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Von Alarmtag bis Zulassung: Das ändert sich im September

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Der bevorstehende Monat bringt eine Reihe von Veränderungen und Neuerungen mit sich, die einen Einfluss auf verschiedene Bereiche des Alltags haben werden. Von digitalen Innovationen in der Kfz-Zulassung über steigende Preise für Softdrinks bis hin zu Änderungen im Steuerportal und wichtigen Fristen für Rentenanträge – der kommende Monat hält eine Vielzahl von Entwicklungen bereit.

Digitale Kfz-Zulassung

Ab dem 1. September wird die digitale Kfz-Zulassung eingeführt, die verspricht, den Prozess einfacher, schneller und online abwickelbar zu machen. Autofahrer haben die Möglichkeit, sämtliche Zulassungsschritte online zu erledigen. Die Nummernschild-Plaketten sollen innerhalb von zehn Tagen per Post verschickt werden. Während dieser Zeit gilt der digitale Zulassungsbescheid als Nachweis. Auch Autohäuser und gewerbliche Zulassungsdienste können von diesem Service Gebrauch machen.

Der Bundesrat hat die Bundesregierung jedoch aufgefordert, Maßnahmen zur Verhinderung von Missbrauch zu prüfen. Es besteht die Gefahr, dass die Plaketten während des Postversands gestohlen werden könnten.

Im Zuge der vom Bundesrat beschlossenen Neuregelung ändern sich auch die Gebühren, beispielsweise für die Tageszulassung, Umschreibung oder Stilllegung eines Fahrzeugs. Da der Verwaltungsaufwand reduziert wird, sinken auch die Gebühren – schätzungsweise um etwa die Hälfte, so das Verkehrsministerium.

Frist für die Steuererklärung endet im September 2023

Personen, die für das Jahr 2022 eine Steuererklärung abgeben müssen und dies selbst erledigen, haben knapp einen Monat weniger Zeit als im Vorjahr. Die Frist endet am 30. September. Da dieser Tag auf einen Samstag fällt, verschiebt sich der letzte Abgabetag auf den 2. Oktober 2023. Wer einen Steuerberater beauftragt hat, hat noch etwas mehr Zeit. In diesem Fall ist die Steuererklärung für 2022 erst am 31. Juli 2024 fällig.

Steuererklärungen müssen Ende September abgegeben werden. Foto: pixabay

Steuerportal Elster: Speicherung von E-Mails

Ab dem 18. September werden im Steuerportal Elster des Finanzministeriums nur noch wichtige E-Mails gespeichert. Alle anderen Nachrichten löscht das System nach einem Jahr automatisch. Nutzer sollten vorhandene Dokumente auf ihrem eigenen Rechner abspeichern, sofern sie diese noch benötigen. Viele Elster-Nutzer wurden bereits über diese Änderung informiert.

Härtefallfonds-Antrag für Rente bis 30. September

Einige Rentner, die Grundsicherung beziehen, haben die Möglichkeit, zusätzlich zur Rente Geld aus dem Härtefallfonds der Bundesregierung zu erhalten, bis zu 5.000 Euro. Hierfür müssen sie bis zum 30. September 2023 einen Antrag stellen. Anspruch auf das Geld haben jedoch nur bestimmte Personengruppen, darunter Personen aus der Ost-West-Rentenüberleitung, Spätaussiedler (§ 4 Bundesvertriebenengesetz) sowie jüdische Kontingentflüchtlinge oder jüdische Zuwanderer und deren Angehörige aus der ehemaligen Sowjetunion. Weitere Informationen zur Stiftung Härtefallfonds bietet dabei das Arbeitsministerium auf seiner Webseite.

Heizungen in großen Gebäuden müssen optimiert werden

In Gebäuden mit zentraler Gasheizung und einer Fläche von über 1.000 Quadratmetern oder Wohnhäusern mit mindestens zehn Wohneinheiten ist ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage bis zum 30. September verpflichtend. Diese Maßnahme, die im Rahmen der „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen“ (EnSimiMaV) festgelegt ist, erfordert eine Anpassung der Heizungsanlage durch den Eigentümer, um die Wärmeverteilung zu optimieren. Das Ziel besteht darin, eine gleichmäßigere Energieverteilung auf die Heizkörper zu gewährleisten, indem man den hydraulische Fluss verbessert. Diese Vorschrift zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu reduzieren und somit auch die Heizkosten zu senken.

Eon senkt Preise für Strom und Gas

Nach deutlichen Preiserhöhungen in den vergangenen Monaten plant Deutschlands größter Energieversorger Eon eine Senkung der Strom- und Gaspreise zum 1. September. Davon sollen Millionen Kunden profitieren.

Foto: pixabay

Die Strompreise in der Grundversorgung sollen dann durchschnittlich um 18 Prozent, die Gaspreise in der Grundversorgung um durchschnittlich 28 Prozent sinken. Auch Eon-Kunden mit Sonderverträgen können sinkende Preise erwarten. Eon versorgt in Deutschland knapp zwölf Millionen Haushalte mit Strom und über zwei Millionen Haushalte mit Erdgas.

Förderung für Elektroautos

Ab dem 1. September gilt eine Änderung bei der gesetzlichen Förderung für Elektroautos in Deutschland. Den bisherige Umweltbonus bekommen fortan nur noch Privatpersonen, die das Elektroauto privat nutzen. Gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge erhalten diese Förderung nicht mehr. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle betonte, dass die antragstellende Person sowohl Eigentümerin als auch Käuferin bzw. Leasingnehmerin des Fahrzeugs sein muss. Die Beantragung des Umweltbonus kann nun online erfolgen. Es ist auch zu beachten, dass ab September 2023 auch freiberufliche Einrichtungen wie Arztpraxen, Anwaltskanzleien und Architekturbüros nicht mehr antragsberechtigt sind, wenn sie Elektroautos gewerblich oder für selbstständige berufliche Tätigkeiten nutzen und privat leasen.

Energiezuschuss für Studenten

Bis zum 30. September haben Studierende und Fachschüler die Möglichkeit, die Energiepreispauschale in Höhe von 200 Euro zu beantragen. Diese finanzielle Unterstützung der Bundesregierung zielt darauf ab, die steigenden Energiekosten abzumildern. Personen, die anspruchsberechtigt sind, können diesen Zuschuss über ein Online-Portal beantragen.

Studentin
Studentin. Foto: pixabay

Neue Euro 6e Norm

Die EU-Kommission hat die Euro 6e-Norm als Fortschritt zur bevorstehenden Euro 7-Norm veröffentlicht. Die Euro 6e-Norm gliedert sich in drei Stufen: Euro 6e-EA tritt ab dem 1. September 2023 für neue Pkw-Modelle in Kraft und ab dem 1. September 2024 für alle Erstzulassungen. Dabei wird die Euro 6e-EB-Stufe ab dem 1. Januar 2025 für neu typgenehmigte Pkw-Modelle und ab dem 1. Januar 2026 für alle Fahrzeuge verpflichtend. Die Euro 6e-Stufe wird ab dem 1. Januar 2027 für neu typgenehmigte Pkw-Modelle und ab dem 1. Januar 2028 für alle Fahrzeuge verbindlich.

Bundesweiter Warntag am 14. September

Der nächste bundesweite Warntag ist für den 14. September geplant. Dieser dient dazu, die Warnsysteme in Deutschland zu testen. Bürgerinnen und Bürger müssen damit rechnen, um 11 Uhr Sirenen in ihren Wohnorten zu hören und Warnmeldungen auf ihren Smartphones zu empfangen. Vodafone schätzt, dass der Alarm an mehr als 50 Millionen kompatible Handys geht.

Neue Sirenen in Dorsten
Sirene. Foto: Archiv

Ende der Halogen-Pins

Gemäß der EU-Ökodesign-Richtlinie zur Förderung von Energieeffizienz dürfen ab dem 1. September keine neuen Halogen-Pins (G4, GY6.35, G9) mehr in der EU verkauft werden. Vorhandene Ware dürfen die Händler jedoch weiterhin abverkaufen. Dies betrifft Niedervolt-Halogenlampen und Hochvolt-Halogenlampen. LED-Modelle werden die Halogen-Pins ersetzen.

Neue Corona-Impfstoffe

Gemäß einem Bericht der „Ärzte-Zeitung“ sollen im September neue Impfstoffe gegen das Corona-Virus zur Verfügung stehen. Diese Impfstoffe sollen speziell auf die Omikron-Subvariante XBB.1.5 abgestimmt sein. Die Hersteller Biontech in Mainz und Moderna in den USA haben entsprechende Ankündigungen gemacht. Die Bereitstellung hängt jedoch von den jeweiligen behördlichen Zulassungen ab, die man bis dahin erwartet. Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine Auffrischung der Impfung für Personen ab 60 Jahren sowie für Angehörige von Risikogruppen.

Impfstoff. Foto: pixabay

Preiserhöhung für Fanta, Cola und Sprite

Im September wird der Getränkekonzern Coca-Cola seine Preise für das gesamte Sortiment erhöhen. Dies betrifft unter anderem Fanta, Sprite und Mezzo Mix. Als Grund werden gestiegene Kosten für Strom, Gas sowie Rohstoffe wie Plastik und Aluminium sowie die Logistik genannt.

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