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Offener Brief von Schafhaltern an die Politik: Helfen Sie uns, unsere Weidetiere jetzt zu schützen!

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Offener Brief von den Schafhaltern Maik Dünow (li.), Erich Specht und Christiane Rittmann. Fotomontage: Petra Bosse

In der Nacht zum 11. September 2024 kam es erneut zu einem verheerenden Wolfsangriff auf die Zuchtstätte von Erich Specht im ehemaligen Wolfsgebiet Schermbeck.

Die Schafhalter vor Ort fordern dringend Unterstützung, um ihre Tiere zukünftig effektiv vor Wolfsangriffen zu schützen. Der folgende offene Brief richtet sich an das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr und den Kreis Wesel.

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Offener Brief an: Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Ministerin Silke Gorißen
Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Herr Minister Oliver Krischer
Kreis Wesel, Herr Landrat Ingo Brohl.

Dieses Mal wenden wir Schafhalter uns in einem offenen Brief an Sie.
Die Situation im ehemaligen Wolfsgebiet Schermbeck hat dramatische Züge angenommen! Die wertvolle Zucht von Herdbuchzüchter Erich Specht wird durch permanente Wolfsattacken zerstört!

In der Nacht zum 11. September fielen erneut Schafe der Zuchtstätte Specht dem Wolf zum Opfer. Der Wolf drang in eine Herde von 33 trächtigen Schwarzkopfschafen ein. Ein tragendes Schaf erlitt schwerste Verletzungen, wurde aufgerissen, die Gedärme hingen heraus. Bis zur Nottötung musste es unendliche Qualen erleiden. Ein weiteres Schaf wurde getötet und das ungeborene Lamm herausgerissen. Grausame Bilder boten sich heute Morgen dem Schäfer und seiner Familie.

Wir fragen uns: „Ist das alles so gewollt?“
Wieder konnte der Herdenschutz, in diesem Fall doppelte Zäune mit einer Höhe von ca. 135 cm, den Wolf bzw. die Wölfe nicht abwehren. Die Herde war in einem doppelt gesicherten Bereich untergebracht. Beide Zäune führen Strom, ein Zaun 6 KV, der andere 10 KV. Zusätzlich ist ein Zaunmonitor angebracht, der meldet, wenn die Spannung unter 3,5 KV fällt.

Was muss noch alles passieren, bis die Politik und die Naturschutzverbände reagieren?
Die Schafhalter im ehemaligen Wolfsgebiet Schermbeck benötigen sofort Unterstützung!
Wir können nicht warten, bis der Schutzstatus des Wolfes herabgesetzt wird. Wir müssen jetzt unsere Tiere wirkungsvoll vor Wolfsübergriffen des hiesigen Rudels schützen.

Das wird sicher nicht erreicht, wenn diese fatalen Übergriffe auf gut geschützte Herden keine Konsequenzen für das Rudel haben oder die Mittel für Herdenschutzmaßnahmen weiter gekürzt werden. Die Erhaltung der Schafzucht ist in vielen Bereichen äußerst wichtig und kann nicht durch Maschinen ersetzt werden.

Wir bitten und fordern Sie auf:
Helfen Sie uns, unsere Weidetiere jetzt zu schützen!
Besuchen Sie uns kurzfristig im Wolfsgebiet Schermbeck, um sich ein Bild vor Ort zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Erich Specht
Maik Dünow
Christiane Rittmann

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