SCHERMBECK. Viele Fragen bei der Podiumsdiskussion gab es vonseiten der Schüler an Montagmorgen in der Aula der Gesamtschule.

In der einen Stunde blieb vieles unbeantwortet, denn die Zeit reichte bei weitem nicht aus, um den Wissensdurst rund um das politische Geschehen, lokal sowie überregional, der jungen Menschen zu löschen.

Eingeladen zu der Diskussionsrunde hatte der FDP-Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther gemeinsam mit der Gesamtschule als Ergänzung der Wanderausstellung zum Deutschen Bundestag im Begegnungszentrum.

Podiumsdiskussion Gesamtsschule Schermbeck

Es stellten sich die CDU- Landtagsabgeordnete Charlotte Quik, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Gardemann, Michael Fastring, SPD-Fraktionsvorsitzender sowie die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Ulrike Trick. Bürgermeister MikeRexforth übernahm die Moderation.

Thema Wolf auch in der Schule

Wie sehr das Thema Wolf die Jugendlichen beschäftigt, zeigte sich in einer der ersten Frage. Gehört der Wolf in unsere Region, oder nicht? Und: Warum darf der Wolf so viele Tiere töten? „Der Wolf polarisiert die Menschen und es ist schwer, eine entsprechende Position zu beziehen. Wir können ihn nicht einfach abknallen, aber es ist schon schwer, mit einem Wolf zusammenzuleben, denn hier in der Region sind dadurch Existenzen bedroht“, so Quik.

Die Grünen wären pro Wolf aber, „die Welt hat sich verändert und wir sind auch für den Schutz ihrer Tiere da. Unser dicht besiedeltes Land NRW ist für den Wolf nicht geeignet“, so Trick. Für ein klares Ja oder Nein sprach sich am Ende niemand aus.

Parteiliche Inhalte

Mit Blick auf parteiliche Inhalte wollte jemand wissen, wie sich die Parteien dabei unterscheiden und welche Zielvorstellung die einzelnen Parteien haben. Dazu Michael Fastring: Gefühlt finde ich keine Unterscheidungen. „Das Problem ist, die SPD kann nicht kommunizieren, welche Ideen sie hat“.

Ulrike Trick verwies darauf, dass im Laufe der Entwicklung die Entscheidungsräume kleiner geworden seien. „Ganz viele Dinge werden von der EU geregelt. Ein großes Thema für uns ist, neben Umwelt, die Bildung für alle. Wir sind die Alleinkämpfer mit dem Vorwurf der Neinsager“.

Charlotte Quik sieht die Union als gespalten an. „Wir müssen klare Kante zeigen und ich glaube, dass wir daran wirklich arbeiten müssen“.

Facebook?

Wie gehen Politiker mit sozialen Netzzwerken wie Facebook und Twitter um,  wie stehen Politiker dazu, war eine Frage an Reuther gerichtet. „Ich sehe schon, dass hier viel Schindluder getrieben wird“.

Charlotte Quik widersprach dem nicht aber: „Was auf Facebook passiert ist schon sehr ausschlaggebend. Wir müssen sensibel damit umgehen“.

Rainer Gardemann und Michael Fastring verzichten darauf: „Wir sprechen noch mit den Menschen im Ort persönlich“.

Der Fragen reichten von Plastikmüll „Wie können wir diesen vermeiden und was tut die Politik dafür“,  bis hin zulandwirtschaftlichen Fragen an Charlotte Quik oder „Wie finden sie den Bundesadler“ an Reuther.

Eine  pfiffige Frage kam zum Schluss, gerichtet an Quik. „Wenn sie ein Superhirn hätten, welches Auto würden sie entwickeln, damit es schadstoffarm fährt“. Hier verwies Quik auf die bereits bestehenden Techniken, die nur vonseiten der Politik umgesetzt werden müssen. „Dazu brauchen wir kein Superhirn. Die gibt es bereits“. Petra Bosse

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