Lippe-Fähren in Hamm, Haltern am See und die Baldur – Fähre in Dorsten bleiben weiterhin an Land

Risiko einer Infektionskette noch zu hoch

Auch nach den neuen Corona-Regelungen, die seit 30. Mai in NRW greifen, bleiben die Personenfähren des Lippeverbandes in Hamm, Haltern am See und Dorsten an Land. Das teilt heute der Lippeverband mit.

Der Grund sei, dass auf der einen Seite nur sehr wenige Menschen die Lippe-Fähren zeitgleich nutzen können, da der Abstand von 1,5 Metern weiterhin gewahrt bleiben muss – was zu extrem langen Warteschlangen führen würde. Auf der anderen Seite ließe sich im Falle einer Infektionskette die Rückverfolgbarkeit der Nutzerinnen und Nutzer nicht darstellen.

Lippefähre Dorsten Holsterhausen Baldur

Die Fährstationen der handbetriebenen Personenfähren finden Radfahrerinnen und Radfahrer in idyllischer Natur gelegen. Dieser Umstand bringt aber mit sich, dass es keine Möglichkeiten zur Handreinigung, Toilettennutzen oder Aufenthaltsmöglichkeiten vor Ort gibt. Da die Menschen sich selbst per Muskelkraft über den Fluss ziehen, betreut auch kein Fähr-Personal die Überfahrt. Vor diesem Hintergrund ist dem Lippeverband eine Nutzung der Fähren weiterhin zu unsicher.

„Wir wissen, dass die Fähren eine beliebte Attraktion in unserer Region sind – Hunderte Menschen nutzen sie täglich“, macht Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des sondergesetzlichen Wasserwirtschaftsverbandes, deutlich, „das Risiko einer Infektionskette für die Nutzerinnen und Nutzer aber auch für unser Personal vor Ort ist vor diesem Hintergrund aber einfach noch zu hoch.“ Weitere Lockerungen des Landes NRW werden zeigen, ob eine Nutzung der Fähren in diesem Jahr realisierbar sein könnte. Bis dahin schildert der Lippeverband in nächster Zeit Umleitungsstrecken für Radfahrerinnen und Radfahrer aus.

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