Beginn der Baumaßnahme Marienheim in Schermbeck an der Erler Straße. Gesamtkosten 19,5 Millionen Euro

SCHERMBECK. „Wir sind froh, dass es endlich losgeht“, sagte Bürgermeister Mike Rexforth am Montagmorgen beim symbolischen Spatenstich der Baumaßnahme Marienheim an der Erler Straße.

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Beim symbolischen Spatenstich dabei waren Bürgermeister Mike Rexforth, Caritas-Geschäftsführer Markus Bothe sowie der Architekt Ralf Badura (vorne v. l.) sowie Gerd Abelt von der Wirtschaftsförderung, Peter Cosanne (Ing. Projektleiter) und Olaf Rohrandt (Cosanne). Foto: Petra Bosse

Geplant ist die Fertigstellung des Gebäudes sowie die damit einhergehende Vermietung für Januar 2022 gewesen. Durch die aus der Corona-Pandemie resultierend Besuchereinschränkungen und Hygieneanforderungen sei es bisher nicht möglich gewesen, so Markus Bothe, dass die Handwerker im Marienheim mit den erforderlichen vorbereitenden Arbeiten für den Um- und Neubau beginnen konnten (wir berichteten).

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Außenansicht-17 barrierefreie Wohnungen werden hier integriert sein. ©Caritas

47 barrierefreie Wohnungen

Dies sei auch der Grund dafür gewesen, dass die zeitliche Abfolge der einzelnen Baumaßnahmen, unter anderem für den geplanten Neubau mit 47 barrierefreie Wohnungen, sowie der Neubau einer Tagespflege mit 14 Plätzen, geädert werden musste. „Nun freue ich mich für uns als Gemeinde, dass es endlich startet, besonders auch deswegen, da wir mit der Ausweisung von Grundstücken in der Gemeinde nur Schwierigkeiten haben“, fügt Rexforth hinzu. Die neuen, geplanten Wohnungen seien für Schermbeck ein Quantensprung.

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Die Hausmeisterwohnung/ Werkstatt und ehemalige Leichenhalle des Krankenhauses wird als erstes abgerissen. Foto: Petra Bosse

Nach neustem energetischen Standards

Als Erstes wird die Caritas jetzt mit dem Neubau eines Gebäudes mit 17 barrierefreie Wohnungen für Senioren und Menschen Betreuungs- und Unterstützungsbedarf nach den Plänen des Architekturbüros Badura beginnen. Vorab muss die alte Hausmeister Wohnung (ehemalige Leichenhalle des Krankenhauses) abgerissen werden. Das neue Gebäude wird nach „KfW Effizienzhaus 55“ errichtet und entspricht dem hohen energetischen Standard.

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Wohnraum für eine Personen nach dem neusten Standard. ©Caritas

Das bedeutet: Es benötigt nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus und ist daher besonders umweltfreundlich. „Darüber hinaus profitieren die Mieter bei diesem Standard von erheblich niedrigeren Nebenkosten im Vergleich zu einem konventionellen Neubau“, so der Geschäftsführer der Caritas-Betriebsführung und Trägergesellschaft Marl für das Altenpflegeheim Marienheim an der Erler Straße Markus Bothe.

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Wohnungen für zwei Personen. ©Caritas

Die Wohnungen haben Größen zwischen 52 und 62 qm. Die Baukosten betragen 3,4 Mio. Euro.

Vorbereitungen Außenbereich

Ebenfalls fortgeführt werden jetzt die Planungen für den Umbau im Marienheim. Nach jetzigem Planungsstand sollen die Arbeiten, ausgeführt von regionalen Firmen, an und in dem Bestandsgebäude im nächsten Jahr begonnen werden. Die Vorbereitungen im Außenbereich dafür jedoch sollen noch in diesem Jahr beginnen. Dazu gehören unter anderem das Erstellen der Baustraße, Abbruch des Verbindungsgangs zwischen Marienheim und Haus Kilian. Erst dann wird der ehemalige Teil des Krankenhauses abgebrochen.

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Die Hausmeisterwohnung/ Werkstatt und ehemalige Leichenhalle des Krankenhauses werden abgerissen. Foto: Petra Bosse

Hier entstehen weitere 30 barrierefreie Wohnung, ebenfalls für Senioren und Menschen mit Betreuungs- und Unterstützungsbedarf. Hinzu kommt eine Tagespflege mit 14 Plätzen für Senioren.

Große Nachfrage

Die Nachfrage an den Wohnungen ist groß. Obwohl die Vergabe der Wohnungen erst für Januar 2022 geplant ist, gebe es laut Bothe schon eine längere Liste von rund 60 Interessierten unabhängig jedoch davon können sich weitere Interessenten in die Warteliste aufnehmen lassen.

Die kann telefonisch unter der Rufnummer 02365-690873 oder per Mail an [email protected] erfolgen.

Nach jetzigen Planungsstand soll die Fertigstellung aller Umbau- und Neubaumaßnahmen in der ersten Jahreshälfte 2025 sein. Die Gesamtkosten für das gesamte Bauvorhaben belaufen sich auf 19, 5 Mio. Euro.  

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©Caritas

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