Leserbrief zum Thema:

Der Wolf am Niederrhein in Schermbeck von Johannes Ebbert aus Schermbeck

So langsam ist man es doch leid, sich dieses naturschutzbetonende Gerede und den Blick durch die Grüne Brille der selbsternannten Naturschützer, gemeint ist damit der NABU und deren Sprecher, in der örtlichen Presse anzuhören.

Herr Malzbender hat in einem Punkt recht: Der Wolf ist nicht auf Nutztiere angewiesen. Sein „Klartext“ führt hier aber nur zu einer Verniedlichung des Raubtieres Wolf.
Der Wolf nimmt sich trotzdem die, die er durch eine leichte Jagd erreichen kann, und dass sind nun einmal die, die auf einer Wiese eingesperrt sind und nicht wegkönnen.

Hier sind es zunächst Schafe, Kühe und Pferde, die nicht aus ihren Weiden und Wiesen flüchten können. Sollten sie irgendwann durch Wölfe gejagt werden, hält sie auch kein Zaun mehr auf. Sie rennen auf die Straßen, verletzen sich und andere, kommen um oder richten zumindest größere Schäden an.

Wer kommt für die Schäden auf?

Der Nachweis, dass der Wolf die Ursache war, ist doch kaum zu erbringen.
Der Rat mit den Zäunen und den Schutzhunden kann nur von völligen Laien gekommen sein.
Die Höhe der Zäune reicht niemals aus.

Warum wurde die Wölfin, die in der Anholter Schweiz vor einiger Zeit über den Zaun sprang, durch Jäger abgeschossen?

Die Antwort ist einfach: Es wollte keiner die Verantwortung übernehmen, wenn diese Wölfin einen Menschen verletzt oder gar getötet hätte.

Und warum sprang die Wölfin dort über einen Zaun, der 2,70m hoch und mit Elektrodraht gesichert war (Quelle Zeitung „Die Welt“) ?

Auch die Antwort ist einfach: Weil sie es konnte.

Über die Schutzzäune um die Schafherden, hier 1,20m hoch, lacht doch der Wolf.
Für Schutz-/Hütehunde müsste der Besitzer Nachweise für seine Geeignetheit, Versicherung und Steuer erbringen. Zusätzlich kämen noch Kosten für Futter, Tierarzt und evtl. Unterbringung im Winter hinzu.

Was Herr Malzbender weiter schreibt, hier „Aufbringen von Düngefluten“ und „Europäische Landwirtschaft“ ist einfach unsachlich und an den Haaren herbeigezogen.
Ein Vertreter des NABU (Herr Malzbender) hat einmal sinngemäß in der Presse gesagt, dass der Wolf ruhig durch sein Wohnzimmer laufen könne.
Ja, das könnte er auch bei mir, wenn das Wohnzimmer leer ist oder der Wolf keine Zähne hätte.

Der NABU macht es sich leicht und denkt nicht an die möglichen Folgen eines Rudel-Daseins. Die Folgen wären unabsehbar.
Der Mensch und der Wolf sind seit Urzeiten Konkurrenten. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, solange beide Fleischesser/-fresser bleiben.

Der Wolf war lange Zeit hier nicht mehr ansässig. Jetzt findet er hier für sich ideale Bedingungen vor, die aber nicht zu unserer dichten Besiedelung und der Weidetierhaltung hier passen.
Meiner Meinung nach gehört der Wolf hier nicht hin, schon gar nicht in Rudelstärke.
Ich wäre aber auch nicht für Abschüsse (Entnahme aus der Natur), sondern für eine Umsiedelung in die ursprünglichen Gebiete oder in Gehege wie der Anholter Schweiz.

Die Schermbecker Wölfin, aus Verniedlichung bereits „Gloria“ benannt, ist vom gleichen Stamm und sicherlich kein Streicheltier.

 

Vorheriger ArtikelTolle Hilfe für arbeitslose Menschen
Nächster ArtikelFILM: Gruselgarten in Bricht 2018
Leserbriefe und Kommentare bitte an: info [at] heimatmedien.de. Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Schermbeck-Online zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, werden nicht freigeschaltet. Petra Bosse