„Dabeisein ist alles“. Von diesem olympischen Gedanken beseelt, lässt sich auch ein letzter Platz in einem Wettbewerb leicht ertragen. Und wenn  man sich dann noch einredet, Sieger der Herzen zu sein, dann ist der letzte Platz sogar noch ein Gewinn und ein richtiger Grund zum Feiern.
Beim zweitägigen Turnier des Zucht-, Reit- und Fahrverein Wodan Damm gab es heute Mittag auch den Wettbewerb „Jump and Dog“. Erst mussten Pferd und Reiter den Parcours mit Hindernissen bewältigen, bevor ein Hund mit seinem Führer starten durfte, um die mit Hindernissen bestückte Bahn zu bewältigen.

Ihren 17. und 18. Platz beim Wettbewreb "Jump and Dog" haben diese beiden Teams mit ihren Fans heute gebührend gefeiert. Foto: Helmut Scheffler
Ihren 18. und 19. Platz beim Wettbewreb „Jump and Dog“ haben diese beiden Teams mit ihren Fans heute gebührend gefeiert. Foto: Helmut Scheffler

Letzter zu sein hat den Vortgeil, dass man am längsten den Beifall begeisterter Zuschauer hören kann. Dies Vergnügen konnten Sandra Heier und ihre Betreuerin Christiane Ostermann-Schelleckes für sich verbuchen. Mit dem elfjährigen Wallach „Luis“ hatte Sandra Heier den Parcours ganz gut bewältigt. Und auch der Start des elfjährigen Dalmatiners „Arco“ sah noch noch recht rasant aus. Doch das letzte Gatter wirkte offensichtlich so Furcht erregend, dass „Arco“ seiner laufenden Begleiterin Wendi signalisierte, die Grenze des Zumutzbaren sei erreicht. „Man muss auch verlieren können“, dachte sich der Hund und blieb bei dieser Haltung bis zur Siegerehrung, zumal es bei der Siegerehrung auch noch Leckerchen gab.

Fast vier Sekunden weniger benötigten Nicole Heier mit ihrem 23-jährigen Wallach „Pio“ und der elfjährige Phil mit dem Hund „Mio“. Doch das reichte nicht für den Gesamtsieg, sondern nur für den vorletzten Platz. 17 Reiterinnen konnten zu Hause erzählen, dass sie den Parcours schneller bewältigten als Sandra und Nicole Heier, aber wenn sie zu Hause behaupten sollten, lustiger und länger gefeiert zu haben als die Inhaber des 18. und 19. Platzes, dann entspricht das nicht den Tatsachen. H.Sch.

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.