Peter Finke (Hähnchen Finke) und seine Angestellte Sabine Borowski sind die besten Maßkrugstemmer Gahlens

GAHLEN. Tief einatmen und dann an nichts mehr denken. So lautete die Devise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 2. Maßkrug stemmen am Mittwochnachmittag. Kräftemessen auf bayrische Art, war nicht nur was starke Kerle.

Lippebräutag mit Masskrugstemmen Heimatverein Gahlen 2018 (2)

Zehn Frauen und acht Männer traten zum zweiten Mal in einem getrennten Wettbewerb gegeneinander an.
Es galt, ein Maß Bier möglichst lange mit ausgestrecktem Arm in der Waagerechten zu halten. Für die Zuschauer, die ihre Favoriten lautstark anfeuerten, war dies ein echtes Gaudi. Während dem Einen nach kurzer Zeit erschöpft und mit zittriger Hand den Krug regelrecht auf die Tischplatte knallen ließen, schaffte es der Schermbecker Peter Finke, vom gleichnamigen Hähnchen Finke aus Dorsten, den Krug vier Minuten und 50 Sekunden in der Waagerechten zu halten.

Masskrugstemmen beim Lippebräutag des Heimatvereins Gahlen 2018

Geübt beim Hähnchenspieß-Stemmen

Anfänglich noch mit einem Lächeln im Gesicht, was aber dann in den letzten Sekunden der Anstrengung wich.
Bereits im letzten Jahr ging er als zweiter Sieger vom Platz. Umso größer war seine Freude, als er am Ende den stärksten Arm und das größte Durchhaltevermögen bewies. Bei den Damen setzte sich, wie es der Zufall so wollte, seine Angestellte Sabine Borowski aus Dorsten-Holsterhausen, ebenfalls von Hähnchen Finke, durch.

Masskrugstemmen beim Lippebräutag des Heimatvereins Gahlen 2018
Peter Finke und Sabine Borowski aus Dorsten-Holsterhausen gewannen das Maßkrugstemmen 2018

Sie freute sich wie ihr Chef, über die 50 Euro Gewinnprämie, die in diesem Jahr zum zweiten Mal von der NISPA gestiftet wurde. „Wir sind alle gut im Training. Das kommt vom täglichen Hähnchenspieß-Stemmen“, kommentierte Peter Finke am Ende lachend.

Gerste, Hopfen, Malz

Das sonnige Herbstwetter lockte am Tag der Deutschen Einheit zahlreiche, auch auswärtige Besucher, zum 6. Lippebräutag zum Kamphaus-Hof ins Gahlener Venn. Eingeladen zur Feier von Gerste, Hopfen, Malz und Wasser an diesem Tag hatte der Heimatverein Gahlen. Ein Hauch von Oktoberfeststimmung, lag neben dem Duft von leckerem Leberkäse, Weißwürstchen und selbst gebackenem Brot aus der hauseigenen Heimat-Bäckerei, in der Luft.

Sabine Borowski aus Dorsten-Holsterhausen

60 Brote

Nicht nur das Getreide in flüssiger Form von der Braugruppe fand reißenden Absatz, auch das duftende Lippebräu-Bier Brot aus Dinkel- und Roggenmehl ging sprichwörtlich weg „wie warme Semmel“. Insgesamt 60 Brote seien, wie der Chef der Gruppe, Bäcker und Konditormeister Hans-Werner Blazejewicz erzählt, an diesem Tag über die Ladentheke gegangen. „Sie können gar nicht so schnell backen, wie die Nachfrage groß ist, denn jedes Brot ist Handarbeit. Darüber hinaus passen nur zehn Brote in den Ofen“, erklärte Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Höchst.

Sabine Borowski aus Dorsten-Holsterhausen
So lässt es sich aushalten! Sabine und Jürgen Höchst zünftig im Dirndl und Lederhose beim Lippebräutag am Mittwoch

Er freut sich, dass die Backgruppe des Heimatvereins zukünftig einen eigenen Raum, neben der Bierbraugruppe, auf dem Kamphaus – Hof gestellt bekommt. „Dafür möchte ich mich bei der Familie Ruloff bedanken“, so Höchst.

Auf die Finger schauen

Dort wo einst die Wurstküche der Familie Ruloff war, konnten die Besucher der Braugruppe „Gut Sud“ unter Leitung von Dr. Andreas Blank, auf den Bierbrauern auf die Finger schauen. Sie bekamen während eines Live-Braugangs den Brauvorgang mit all seinen Hintergründen erklärt. Rundum zufrieden war gegen Ende des Tages Jürgen Höchst.

Sabine Borowski aus Dorsten-Holsterhausen

Starkes Vereinsleben

Mit Recht und nicht ohne Stolz, verweist der Vorsitzende gerne auf die zahlreichen Aktivitäten seines Vereins, der aktuell knapp unter 700 Mitglieder hat. „Wir sind deshalb so erfolgreich, da wir vielen Menschen die Möglichkeit anbieten, sich bei uns einzubringen und Spaß dabei haben. Nur so kann es funktionieren“.

Sabine Borowski aus Dorsten-Holsterhausen

Höchst ist seit zehn Jahren Vorsitzender des Heimatvereins. Sein Ziel sei es, immer wieder verschiedene Gruppen zu präsentieren. Das sei, so Höchst, die beste Werbung um Ehrenamtliche und interessierte Bürger für den Verein zu gewinnen. „Ich möchte mich bei der Nispa für ihre Unterstützung und bei allen Helferinnen und Helfer, die heute hier mitgeholfen recht herzlich bedanken“.

Petra Bosse


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here