Gagu-Zwergenhilfe löste Wette ein – Wir brauchen Geld, viel Geld

SCHERMBECK. Die GAGU-Zwergenhilfe lud am Sonntag zu einem Kartoffelfest auf dem Rathausplatz ein. Bei bestem Sommerfest gab es für große und kleine Besucher jede Menge Aktionen und Unterhaltung.

Wir brauchen Geld, viel Geld … Gudrun Gerwien, Chefin der Gagu´s, verkaufte Waffeln für ihr Projekt in Sierrra Leone

Der Verkauf von frisch gebackenen Waffeln, Marmeladen und Liköre aus eigener Herstellung, Kartoffelspiralen und vieles mehr füllte erneut das Spendenkonto der Zwergenhilfe. Bei dem aufgebauten Kartoffel-Parcours konnten Familien gegeneinander antreten und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. „Ich wette, dass die Kinder gewinnen“, scherzte Gerwien, die gleichzeitig aber betonte, nie mehr eine Wette abzuschließen.

Verlorene  Wette

Mit dem Kartoffelfest löste die Die GAGU-Zwergenhilfe eine verlorene Schermbecker Wette ein.
Vorausgegangen war im Oktober 2015 eine Wette zwischen der GAGU-Zwergenhilfe und Bürgermeister Mike Rexforth: Dieser schaffe es nicht, binnen eines Jahres 50.000 Euro an Spendengelder zu sammeln.
„Glücklicherweise haben wir diese Wette zum Wohle der Menschen in Afrika verloren“, sagt heute die Chefin der GAGU-Zwergenhilfe Gudrun Gerwien.

 

Bürgermeister: Bei allen Spender möchte ich mich bedanken

Neben den zahlreichen Besuchern und Schirmherr Günther Beck schaute auch Bürgermeister Mike Rexforth vorbei. „Ich möchte mich bei allen Spendern und Unterstützern bedanken, die mir geholfen haben die 50.000 Euro Wette zu gewinnen“, sagte Mike Rexforth, der sich nicht persönlich als Gewinner sieht. „Gewonnen habe die Sache und die vielen Kinder, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Schon 25 Euro im Monat helfen ein Kinderleben zu retten und ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere sich bei den GAGU´s für die Übernahme einer solchen Patenschaft melden würde“, setzt Rexforth hin.

Schlaflose Nächte

Und Geld kann die Zwergenhilfe für ihr Projekt in Sierra Leone in Afrika im Moment gut gebrauchen. „Wir brauchen durch die Umweltkatastrophe in Sierra Leone sogar sehr viel Geld. Wir vermuten, dass es 500 bis 600 Todesopfer gibt. Teilweise konnten die Toten geborgen werden, aber viele werden noch vermisst“, sagt Gerwien betroffen.

Grausame Situation

Die momentanen Zustände im Land lassen die GAGU Chefin nicht mehr schlafen. „Die dortige Situation im Land ist ganz grausam. Von dem Geld bauen wir nicht nur die Schule und unsere Ebola-Häuser, sondern wir leisten Soforthilfe, denn unzählige Menschen haben das bisschen an Hab und Gut was sie besitzen, jetzt noch durch die Schlammlawine verloren“.
Regelrecht geschockt sei Gerwien durch einen ihr bekannten Fall, wo eine Frau durch die Unwetterkatastrophe 25 Familienmitglieder verloren habe. Darüber hinaus seien drei Familien, welche die GAGU-Zwergenhilfe im Slum von Kroo Bay betreut, ebenfalls betroffen. „Wir konnten einer Familie helfen, indem wir sie in unserem Home of Hope aufnehmen konnten. Hier versorgen wir sie mit den notwendigsten Dinge des Lebens“, so Gerwien. Petra Bosse

 Spendenkonten

Spendenkonto der GAGU-Zwergenhilfe e.V.
GAGU-Zwergenhilfe e.V. Deutschland
Volksbank Schermbeck
IBAN: DE55400693630777777900
BIC: GENODEM1SMB
Kontonummer: 777 777 900
Bankleitzahl: 400 693 63

Verbandssparkasse Schermbeck
IBAN DE67356500000000254854
BIC WELADED1WES
Kontonummer: 254 854
Bankleitzahl: 356 500 00