Kamp-Lintforter Planungsbüro stellte ein Mobilitätskonzept vor
Am Dienstag, 9. Juni 2020, stellte Kai Pachan vom Büro für Verkehrs- und Stadtplanung BVS Rödel & Pachan aus Kamp-Lintfort den Mitgliedern des Weseler Kreistags das Mobilitätskonzept im Rahmen einer Informations- und Diskussionsveranstaltung vor. Das Konzept steht unter dem Leitmotiv MOBIL IM KREIS WESEL: Klimafreundlich. Flexibel. Vernetzt.

Neue Antriebstechnicken, technische Entwicklungen zur Steuerung von Verkehrsabläufen und ein verändertes Klimabewusstsein der Menschen führen allerorten zu einem tiefgreifenden Wandel der Mobilität. Dies hat der Kreis Wesel frühzeitig erkannt und ein Konzept für eine zukunftsorientierte, nachhaltige, attraktive und umweltfreundliche Mobilität entwickeln lassen.

Begleitet durch eine Lenkungsgruppe aus Verwaltung und Politik wurde das Mobilitätskonzept in den vergangenen Monaten in enger Abstimmung mit den kreisangehörigen Kommunen und Verkehrsunternehmen erarbeitet. „Insbesondere die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sowie die Beteiligung der kreisangehörigen Kommunen waren mir sehr wichtig“, betont Landrat Dr. Ansgar Müller. Bereits Ende 2018 / Anfang 2019 wurde deshalb eine Online-Befragung durchgeführt, an der sich rund 1.300 Personen, die im Kreis Wesel wohnen und/oder arbeiten, mit Vorschlägen zur Verbesserung der Mobilität beteiligt haben. Die Städte und Gemeinden wurden im Rahmen von zwei Beteiligungsrunden eingebunden.

Das Ergebnis ist ein Mobilitätskonzept, das Schwerpunkte und Maßnahmen aufzeigt, mit denen der Rad- und Fußverkehr sowie der öffentliche Personennahverkehr gesteigert und der Kfz-Verkehr verringert werden sollen. Geplant wurden ein System schneller Radwegeverbindungen zwischen den Kommunen und der Aufbau eines kreisweiten Netzes von Mobilstationen, um den Übergang zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln zu erleichtern. Auch wurde ein System zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes, insbesondere abends und an den Wochenenden, entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung aktueller Entwicklungen in Bezug auf Antriebstechniken, Informationstechnologie und Automatisierung. Langfristig soll damit das Verkehrsmittel-Wahlverhalten für die täglichen Wege positiv beeinflusst werden.

Für den 25. Juni ist der Beschluss des Mobilitätskonzeptes durch den Kreistag vorgesehen. Interessierte finden das Konzept schon jetzt auf der Internetseite des Kreises Wesel unter https://www.kreis-wesel.de/de/themen/mobilitaetskonzept.

Die anschließende Umsetzung will der Kreis Wesel Hand in Hand mit seinen Kommunen vornehmen. „Wir möchten die Städte und Gemeinden bei der Einrichtung von Mobilstationen unterstützen“, erklärt der Landrat, „und ihnen insbesondere auch bei der Beantragung von Fördermitteln beratend zur Seite stehen.“ Bereits im laufenden Verfahren wurde ein „Koordinierungskreis Mobilität“ eingerichtet, in dem der Kreis sich regelmäßig mit den Städten und Gemeinden austauscht und die Kommunen auch untereinander von ihren Erfahrungen profitieren.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.