Corona-Pandemie: Alles stand still. Wir haben uns bei den Schermbecker Geschäftsleuten umgehört.

Schermbeck. Mit dem Lockdown hat sich unser Leben verändert. Stillstand hieß es in den Geschäften. Leergefegte Einkaufszonen und Schlangen vor den Lebensmittelläden bestimmten das Bild.

Viele Menschen beziehen Kurzarbeitergeld oder haben ihren Job ganz verloren. Ein Einschnitt. Sowohl für die Wirtschaft als auch fürs Leben. Kaufzurückhaltung und weniger Umsatz sind die Folge.

Wir haben uns bei den Schermbecker Geschäftsleuten umgehört. Wie geht es ihnen geschäftlich? Hier geht’s zu Teil Drei unserer Umfrage.

Wolfgang Lensing, Marketingleiter der Volksbank:

„Man muss die Coronakrise ganz differenziert betrachten. Wir, die Volksbank, waren Mitte März das erste Unternehmen hier mit einem bestätigten Coronafall. Ein Drittel der Belegschaft ging dennoch nicht eine Stunde früher und der normale Betrieb lief weiter. Beim Hygienekonzept schauen wir noch einmal mehr drauf. Haben Desinfektionsmittel und Spuckschutzwände da. Man gewöhnt sich schnell an die neue Situation. Was die Unternehmen betrifft: Die Reisebranche trifft es sehr hart. Dagegen sind die Baumärkte voll, weil viele in Heim und Haus investieren. Die langfristigen Folgen sind noch gar nicht abzuschätzen.“

Marcell Oppenberg (Schermbecker Landhelden):

„Der Rückhalt der Bevölkerung ist sehr hoch. Mit den Hygienemaßnahmen nach dem Lockdown hat es deutliche Verbesserungen gegeben. Doch nach wie vor ist die Verunsicherung groß: Was dürfen wir, was dürfen wir nicht? Den Kulturtreibenden stirbt eine Menge weg.

Schermbeck in Coronazeiten

Die Unterhaltungsbranche hat es schwer. Viele Musiker, Veranstalter und Kulturtreibende haben Tränen in den Augen. Wir haben die Stuhlzahlen verringert und doch gibt es viele, die sagen: Ich bleibe trotzdem zuhause. Kultur ist ein wichtiges Standbein auch für die Heimat. Wer die eigenen Landhelden unterstützen möchte, kann das gern tun. Die Hoffnung ist da, die eigene Heimat und Kultur mit einem tollen Programm zu stärken.“

Tim Besten, Inhaber von Bestens Betreut:

„Als der Lockdown kam, mussten wir den Betrieb unseres EMS Studios in Schermbeck von dem ein auf den anderen Tag einstellen. Durch das Soforthilfe Programm der Regierung konnten wir diese schwierige Zeit überstehen. Jedoch mussten wir mehrere Wochen auf das Geld warten. Die Buchhaltung und die Kosten blieben natürlich bestehen. Dank der Unterstützung unserer Kunden konnten wir die erste Krise gut überstehen. Wir haben unseren Kunden dann drei Möglichkeiten gegeben, wie wir mit den Beiträgen der Schließungsphase umgehen. Dabei können die bezahlten Beiträge abtrainiert, durch einen Schermbeck Gutschein ausbezahlt oder aber auf die Erstattung verzichtet werden.

Was ich schade finde: Wir werden mit dem klassischen Fitnessbereich über einen Kamm geschert. Ein EMS-Studio ist nicht wie ein Fitnessstudio zu sehen, da diese Studios wesentlich kleiner und weniger Menschen zum gleichen Zeitpunkt trainieren. Bei uns gibt es eine Eins-zu-Eins oder eine Eins-zu-Zwei-Betreuung. Heißt, bei uns trainieren die Kunden allein oder aber mit einer Person aus dem eigenen Haushalt oder der Familie. So machen wir jetzt erstmal weiter.“

Hier der erste Teil unserer Umfrage.

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