RVR-Ranger werden weitere fünf Jahre eingesetzt. Das hat der Umwelt- und Planungsausschuss Kreis Wesel am Dienstag beschlossen

Hierfür sollen jährlich 60.000 Euro im Haushalt bereitgestellt werden.

Kreis Wesel (pd). Nach der außerordentlich erfolgreichen zweijährigen Pilotphase zum Einsatz von RVR-Rangern in den Naturschutzgebieten im Kreis Wesel ist diese Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde bei ihrer Arbeit vor Ort unerlässlich. Sie soll dauerhaft fortgesetzt werden.

Einstimmig wurde daher beschlossen, den Rangereinsatz zunächst für weitere fünf Jahre fortzusetzen und für alle Naturschutzgebiete im Kreis Wesel auf das ganze Jahr verteilt auszudehnen. Hierfür sollen jährlich 60.000 Euro im Haushalt bereitgestellt werden.

Vorstandsmitglied Helmut Czichy fand lobende Worte für die Arbeit, die die Ranger im Rahmen der Umsetzung des Pilotprojektes geleistet haben. „Nach zwei Jahren muss ich die Durchführung des Pilotprojektes als richtig und wegweisend bezeichnen, nicht nur für den Kreis Wesel, sondern auch darüber hinaus. Was dort in den ausgewählten Schutzgebieten innerhalb von kurzer Zeit und trotz des teilweise massiven Gegenwindes erreicht werden konnte, zeugt von großer Professionalität. Im Ergebnis kann ich nur bestätigen, dass die hierfür eingesetzten Steuergelder gut investiert wurden.“

Thomas Kämmerling, verantwortlicher Betriebsleiter des RVR Ruhr Grün und Chef der Ranger, bedankte sich für dieses besondere Lob und hob dabei die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kreis Wesel während dieser Zeit hervor. „Ohne diese enge und gute Zusammenarbeit wäre dieses Ergebnis sicherlich nicht zustande gekommen.“

Nach seiner anschließenden Präsentation des Abschlussberichtes ging er noch einmal auf den Beschlussvorschlag ein. „Ich freue mich natürlich, dass der Einsatz meiner Ranger für weitere fünf Jahre fortgesetzt werden soll. Das gibt mir ein Stück Planungssicherheit.“

Gleichzeitig stellte Kämmerling aber auch seine Sicht als RVR Ruhr Grün klar. „Allerdings muss ich den hierfür erforderlichen weiteren Ausbau und die personelle Verstärkung meines Rangerteams langfristig ausrichten und durch entsprechende Dienstleistungsverträge gegenfinanzieren. Da man gut ausgebildete Ranger nicht befristet für fünf Jahre bekommt, hätte ich mir ein längerfristiges Engagement von z.B. zehn Jahren lieber gewünscht“, so Kämmerling weiter.

Die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses würdigten diese Aussagen als durchaus verständlich und nachvollziehbar. Mit Hinweis darauf, dass man aber bereits mit dem jetzigen Beschluss dem noch nicht gebildeten neuen Kreistag konkrete finanzielle Vorgaben für die nächste Legislaturperiode mache, wollte man von dem vorliegenden Beschlussvorschlag nicht abweichen. Abschließend entscheiden wird der Kreistag am 8. Oktober 2020.

Durch das Votum zur fortgesetzten Unterstützung durch die RVR-Ranger kann die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Wesel die Vorbereitungen zum Abschluss der Folgevereinbarung mit dem RVR Ruhr Grün für die Jahre 2021 bis 2025 treffen.

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