In einer der Jahreszeiten blühenden Fläche und in einem wunderschönen Garten wird sich der neu angelegte, rund 500 qm große Memoriam-Garten, auf dem evangelischen Friedhof verwandeln.

SCHERMBECK. Als einen Park mit System, mit Bänken zum Ausruhen, zur Ruhe kommen und um zu trauern, so bezeichnet Gärtner Michael Rittmann von „Garten und mehr“, den Teil des Friedhofs.

Er wird als Kooperationspartner zukünftig für eine kompetente Dauergrabpflege zuständig sein, so dass der Memoriam-Garten das ganze Jahr eine grüne und blühende Fläche sein wird. „Je nach Jahreszeit werden hier unterschiedliche Gewächse gepflanzt, von gelb bis blau mit Salvia oder Sonnenhut im Spätsommer. Bienen und Schmetterlinge kommen hier nicht zu kurz“, so Rittmann.

Gärtnerbetreute Grabanlage

Der Memoriam-Garten zählt zu den gärtnerbetreuten Grabanlagen und ist die neue Form der Bestattung. Dies sei, so Michael Rittman, eine zeitgerechte Lösung. „Damit wollten wir weg von den momentanen Gräbern“.

Memoriam-Garten evangelischer Friedhof Schermbeck
Pfarrer Dieter Hofmann, Maximilian Müller (Friedhofsverwaltung), Heinz-Günter Dickmann (Friedhofsverwalter) sowie  (vorne) Silke Sümpelmann (Mitglied im Friedhofs-Ausschuss) und Michael Rittmann von Garten und mehr, stellten am Mittwoch den Memoriam-Garten der ev. Kirchengemeinde vor. 

Das Konzept des neuen Memoriam – Garten stellten am Mittwochmorgen Pfarrer Dieter Hofmann mit Vertretern der Friedhofsverwaltung Silke Sümpelmann, Gerd Graaf, Heinz-Günter Dickmann und Maximilian Müller vor. „Hier finden alle Schermbecker, die nicht wissen wohin, einen Platz. Egal welcher Konfession sie angehören“, erklärt Pfarrer Dieter Hoffmann.

 Niemand ist anonym

Der Memoriam – Garten bietet für 25 Jahre Platz für 180 Verstorbene. An diesem friedlichen Ort wird kein Verstorbener anonym beigesetzt. „Wir haben mehrere Stelen aufgestellt, wo die Namen eingraviert werden“, so Pfarrer Hoffmann.

Memoriam-Garten evangelischer Friedhof Schermbeck

 

Aufgeteilt ist der Memoriam – Garten in fünf unterschiedlichen Flächen. Je nach Bedarf können sich die Hinterbliebenen oder Angehörigen zwischen unterschiedliche Möglichkeiten der Bestattung entscheiden: Dass zweistellige Partnergrab für zwei Särge oder zwei Urnen in einer Grabstelle. Eine weitere Fläche bietet Platz für einen Sarg und einer Urne oben drau. Diese muss allerdings in kurzer Zeit folgen.

In den zwei weiteren Beeten  können insgesamt 80 Urnen beigestzt werden.

Memoriam-Garten als echte Alternative

Alle Grabstätten sind in harmonischer Art und Weise miteinander verbunden, da es hier keine klaren Abgrenzungen wie bei den klassischen Gräbern gibt.

Der Vorteil, so Pfarrer Hofmann, liege hier auch darin, dass die Angehörigen sich nicht um die Pflege der Grabstelle für die nächsten 25 Jahre kümmern müssen. „Der Memoriam-Garten ist eine echte Alternative zu den Rasengräbern, wenn die Kinder beispielsweise weiter weg wohnen, oder Angehörige die Grabstelle nicht selber pflegen können, und er bietet mehr als nur grünen Rasen“.

Memoriam-Garten evangelischer Friedhof Schermbeck

 Zu Lebzeiten Grabstelle aussuchen

Wer möchte, kann sich zu Lebzeiten bereits eine Grabstelle aussuchen und Verträge für die zukünftige Pflege abschließen. Die Gewährleistung für die Erbringung der Leistung über den gesamten Ruhezeitraum übernimmt die „Rheinische Treuhandstelle für Dauerpflege“.

Michael Rittmann wird die Flächen reinigen, sei es die wechselnde Bepflanzung im Jahresverlauf, dass Entfernen von Unkraut oder das regelmäßige Gießen.

Die Kosten belaufen sich für 25 Jahre 1500 Euro. Das Geld wird bis zum Ableben treuhänderisch verwaltet. Petra Bosse

 Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.dauergrabpflege.net

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