Zu viele schwere Unfälle – Gestern nahm sich die Polizei in Dinslaken den “Sorgenkindern” an. Sie kontrollierte sowohl in Dinslaken als auch in Voerde, Hünxe und Schermbeck

Sieben Ordnungswidrigkeitsanzeigen, zwei schriftliche Verwarnungen und satte 63 Verwarngelder ist die Bilanz der Kolleginnen und Kollegen am gestrigen Mittwoch.

Die Unfallstatistik 2020 bot bereits eine traurige Bilanz:

Drei getötete Rad-und Pedelec- Fahrer und eine Steigerung der Unfälle, bei denen Pedelec- Fahrer auf den Straßen im Kreis Wesel im letzten Jahr verunglückten. Auch in diesem Jahr musste bereits über einige Verkehrsunfälle berichtet werden, bei denen sich Pedelec-Fahrer schwer verletzten.

Gestern nahm sich die Polizei in Dinslaken den “Sorgenkindern” an. Sie kontrollierte sowohl in Dinslaken als auch in Voerde, Hünxe und Schermbeck in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Rad-und Pedelecfahrer. Hierbei stellten die Beamten viele Verstöße fest.

Vergehen in vielfältiger Bandbreite

Ob es sich um Fahren auf der “falschen” Seite handelte, das Fahren über eine rote Ampel, Handynutzung oder das Fahren auf dem Gehweg, die Bandbreite war erschreckend vielfältig.

Auffällig hierbei auch: Die wenigsten Fahrer von Pedelcs oder E-Bikes trugen einen Helm. Bei den Fahrradfahrern ging keiner der Kontrollierten mit gutem Beispiel voran. Dabei kann gerade für diese Zielgruppe ein Helm lebensrettend werden.

Den Polizistinnen und Polizisten ging es bei ihren Kontrollen nicht nur um die Ahndung der Verstöße, sondern vor allem darum, die Radfahrer und ihre motorisierten Fahrer zu sensibilisieren.

Hier noch einmal einige Tipps:

Nicht auf den Kopf gefallen – Helm tragen: Verletzungen aufgrund von Fahrradunfällen sind in der Regel deswegen schwerwiegender, da viele mit dem Rad Fahrende nach wie vor keinen Helm tragen – nur etwa jeder fünfte Erwachsene benutzt einen Fahrradhelm. Seien Sie vor allem für Kinder und Jugendliche Vorbild und tragen Sie auch zum Schutz von sich selbst stets einen Helm – auch wenn es nur kurz “um die Ecke zum Bäcker” geht.

Übung macht den Meister: Gerade ältere Fahrradfahrer sollten sich nach längeren Unterbrechungen erst einmal wieder ans Fahren und an ihr Rad gewöhnen. Geben Sie ihrem Körper die nötige Zeit, sich auf das Zweirad einzustellen und überfordern Sie vor allem nicht sich selbst.

Wie war das nochmal? Auch geistig sollten Sie sich stets fit und sicher fühlen – verinnerlichen Sie Verkehrsregeln und Verkehrszeichen, damit das unbeschwerte Fortbewegen im Straßenverkehr nicht zur Belastung wird.

Hell und grell: Ganz klar ist auch: Machen Sie auf sich aufmerksam! Vor allem auch im Dunkeln – tragen Sie auffällige, helle und / oder reflektierende Kleidung. Stellen Sie sicher, dass vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen am Rad vorhanden und auch in Takt sind.

Hier geht’s lang: Denken Sie auch immer daran: Machen Sie Ihre Fahrabsichten rechtzeitig und deutlich für alle anderen Verkehrsteilnehmer erkennbar – geben Sie Anderen die Möglichkeit, sich einzustellen und sich ihrer Fahrweise anzupassen. Fahren Sie miteinander, nicht gegeneinander!

Schnell fahren, aber sicher: Ganz wichtig auch: Mit dem Pedelec oder E-Bike sind Sie deutlich schneller unterwegs als andere Radfahrer oder Fußgänger. Beachten Sie, dass sich Fahrverhalten, Bremsweg und Reaktionszeit entsprechend verändern und für alle schwieriger einzuschätzen sind! Passen Sie Ihre Fahrweise vor allem immer Ihren eigenen Fähigkeiten an und überschätzen Sie sich nicht.

Die Polizei jederzeit eine gute und vor allem sichere Fahrt – kommen Sie gesund ans Ziel!

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