unterschriftenaktion gegen Cremare GmbH und Großtier-Krematorium am Hufenkamp/Kapellenweg

Schermbeck. Zu einem Informationsaustausch trafen sich Anwohner und Nachbarn des anliegenden Geländes, das die Cremare GmbH gekauft hat, um dort ein Tierkrematorium zu betreiben.

Das Krematorium soll zunächst mit einem Ofen von 250k kg/h errichtet werden. Ein zweiter mit 50 kg/h ist für die Zukunft geplant. Dort sollen laut der Cremare GmbH 23 Mitarbeiter pro Tag in drei Schichten arbeiten.

In Ausnahmefällen auch Sonntags

Sandra Mika führte durch die Informationsveranstaltung.
Fotos: André Elschenbroich

Die Betriebszeit soll sich auf 24 Stunden über sechs Tage erstrecken. in Ausnahmefällen auch an Sonn- und Feiertagen. Die entstehenden Immissionswerte wurden laut Gutachten von Kleintier-Krematorien übernommen.

Gutachten unvollständig

Dieses Gutachten wurde von Seiten der Anwohnerschaft bemängelt. Sie kritisierten, dass es sich bei dem geplanten Krematorium laut Betriebsbeschreibung um eine Anlage mit höchster Risiko-Kategorie handelt.

Höchste Risiko-Kategorie

Es sollen nicht nur Kleintiere, sondern auch Zoo- und Zirkustiere als auch Wildtiere im Krematorium verbrannt werden. Darüber hinaus werden hier Körperteile von TSE-verdächtigen oder betroffenen Tieren landen. Diese gelten als Risikomaterial, welches im Rahmen der Schlachtung im Hinblick auf TSE entfernt werden muss.

Wenn man weißen Rauch aus dem Schornstein kommen sieht wie bei der Papstwahl, dann ist nichts zu befürchten.
Das wird hier aber nicht der Fall sein. (Ein Anwohner)

Hier sehen die Anwohner eine nicht kalkulierbare Bedrohung, die durch die Schornsteine den Luftraum vergiftet.

Viele offene Fragen

Auch herrscht noch eine große Verunsicherung über ungeklärte Fragen, wie zum Beispiel, ob die Kühlhausbemessung ausreicht. Ist die Kühlkette zu jeder Zeit sicher gestellt, auch während der Wartezeiten? Wie wird mit kontaminierten Wasser, Kadaversäcken und Asche umgegangen?

Verwaltung soll Fragestunde einberufen

Von allen wurde der Wunsch nach einer öffentlichen Versammlung geäußert, die von der Verwaltung einberufen werden soll. Hier wünschen sich die Bürger klare Antworten.

Die Unterschriftenaktion, die an diesem Tage gestartet wurde, soll ein erster Schritt in die Richtung sein.

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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