Mit einem kleinen, aber gut besuchten Weinfest ist am Samstagnachmittag der Sommi 2026 auf der Mittelstraße gestartet. Auf dem Parkplatz Overkämping standen vor allem die Weine im Mittelpunkt: trocken, fruchtig, feinherb und passend zum sommerlichen Nachmittag. Den Auftakt machten die Gölsentänzer vom Heimatverein Gahlen auf der NISPA-Bühne.

Drei Winzer schenken in Schermbeck aus
Ab 14 Uhr füllte sich der Platz vor Overkämping. Drei Weingüter präsentierten dort ihre Weine und brachten unterschiedliche Regionen nach Schermbeck: das Weingut Espenscheid aus Bad Kreuznach an der Nahe, die Villa Burg Reil von der Mosel und das Weingut Emrich aus Biebelsheim.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich durch verschiedene Sorten zu probieren. Von trockenen Weißweinen über fruchtige Varianten bis zu unkomplizierten Sommerweinen war für unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei. An den Stehtischen und Bänken entstanden schnell kleine Weinrunden. Manche Gäste blieben nur auf ein Glas, andere machten aus dem Nachmittag den Start in einen langen Sommi-Abend.

Junger Winzer aus vierter Generation
Ein besonderes Gesicht des Weinfestes war der 26-jährige Winzer Philipp Espenscheid. Gemeinsam mit seiner Mutter führt er das Familienweingut Espenscheid bereits in vierter Generation. Dass er mit seinen Weinen in Schermbeck gelandet ist, sei eher Zufall gewesen.
„Meine Freundin Leonie kommt aus Wesel und dementsprechend ist die Nähe zu Schermbeck da gewesen“, erzählte Espenscheid. Über diesen Kontakt sei schließlich die Einladung zum Weinfest entstanden.

Für ihn sei der direkte Austausch mit den Gästen wichtig. Viele Besucher fragten nach Herkunft, Ausbau und Geschmack der Weine. Genau solche Gespräche machten ein Weinfest für Winzer interessant. Es gehe nicht nur ums Ausschenken, sondern auch darum, die Menschen für die Arbeit im Weinberg und im Keller mitzunehmen.
Weinrunde bei Sommerwetter
Das Wetter passte zum Auftakt. Es war warm, aber nicht zu heiß. Damit bot der Parkplatz Overkämping gute Bedingungen für einen Nachmittag mit Wein, Musik und Gesprächen.

Auch Sabrina Greiwe von der Gemeinde Schermbeck zeigte sich mit dem Start zufrieden. „Bei wunderbarem Wetter ist heute unser Sommi 2026 gestartet. Es ist nicht zu warm und wir freuen uns auf einen schönen Veranstaltungstag“, sagte sie.
Bis 22 Uhr stand Livemusik auf dem Programm. Den offiziellen Auftakt auf der Bühne der Nispa machten die Gölzen Dänzer vom Heimatverein Gahlen. Am Abend sorgten Danielo & Raffa mit Rock, Pop, Italo- und Latino-Hits für musikalische Unterhaltung.

SuperheldenTeam sammelt mit Kuchenaktion
Neu dabei war in diesem Jahr auch das SuperheldenTeam Schermbeck. Mit der Aktion „Schermbecker Tortenschlacht“ sammelten die Ehrenamtlichen durch den Verkauf von Kuchen Geld für den guten Zweck.

Etwas enttäuscht zeigte sich Sabrina Greiwe über die Zahl der Kuchenspenden. Es seien deutlich weniger Torten und Kuchen abgegeben worden als ursprünglich erhofft. Dennoch zog sie eine positive Bilanz. Das Weinfest sei gut angenommen worden und habe einen gelungenen Auftakt für den Sommi 2026 geboten.
Heimatgeschichte beim Sommi im Blick
Auch der Heimat- und Geschichtsverein Schermbeck nutzte das Sommerfest, um auf seine Arbeit aufmerksam zu machen. Rolf Blankenagel und Ingrid Brinkmann waren unterwegs, um Besucherinnen und Besucher für einen Abstecher ins kleine Heimatmuseum zu gewinnen.

Der Grund: Es werde immer schwieriger, Menschen für die Schermbecker Geschichte zu begeistern, vor allem junge Leute. Deshalb hofften beide, während des zweitägigen Sommerfestes einige Gäste für einen Rundgang durch das Heimatmuseum gewinnen zu können.
Das Heimatmuseum befindet sich an der Steintorstraße 17. Dort erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Geschichte Schermbecks und in die Arbeit des Heimat- und Geschichtsvereins.




























