Lesung am 17. Januar in der Katholischen Öffentlichen Bücherei: Spannung und Unterhaltung der regionalen Ar. Autorenduo Hesse/Wirth mischt niederrheinischen Witz mit einem spektakulären Fall.

SCHERMBECK. „Der Hahn“ ist der elfte gemeinsame Kriminalroman von Thomas Hesse / Renate Wirth. Chefkommissarin Karin Krafft muss den Mord an einem niederrheinischen Unternehmer aufklären, dessen Frau fast zeitgleich einen unerklärlichen Unfall erleidet.

Lesung Schermbeck Hesse-Wirth Der Hahn

Zwei Eheleute, ein Gedanke: „Stirb!“ Doch was wie ein Ehedrama wirkt, entwickelt sich zu einem tiefergehenden zweiten Fall – es geht um Steuerbetrug und zu allem entschlossene Leute, die ihre Vorteile verteidigen. Die Spur zieht sich durch den Niederrhein.

Gleichzeitig steht das K1 in Wesel vor einer Zerreißprobe. Der kratzbürstige Kommissar Gero von Aha verliebt sich. In eine Mörderin. Oder?

Bei der Lesung mit Hintergrundbericht über das Krimischreiben am 17. November, 19 Uhr, in der KÖB an der Erler Straße 9 kann man eintauchen in die niederrheinische Krimi-Welt. Die Geschichte ist bunt und hintergründig zugleich.

Es gibt Abstecher der Fahnder in die Niederlande, die dort ein weithin kaum bekanntes, aber real existierendes Steuerparadies aufgebaut haben. Die Gier treibt auch vermögende Niederrheiner ins Nachbarland.

Gesellschaftliche Ungerechtigkeit

Hesse/Wirth nehmen sich der gesellschaftlichen Ungerechtigkeit trickreichen und staatlich sanktionierten Steuerbetrugs an und lassen die Fahnder unermüdlich an der Aufklärung eines spannenden Falls arbeiten.
Doch was wären niederrheinische Kriminalgeschichten ohne nacherlebbare Orte mit Wiedererkennungswert. Es gibt rechts- wie linksrheinische Handlungsorte. Das aus Xanten und Wesel stammende Autorenduo kennt sich eben in der Region genau aus. Die heimische Kulisse ist Teil der denen Krimihandlung, in der Atmosphäre auf Spannung trifft.

Das alles lebt von der niederrheinischen Stimmung, typischen Menschen und solchen, die mit dem Lokalpatriotismus nicht so gut klarkommen. „Niederrhein ist überall“, verweist das Duo aber auf das Universelle in ihrer Geschichte.

Köstliche Konflikte

Das alles mündet manchmal in köstliche Konflikte, die die an die amüsante Seite der letzten Hesse/Wirth-Krimis „Das schwarze Schaf“ und „Der Storch“ anschließen.

Witzig ist in „Der Hahn“ zum Beispiel die Irrfahrt des schrillen Kriminalassistenten Nikolas Burmeester, der vergisst zu heiraten. Und Kommissar Gero von Aha, der Unkonventionelle, nervt Chefkommissarin Karin Krafft mit Gefühlsverwirrungen, die ihn in die Falle einer undurchsichtigen Täterin tappen lässt.

Das Duo schreibt auch im neuen Buch so, dass gute Unterhaltung und das reale Böse sich verzahnen. Dazu gehört eine temporeiche Schreibe.
Hesse/Wirth arbeiten seit 2005 zusammen. Sie mögen den Niederrhein und seine Menschen, was sie in amüsanten bis witzigen Szenen ihrer Krimis verarbeiten.

Apropos Arbeit: Ihre Lesungen sind mit einem munteren Blick in die Krimi-Werkstatt verbunden.

Nachfragen aus dem Publikum erwünscht!
Thomas Hesse; Renate Wirth: Der Hahn; Köln: Emons Verlag 2018; Originalausgabe; ISBN 978-3-7408-0446-6, 304 Seiten, € [D] 11,90 €; Auch als E-Book erhältlich
LESUNG: Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr, Katholische Öffentliche Bücherei Schermbeck, Erler Straße 9, Holzmarkt 10. Vorverkauf: Tel. 02853/8998022, in der Bücherei oder per e-Mail an [email protected]

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