Radfahrer – Verkehrsteilnehmer 2. Klasse

Die neue Brücke über den Rhein bei Wesel ist ein Hingucker und sorgt auch für einen besseren Verkehrsfluss für die PKW. Für Fahrradfahrer allerdings sind am Beginn und Ende der Brücke im Bereich der Dehnungsfugen zwei derbe Stolperkanten zu überqueren.

Jürgen Bartsch, Mitglied im Kreistag und im Kreisbauausschuss für die Grünen:

„Diese Kanten sind ein echtes Ärgernis. Während für Autofahrer ein Gitter in die Fahrbahn eingebaut wurde, um das Überfahren möglichst glatt und bequem zu gestalten, müssen die Fahrradfahrer sich auf deftige Schläge beim Überfahren der zentimeterhohen Kanten gefasst machen – dabei sind Räder wesentlich stoßempfindlicher als gut gefederte PKW.“

Im Fachausschuss hatte die Grüne Fraktion die Kreisverwaltung gebeten, noch einmal bei Straßen.NRW, der für die Fahrbahn zuständigen Behörde, für eine Nachbesserung dieser Brückenstellen zu plädieren.

Im letzten Bauausschuss berichtete nun die Verwaltung vom Ergebnis der Nachfrage: Straßen.NRW sehe keinen Handlungsbedarf.

Bartsch: „Wieder einmal zeigt sich, dass Radfahrer als Verkehrsteilnehmer 2. Klasse behandelt werden. Dabei müsste auch Straßen.NRW wissen, dass wir eine Änderung der Prioritäten in der Verkehrspolitik benötigen. Das heißt unter

anderem, dass das Fahrrad als mit Abstand umweltfreundlichstes Verkehrsmittel gefördert werden sollte mittels gut ausgebauter und bequem zu befahrender Radrouten. Was für PKW-Fahrbahnen gilt, muss mindestens auch für Radwege gelten.“

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.