Kilian-Schützengilde Schermbeck stellte Neuerungen fürs Schützenfest vor
Schermbeck In der Gaststätte Overkämping stellte die von Rainer Gardemann geleitete Kilian-Schützengilde im Beisein von 45 Schützen einige Neuerungen vor.

Eine Vorfeier wird es in diesem Jahr nicht geben. Stattdessen wurde in der vergangen Woche eine Après-Ski-Party gefeiert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Entscheidung für eine Veränderung sich als richtig erwies. Zur Party auf dem Rathausplatz kamen deutlich mehr Gäste als zuletzt zu der eine Woche vor Kilian veranstalteten Vorfeier.

Die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Änderung des Festablaufes steht jetzt im Detail fest. Insgesamt wird das Fest um einen Tag gekürzt und außerdem um einen Tag vorgezogen. Die Kranzniederlegung und der Thronball finden bereits am Freitag statt. Zum Festablauf am Samstag gehören das Schießen, die Krönung, der Besuch der Gastvereine aus Bricht, Damm und Uefte beim abendlichen Festball sowie der große Zapfenstreich, der mit den Ehrungen verbunden wird.

Am Sonntag veranstaltet die Gilde im Rahmen eines Frühschoppens ein Kaiserschießen, an dem sich alle bisherigen Majestäten beteiligen können. Mit der Bestrafung im Rahmen des Bataillonsnachmittags beenden die Kilianer am Montag ihr Fest. OB die Schüppenschützen ihr Fest wie bislang am Dienstag feiern werden, steht noch nicht fest. Die Entscheidung soll am kommenden Samstag während der Jahreshauptversammlung der Schüppenschützen fallen, die um 20 Uhr in der Gaststätte Overkämping beginnt.

König Bodo Horstkamp und der Vizepräsident Bernd Holtmann (v.l.) zeigen die neue „Mauritius-Karte“, die eine neue Form der Bezahlung von Eintritten zu Kilian-Feiern regelt. Foto: Helmut Scheffler

Eine neue Bezahlungsmethode praktiziert die Gilde in diesem Jahr. Der Vorstand stellte die so genannte „Mauritius-Karte“ vor. Wer diese Karte jetzt erwirbt, zahlt 15 Euro und erhält dazu kostenlos eine zweite Karte für seinen Partner. In diesem Jahr gilt die Karte für den freien Eintritt beim Tanz in den Mai am 30. April und an allen Kiliantagen. Künftige Karten gelten immer für das ganze Kilianer Jahr. Die Karte für die Saison 2017/18 wird 50 Euro kosten. Der Partner erhält kostenlos eine Karte. Die 50 Euro ermöglichen den freien Eintritt beim Oktoberfest, bei der Après-Ski-Party, beim Tanz in den Mai und an den Kiliantagen.

Wer keine Mauritius-Karte erwerben möchte, kann wie bisher den Schützenbeitrag entrichten, der nur für das sommerliche Schützenfest gilt. Bislang mussten 10 Euro entrichtet werden. Da das neue Schützenfest aber um einen Tag gekürzt wird, gaben einige Schützen zu bedenken, dass man den Beitrag auf acht Euro reduzieren sollte. Eine Entscheidung soll im Rahmen der Generalversammlung gefällt werden, die am 26. Mai im „Haus Mühlenbrock“ stattfindet. Das ist erstmals ein Freitag. Die Verlegung vom Samstag auf den Freitag wird erforderlich, weil der Brichter Schützenverein sein Fest um einen Tag vorzieht und die Kilianer immer am ersten Tag ihren Besuch im Festzelt am „Schwarzen Adler“ vornehmen.

Bis zur Versammlung im Mai soll auch die Anregung des Schüppenschützen Jens Hindricksen geklärt werden, ob und wie man das amtierende Königspaar besonders ehren kann. Durch die Veränderung des Festablaufes käme es in diesem Jahr ansonsten zu der einmaligen Situation, dass die Majestäten Bodo Horstkamp und Angelika Reimann nicht im Mittelpunkt eines großen Festumzuges stünden. H.Sch.

 

 

 

Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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