Etwa 90 Gäste kamen am Samstag zum Neujahrsempfang der Schermbecker CDU
Schermbeck. Mehr als 90 Besucher aus Vereinen, Verbänden, von Firmen und von CDU-Gremien aus Schermbeck und einigen Nachbargemeinden beteiligten sich am Samstag am CDU-Neujahrsempfang im Begegnungszentrum.
Im Mittelpunkt der zweieinhalbstündigen Veranstaltung, die vom Borkener „Organicjazztrio“ musikalisch untermalt wurde, standen mehrere Reden politischer Vertreter.
„2015 war ein turbulentes Jahr, ein Jahr voller Herausforderungen für die ganze Welt und durch die Flüchtlingswelle auch für Schermbeck“, stellte Uli Stiemer als Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes fest. Schermbeck habe die Herausforderung „hervorragend gemeistert, mit Ruhe, mit Besonnenheit und der richtigen Strategie, mit einer Willkommenskultur, auf die wir stolz sein können.“ Obwohl es kaum Zeit zum Luftholen gegeben habe, sei Schermbeck so ganz nebenbei noch schöner geworden.

Als Gastredner konnte Uli Stiemer Dr. Günter Krings gewinnen.
Krings ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnnenmisterium und Vorsitzender des CDU-Bezirksvorstands Niederrhein. Die Flüchtlingskrise und die Terrorgefahr waren die zentralen Inhalte seiner Rede. Zwar sei das Vertrauen in die Kraft des Staates in der letzten Zeit stark erschüttert worden, aber dieses Vertrauen könne gefestigt werden. Dazu gehörten früh ansetzende Aufdeckungsstrategien, eine Stärkung der Geheimdienste und beschleunigte Asylverfahren. Wer kein Bleiberecht habe, müsse zügig zurückgeführt werden. Außerdem müsse der Zugang neuer Flüchtlinge spürbar reduziert werden.

Bürgermeister Mike Rexforth befasste sich in seiner Rede mit einem Rückblick auf das Jahr 2015 und mit einem Ausblick auf das Jahr 2016. Ausführlich kritisierte er, bei gleichzeitiger Nennung der BfB und deren Vorsitzenden Klaus Roth, den personellen Aufwand, den das Bombardement von deren Anträgen verursache. Es dürfe auch mal die Frage gestellt werden, so Rexforth, ob es nicht langsam notwendig werde, „unsinnige Anfragen in Rechnung stellen zu dürfen“, weil man mit diesen Steuergeldern sicherlich Besseres anfangen könne.

„Schermbeck hat in den letzten 18 Monaten im Hinblick auf das äußere Erscheinungsbild einen deutlichen, nicht übersehbaren Wandel durchlaufen“, verwies Rexforth auf die Umgestaltung des Rathausumfeldes und mehrerer Flächen im Gemeindegebiet. Gelungen sei die Beteiligung einzelner Bürgergruppen. Richtig sei die Entscheidung gewesen, die Betreuung von Flüchtlingen in professionelle Hände zu geben. Der Haushalt für 2016 schließe wahrscheinlich mit einer Verbesserung von 1,8 Millionen Euro ab. Steuererhöhungen seien in 2016 nicht vorgesehen. Zur positiven Bilanz des Bürgermeisters gehörten die Schaffung eines familienfreundliches Umfeldes, die Ausweisung eines Baugebietes für bezahlbare Wohnungen, die Überarbeitung der Löschwasserversorgung, die Umgestaltung der Freudenbergstraße und die Verschönerung des Rathausvorplatzes durch die Finanzierung Schermbecker Firmen.
Die Anbindung Schermbecks an das Glasfasernetz nannte Rexforth als zentrale Herausforderung. Ausführlich warb er für die Unterstützung dieser Technik seitens der Bürgerschaft.

Ehrungen
Langjährige CDU-Mitglieder wurden – teilweise in Abwesenheit – geehrt. Josef Schild gehört der CDU seit 69 Jahren an, Josef Schetter seit 60 Jahren, Ferdinand Baumeister, Josef Dahlhaus, Heinrich Nelskamp, Ralf Tebay und Gisela Zens seit 40 Jahren.
Eine Geldsammlung zugunsten der Ferienspiele beider Schermbecker Kirchengemeinden erbrachte am Samstag 564 Euro. Diesen Betrag stockte der Dammer Turmvereinsvorsitzende Ernst-Hermann Göbel spontan um 300 Euro aus der Vereinskasse auf. H.Scheffler























