Wie LANUV mitteilt, gab es am 26. Juni einen weiteren Wolfriss mit einem toten Schaf im Schermbecker Wolfsgebiet bei Hünxe.

Nachweislich und von LANUV bestätig leben im Schermbecker Wolfsgebiet Gloria von Wesel mit der Kennung GW954f sowie seit einiger Zeit ebenfalls bestätigt, ein Wolf mit der Kennung HW02 aus dem Rudel Schneverdingen.

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1 KOMMENTAR

  1. Für die Opfer vom 26.6.2020 ist das Urteil, das die Wölfin gänzlich schont, ein Schlag in’s Gesicht. Es gibt und gab genug sachliche Gründe diese Wölfin zu entnehmen.
    Ich zitiere aus dem Urteil des OVG Lüneburg (PI 68/2020):
    „Es stellt zudem fest, dass die Tötung einzelner Wölfe nicht den Erhaltungszustand der Art landes- oder bundesweit gefährdet, da die Population derzeit jährlich um durchschnittlich ein Drittel wächst. Das Gericht ist dem NABU aber insofern gefolgt, dass eine sukzessive Entnahme – also das Töten von weiteren Wölfen bis zum Ausbleiben von Schäden – in diesem konkreten Fall nur erlaubt ist, wenn der Zeitraum zwischen Rissen und Abschüssen im Genehmigungsbescheid konkreter bestimmt und besser begründet wird.
    Darüber hinaus hat das Gericht entschieden, dass eine Erhöhung der Einzäunung nicht grundsätzlich erforderlich ist. Es teilt damit die Einschätzung von Ministerium und Landkreis, dass die Empfehlung des Bundesamtes für Naturschutz einer 120 Zentimeter hohen elektrifizierten Einzäunung nicht in jedem Einzelfall eine geeignete Alternative ist. Entscheidend ist viel mehr, dass es den Weidetierhaltern nicht zugemutet werden kann, absehbar aussichtslose Maßnahmen wie die Erhöhung des Zauns oder der elektrischen Spannung zu ergreifen, wenn die Wölfe das Überwinden vergleichbarer Herdenschutzmaßnahmen bereits erlernt haben.“

    Jedes dieser Kriterien hat die Wölfin G954f in jedem Punkt mehrfach erfüllt. Die Entscheidung diese Wölfin nicht abzuschießen ein Versagen der Behörde auf der ganzen Linie. Gilt das Grundgesetz, das den Bürgern den Schutz von Leib, Leben und Eigentum garantiert, in NRW nicht? Wie war das doch gleich mit dem Amtseid?

    㤠46 LBG NRW РDiensteid

    (1) Die Beamtin oder der Beamte hat folgenden Diensteid zu leisten: „Ich schwöre, dass ich das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

    (2) Der Eid kann auch ohne die Worte „So wahr mir Gott helfe“ geleistet werden.“

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