ADAC-Mitglieder überreichten 44 Sicherheitswesten an Schermbecker Grundschüler

Erstklässler sind auf ihrem Schulweg besonders gefährdet. Sie sind klein und können Gefahren noch nicht so gut einschätzen. Deshalb war die Freude an der Gemeinschaftsgrundschule am Mittwoch groß, als den Jungen und Mädchen der beiden Eingangsklassen insgesamt 44 Sicherheitswesten überreicht wurden.

Für den ADAC, der die Übergabe von 770 000 Sicherheitswesten gemeinsam mit der Deutschen Post, der Bild-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und dem Verband der Automobilindustrie durchführt, kamen Mitglieder der „Niederrheinischen Oldtimergemeinschaft Schermbeck und Westfalen e.V.“ (NOSW), um die Westen zu überreichen. Der von Hans-Peter Großjohann geleitete NOSW wurde im vergangenen Jahr gegründet und gehört dem ADAC Nordrhein an.

Als stellvertretende Schulleiterin dankte Gunhild Lohuis den Oldtimerfreunden. „Es wäre schön, wenn die Eltern darauf achten würden, dass die Kinder die leuchtendgelben Westen auch tragen würden“, hofft die Konrektorin auf die Unterstützung durch das Elternhaus. Gerade im ländlichen Bereich sei das Tragen der Westen besonders zu empfehlen, weil eine ausreichende Straßenbeleuchtung an vielen Stellen fehle. Die Sicherheitswesten tragen dazu bei, dass die Kinder schon in einer Entfernung von etwa 150 Metern erkannt werden und damit sechsmal früher als mit normaler Alltagskleidung.

Die Sicherheitswesten mit Kapuze wurden eigens für die Aktion konzipiert, nach dem Ökotex-Standard produziert und erfüllen die hohen gesetzlichen Qualitätsstandards und Normen für Kindersicherheitskleidung. Die Westen sind frei von jeglicher Werbung. Lediglich auf einem Etikett in der Westeninnenseite sind die Partner genannt. Auf dieses Etikett können die Kinder auch ihren Namen schreiben. In diesem Jahr wurde das Design der Weste überarbeitet: Die reflektierenden Verkehrsdetektive Felix & Frieda sind größer geworden, dafür wurde die „1“ entfernt, die bislang auf der Brust angebracht war. So können die Kinder die Weste auch in der zweiten Klasse tragen, ohne sich „uncool“ zu fühlen, weil auf der Weste noch die „Erstklässler-1“ zu sehen ist. Die Größe (einheitliche Kindergröße M (134/140)) ist so bemessen, dass die Westen bei Bedarf über eine dicke Jacke passen.

Zwei Anfängerklassen der Schermbecker Gemeinschaftsgrundschule erhielten am Mittwoch ADAC-Sicherheitswesten, die von Mitgliedern der „Niederrheinischen Oldtimergemeinschaft Schermbeck und Westfalen e.V.“ im Auftrag der ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ überreicht wurden. Hans-Jürgen Horstmanns DKW aus dem Jahre 1963 durfte mit aufs Foto. Foto Scheffler
Zwei Anfängerklassen der Schermbecker Gemeinschaftsgrundschule erhielten am Mittwoch ADAC-Sicherheitswesten, die von Mitgliedern der „Niederrheinischen Oldtimergemeinschaft Schermbeck und Westfalen e.V.“ im Auftrag der ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ überreicht wurden. Hans-Jürgen Horstmanns DKW aus dem Jahre 1963 durfte mit aufs Foto. Foto Scheffler

Die beiden Verkehrsdetektive Felix & Frieda sind als leuchtende Figuren auf Vorder- und Rückseite der Sicherheitswesten aufgedruckt. Mit den zwei cleveren Spürnasen, bekannt auch durch das Verkehrsquiz in der ADAC-Motorwelt, lernen die Kinder spielerisch, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen. Der Schriftzug „Verkehrsdetektiv“ auf der Rückseite der Weste soll die Schulanfänger dazu animieren, wie „Felix & Frieda“ gefährliche Situationen auf all ihren Wegen aufzuspüren und zu vermeiden.

Die Westen waren nicht die einzige Überraschung für die Kinder. Da die Oldtimerfreunde mit ihren alten Autos vorfuhren, konnten die Kinder auch noch Autos kennen lernen, mit denen ihre Großväter einmal fuhren. Hans-Jürgen Horstmanns DKW aus dem Jahre 1963 durfte als „Geburtstagskind“ sogar mit aufs Foto.

Zum Abschluss gab es für die fröhliche Kinderschar auch noch Stundenpläne und Luftballons vom ADAC. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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