Durch die Initiative des Seniorenbeirats Schermbeck gibt es nun zwei Mitfahrerbänke.

Hinsetzen und warten! Daumen raus, ist nicht mehr nötig, denn die Mitfahrerbänke signalisieren vorbeifahrenden Autofahrern: Nimm mich mit. Ich muss nach Gahlen, oder umgekehrt.

Eine Bank steht am Rathaus, die andere Bank in Gahlen/Ecke Haus Gahlen Straße.

Antwort auf schlechte Nahverbindungen

Mit Blick auf die anhaltenden schlechten Verbindungen im Personennahverkehr im ländlichen Raum, habe sich der Seniorenbeirat Gedanken gemacht, betont der Vorsitzende Friedhelm Stoltenberg.

Mitfahrerbänke in Schermbeck und Gahlen

Nun dürfen sich die Schermbecker über zwei Bänke freuen, die nun die Fahrten von A nach B erleichtern, ohne Umwege und möglichst ohne lange Wartezeiten. „Niemand muss, aber jede Person ab 16 Jahre, insbesondere ältere Bürger können sich freiwillig anhaltenden Autofahrern anvertrauen, um bei ihnen mitzufahren“.

Testphase der Mitfahrbänke

Bei der jetzigen Strecke Schermbeck-Gahlen handelt es sich um eine Testphase. Wenn diese gut angenommen werde, könne, so hat es der Seniorenbeirat angedacht, das Angebot eventuell Richtung Damm und Üfte ausgeweitet werden.

Mitfahrerbänke in Schermbeck und Gahlen
Hinsetzen und warten. „Daumen raus“ ist nicht nötig.

„Vorstellbar ist auch eine Ergänzung Richtung Wesel, Raesfeld und Hünxe. Dinslaken wäre ebenfalls denkbar“, fügt Stoltenberg hinzu.

Auf die Idee kam der Seniorenbeirat, wie Stoltenberg sagt, über die positiven Reaktionen von Mitfahrerbänken in anderen Gemeinden. „Das hat uns ermutigt, dieses Angebot auch in Schermbeck anzubieten“.

Vertrauen muss da sein

Der Ablauf ist einfach: Sitzen oder stehen auf, oder vor der Bank. „Wenn es passt, kann jeder vorbeifahrende Autofahrer anhalten und signalisieren, komm, ich nehme dich mit“, erklärt der Vorsitzende den Ablauf. Das alles geschehe natürlich kostenlos und auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen.

Mithilfe von Sponsoren und mit Zustimmung von Rat und Verwaltung konnte dieses Projekt nun umgesetzt werden. Und natürlich, so Stoltenberg, dürfen die Mitfahrerbänke auch von „Nichttrampern“ genutzt werden.

Petra Bosse

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