Der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dorsten hat am Dienstag zahlreiche Menschen in die Innenstadt gezogen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender absolvierte das Staatsoberhaupt ein umfangreiches Programm rund um Demokratie, Erinnerungskultur und Ehrenamt. Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth nahm gemeinsam mit Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhmann sowie Rekens Bürgermeister Manuel Deitert an dem besonderen Tag teil.

Steinmeier würdigt Engagement und Demokratie
Bereits beim ökumenischen Gottesdienst in der St. Agatha Kirche fand Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier deutliche Worte zur Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements.
„Man kann spüren, dass hier in Dorsten nicht nur der Glaube lebendig ist, sondern auch das Engagement von Menschen miteinander und füreinander“, sagte Steinmeier.

Mit Blick auf die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen erklärte der Bundespräsident außerdem: „Hier packen Menschen an, um gemeinsam Erinnerung zu pflegen und zu bewahren, um Benachteiligten zu helfen, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.“
Besonders eindringlich war sein Appell zur Demokratie: „Demokratie ist eben nicht nur Kopfsache. Sie braucht Menschen, die sich einbringen, die mitmachen, die sie zu ihrer Sache machen.“
Umfangreiches Programm in der Dorstener Innenstadt
Zum Besuchsprogramm gehörten unter anderem das Reinigen von Stolpersteinen, ein Besuch des Jüdischen Museums, Gespräche mit Schülerinnen und Schülern vom St. Ursula-Gymnasium sowie eine Rikscha-Fahrt durch die Altstadt. Den Abschluss bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Agatha Kirche.

Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen zeigte sich das Ehepaar Steinmeier während des gesamten Tages sehr bürgernah. Neben Kräften der Polizei waren auch Mitarbeitende des Bundeskriminalamtes sowie Personenschützer im Einsatz. Bereits vor Beginn der Veranstaltungen kontrollierten Sprengstoffhunde des Bundeskriminalamtes unter anderem die Kamerataschen der Journalistinnen und Journalisten.
Dennoch blieb die Atmosphäre entlang des gesamten Besuchs friedlich und herzlich. Immer wieder nahm sich der Bundespräsident Zeit für Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern sowie spontane Fotos mit Jugendlichen.

Rexforth lobt Nähe, Atmosphäre und starkes Zeichen für Demokratie
„Der Besuch des Bundespräsidenten in Dorsten war für mich ein rundum gelungener und beeindruckender Tag. Mein besonderer Dank gilt der Stadt Dorsten und insbesondere Bürgermeister Tobias Stockhoff für die Einladung und die hervorragende Organisation“, erklärte Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth.
Besonders bewegt habe ihn die friedliche, respektvolle und herzliche Atmosphäre, mit der die Menschen dem Staatsoberhaupt begegnet seien. Ebenso beeindruckend seien die Offenheit, Freundlichkeit und Nahbarkeit gewesen, die der Bundespräsident und seine Ehefrau ausgestrahlt hätten.
„Sehr beeindruckt hat mich außerdem die starke Präsenz der Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Petrinum sowie des St. Ursula-Gymnasiums. Es war schön zu erleben, mit welcher Offenheit und zugleich spürbaren Überraschung die jungen Menschen auf die große Nähe und Zugewandtheit des Bundespräsidenten reagiert haben“, sagte Rexforth.

Gerade solche Begegnungen blieben sicherlich vielen Jugendlichen lange in Erinnerung. Ein besonderer Höhepunkt sei für ihn zudem der ökumenische Gottesdienst zum Abschluss des Besuchs gewesen. Dass ein solcher Gottesdienst Teil eines Staatsbesuchs sei, sei keineswegs selbstverständlich und zugleich ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Werte in der heutigen Zeit.
„Gerade die Würdigung des Grundgesetzes und des Ehrenamtes durch den Bundespräsidenten sowie Bürgermeister Tobias Stockhoff hat deutlich gemacht, wie wichtig gesellschaftliches Engagement und Gemeinschaft für unser Land sind“, betonte Rexforth.

Außerdem habe er sich sehr darüber gefreut, viele Bürgermeisterkollegen, Vertreter des Bundestages sowie zahlreiche Vereine und Organisationen zu treffen, die diesem besonderen Tag einen würdigen und lebendigen Rahmen gegeben hätten.
Bürgermeister aus der Region begleiten den Besuch
Neben Mike Rexforth begleiteten auch Dirk Kuhmann sowie Manuel Deitert den Besuch des Bundespräsidenten in Dorsten.

Für einen emotionalen Abschluss sorgte nach der Andacht vor der St. Agatha Kirche die Schützenkapelle Rhade. Mit einem musikalischen Ständchen begrüßten die Musiker den Bundespräsidenten und seine Ehefrau. Dabei erklang auch das Steigerlied „Glück auf“.



























